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26.8. - 7.9.2017 - Slowenien und Kroatien

Die ersten langen Ferien mit unserem Wohnmobil "akrumobile"

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Samstag, 26.8.2017

Am frühen Samstagmorgen starten wir in Richtung Süden. Dennoch lässt sich ein kurzer Stau vor dem Gotthard-Nordportal nicht vermeiden. Doch dann läuft’s flüssig. Am Zoll in Chiasso reihen wir uns keck bei den Fahrzeugen mit Anhänger ein und kommen so im Windschatten eines Wohnwagens ohne Wartezeit über die Grenze.

Es folgen einige hundert Kilometer durch Norditalien immer Richtung Venedig und dann Udine. In der Gegenrichtung beobachten wir zuerst eine Massenkarambolage und in der Gegend von Udine staut sich der Verkehr gegen Süden auf rund 10 km.

Bei Udine Nord verlassen wir die Autobahn und bezahlen die Mautgebühren. Dann folgen wir der detaillierten Wegbeschreibung von unseren Freunden.

Gegen 15:00 Uhr kommen wir auf dem Stellplatz in Tarcento an und finden einen schattigen Platz am Fluss Crosis. Wir richten uns ein und spazieren dann zum Haus von unseren Bekannten. Dort werden wir schon erwartet und gleich mit kühlen Getränken willkommen geheissen.

Da der Stellplatz keine Infrastruktur bietet, dürfen wir die Dusche bei ihnen benützen um anschliessend frisch und fröhlich zum Apéro gehen. Wir geniessen einen gemütlichen Abend mit einem feinen Essen in einem traditionellen Lokal.

Sonntag, 27.8.2017

Den Sonntag starten wir mit einem Frühstück im Freien. Um 9:00 Uhr werden wir von unseren Freunden abgeholt und sie fahren mit uns ans Meer.

Nach ca. einer Stunde Fahrzeit erreichen wir Grado an der italienischen Adriaküste. Das malerische Städtchen liegt in einer Lagune und zieht viele Touristen an. Deshalb gestaltet sich die Parkplatzsuche recht schwierig. Doch nach ein paar Runden durch den Ort und einem kleinen Manöver steht der Wagen auf einem der begehrten Parkfelder.

Wir schlendern entlang der Meerespromenade. Die Temperaturen steigen gegen 35 Grad und so sitzen wir bald bei einem kühlen Apéro mitten in der Altstadt.

Dann folgt schon bald der nächste kulinarische Höhepunkt. Da wir alle vier Fischliebhaber sind, bestellen wir uns zwei „Branzino“ in der Salzkruste. Der köstliche Fisch wir mit Zucchetti und Kartoffel-Bohnen-Stampf serviert.

Auf dem Weg zum Auto testen wir noch die Künste der Gelateria und treten dann die Rückfahrt an. Wir bedanken uns für den tollen Ausflug und verabschieden uns.

Dann fahren wir los Richtung Slowenien. Nach einem Tankstopp und ca. einer Stunde Fahrzeit erreichen wir die Grenze und dann die Ortschaft Kobarid.

Der Campingplatz „Lazar“ ist gut besetzt, doch für unser Wohnmobil findet sich noch ein Platz. Eigentlich möchten wir den Strom anschliessen, aber unser Stecker passt nicht! Wir sind nicht eurokompatibel! Wir testen alle Möglichkeiten und fragen nach einem Adapter. Doch den gibt’s nicht.

Montag, 28.8.2017

Auch ohne Strom haben wir gut geschlafen. Nach dem Zmorge erkunden wir die Umgebung entlang der Soca. Zuerst überqueren wir die imposante Steinbrücke bei Kobarid und folgen dann auf einem Wanderweg dem Fluss.

Mal wandern wir oberhalb des Gewässers, mal führt ein kleiner Pfad hinab zum glasklaren und sehr kalten Wasser. Es sind nur wenige Wanderer unterwegs und wir die geniessen die Ruhe.

Auf der Karte (Pocket Earth, eine sehr empfehlenswerte App) entdecken wir das Symbol für zwei Wasserfälle. Wir finden zuerst die kleinere Ausgabe. Dann wandern wir durch eine immer enger werdende Schlucht und kommen schliesslich zu einem spektakulären Fall, der in ein fast rundes Becken stürzt.

Zurück auf dem Camping heisst es dann wieder alles reisefertig zu machen und die nächste Etappe unter die Räder nehmen.

Noch vor dem Mittag erreichen wir Bovec. Nach einem feinen Kaffee mitten in der Ortschaft machen wir uns auf die Suche nach einem passenden Adapter um unser Stromproblem zu lösen. In einem chaotischen „Bei uns gibt’s alles-Krämerladen“ finden wir tatsächlich ein entsprechendes Teil und sind fast überzeugt, dass wir zu Hause schon ein solches haben ....

In Bovec stehen drei Campingplätze zur Verfügung und wir wählen das „Kamp Toni“!

Der Platz liegt wiederum nahe an der Soca und so sind wir bald wieder auf Erkundungstour. Wir kommen an einen Punkt, wo die Soca und Koritnica zusammenfliessen. Hier beobachten wir, wie sich Kanufahrer mit dem Wildwasser vertraut machen und sich in die Stromschnallen wagen.

Dann geht’s weiter über eine schwankende Hängebrücke. Unter uns fliesst das türkisblaue Wasser ... einfach herrlich (bitte Bilder gucken!).

Über einen steilen Pfad gelangen wir ans Flussufer, wo sich drei Jungs in der kalten Soca vergnügen. Wir belassen es beim Baden der Füsse, was eine willkommene Erfrischung bringt. Die Temperaturen sind auch heute bei gut 30 Grad.

Plötzlich tauchen zwei Kanuten auf, die sich tatsächlich von einem Felsen aus im Kanu sitzend in die Fluten katapultieren. Wir verfolgen das Schauspiel aus nächster Nähe und sind beeindruckt.

Auf dem Campingplatz richten wir uns dann gemütlich ein, geniessen ein Glas Wein und schreiben an unserem Blog.

Rund um Bovec ziehen langsam aber sicher Wolken auf. Wir beobachten die Szenerie und bald spüren wir einen erster Tropfen Regen. Dann geht alles sehr schnell. Eine Windböe hebt die Markise an und droht die Stützen trotz Heringen aus dem Boden zu heben.

Wir handeln schnell und dennoch besonnen. Der Storen ist schnell eingezogen, die Stühle und der Tisch eingeladen und wir flüchten ins Wohnmobil. Dann giesst es aus Strömen und ein Gewitter tobt.

Ein solch starkes Unwetter haben wir mit unserem akrumobile noch nie erlebt. Doch das tut der Gemütlichkeit keinen Abbruch, im Gegenteil, wir kochen uns eine feine Pasta mit Gemüse und lassen es uns schmecken.

Nach etwa zwei Stunden hat sich das Wetter beruhigt.

So können wir das Geschirr waschen und eine Dusche nehmen. Es folgt eine sehr ruhige und erholsame Nacht.

Dienstag, 29.8.2017

Unser erster Gang heute geht in ein Elektrofachgeschäft in Bovec. Auf dem Kamp Toni haben wir für unser Kabelproblem ein entsprechendes Zwischenstück leihweise erhalten, denn die Lösung mit dem Adapter war nicht zufriedenstellend. Dieses wollen wir uns nun kaufen. Der Händler stellt den ganzen Laden auf den Kopf und fragt noch seinen Kollegen, doch das Teil gibt es nicht!

Also auf zu unserem nächsten Ziel: Kranjska Gora. Die Strasse führt wiederum entlang dem Fluss Soca und in der gleichnamigen Ortschaft gibt’s eine Kaffeepause. Die Wirtin erlaubt uns, das Womo auf dem Parkplatz stehen zu lassen, so dass wir auch hier nochmals an den Fluss können.

Dann folgt die kurvenreiche Strasse durch den Triglav Nationalpark und über den Vrsic-Pass. Rund 50 Haarnadel-Kurven sind zu bewältigen um auf kurzer Strecke von 800 m.ü.M. auf 1'610 m.ü.M. wieder auf 810 m.ü.M. zu gelangen.

Es öffnen sich fantastische Blicke auf die Julischen Alpen. Das Wetter spielt weitgehend mit, einzig ein paar Schleierwolken umhüllen die Berggipfel.

Auf der Passhöhe herrscht ein heilloses Durcheinander von Parkplatz suchenden Autofahrer, erschöpften Velofahrer und Weg suchenden Wanderer. Wir halten ein paar Kurven weiter unten kurz an.

Ein etwas längerer Rast machen wir dann am See von Kranjska Gora. Der Ort ist sehr touristisch und vor allem für den Wintersport bekannt. Wir fahren weiter und decken uns unterwegs noch mit Lebensmittel ein.

Eigentlich möchten wir in Bled übernachten. Doch auch hier ist alles mit Touristen überfüllt und der Campingplatz bietet nur noch stromlose Plätze an.

Nach kurzer Recherche finden wir einen Platz in Lesce ca. 5 km von Bled entfernt. An der Rezeption des Camping Sobec werden wir freundlich begrüsst und wir können uns auf dem riesigen Gelände einen freien Platz aussuchen. Und hier passt auch unser Schweizer Stecker bestens in die Dose ...

Es folgt ein geruhsamer Nachmittag mit Lesen, Schreiben und Relaxen.  Am Abend erkunden wir noch das weitläufige Gelände entlang dem Fluss Sava.

Mittwoch, 30.8.2017

Wiederum dürfen wir bei Sonnenschein ein gemütliches Zmorgen im Freien geniessen. Dann satteln wir die Räder und fahren über Feldwege nach Bled.

Im geschäftigen Städtchen finden wir einen passenden Platz um die Räder sicher abzustellen.

Ein erster Besuch gilt der St. Martin-Kirche. Von hier aus geht’s dann über unzählige Treppen hinauf zur Burg. Dieser Ort ist ein wahrer Touristenmagnet und die Reisegruppen werden in Cars auf den Hügel hinauf gefugt.

Wir zahlen den stolzen Eintrittspreis von EUR 10.00 pro Person und erkunden die hoch über dem See gelegenen Burg. Schon nur wegen der Aussicht hat sich der Aufstieg und der Obolus gelohnt!

Die Burganlage gilt als eine der ältesten in Slovenien und wird erstmals 1011 urkundlich erwähnt. Von den verschiedenen Terrassen aus öffnen sich herrliche Blicke auf die romantische Insel Mitten im Bledsee, die Landschaft Gorenjska sowie Gipfel der Julischen Alpen und der Karavanken.

Eine Ausstellung im Innern der Burg zeigt die Geschichte der Gegend von der Bronzezeit bis heute.     

Dann steigen wir wieder nach Bled hinab und geniessen einen Kaffee und ein Stück Cheesecake in einem kleinen Café.

Weiter geht’s entlang dem tief blauen See. Immer wieder halten wir an, um die Sicht auf die kleine Insel mit der Marienkirche zu geniessen. Die Touristen werden mit traditionellen Holzbooten (Pletna) zu diesem Ort gebracht. Wir belassen es bei Blick aus der Ferne.

Viel lieber verkosten wir auf der Terrasse eines eleganten Hotels direkt am See ein einheimisches Bier und lassen es uns so gut gehen.

Nach ein paar Einkäufen radeln wir wieder zurück zum Camping. Das warme Wetter und der Sobec See laden zu einem erfrischenden Bad ein.

Es folgt ein gemütlicher Grillabend mit einem guten Glas Wein.

Donnerstag, 31.8.2017

Und schon ist der letzte Augusttag angebrochen. Die Temperaturen sind in der Nacht schon recht tief, doch sobald die Sonne scheint, kommt auch schon die Wärme. Und das ist glücklicherweise auch heute so.

Wir haben versucht, uns einen Platz auf dem Kamp Bohinj Zlatorog am See von Bohinj zu reservieren. Doch die haben uns freundlich zurückgeschrieben, dass keine Reservation möglich ist. Wir sollen einfach früh auf den Camping kommen.

Gesagt, getan. Der Platz scheint sehr beliebt zu sein und es herrscht ein riesiges Gewusel! Wir sind schnell entschlossen und installieren uns gleich in der zweiten Reihe zum See. Wir befinden uns nun wieder im Gebiet des Triglav Nationalparks.

Mit den Bikes fahren wir ca. 5 km zum Restaurant Koca pri Savici. Auch dieser Ort ist sehr gut besucht und der Parkplatz scheint schon recht voll zu sein. Für unsere Räder ist das jedoch kein Problem.

Mit der Zahlung EUR 3.00 pro Person dürfen wir den Aufstieg zum Savica-Fall (894 m.ü.M.) unter die Füsse nehmen.

Über eine steile Felswand fällt ein 78 m und 25 m hoher Wasserlauf in die Tiefe in ein Becken. Die Wassermassen kommen aus einem ausgedehnten Karstgebiet.

Die Fälle sind sicherlich beeindruckend, doch die eher zufällig entdeckten Wasserfälle bei Kobarid gefallen uns noch besser!

Nach einer rassigen Fahrt über Stock und Stein kehren wir auf den Campingplatz zurück. Ein heftiger Wind wirbelt viel Sand und Staub und wir müssen alles festmachen.

Blog schreiben, Fotos sortieren, Lesen, im Liegestuhl hängen. Das sind Ferien!

 

Freitag, 1.9.2017

Der starke Wind hat Regenwolken gebracht und so geht in der Nacht auf Freitag ein beachtlicher Schauer nieder. Am Morgen frühstücken wir deshalb Drinnen und machen uns bald startklar.

Über Bled fahren wir auf der Hauptstrasse mit allgemeiner Richtung Ljubljana. Das Wetter zeigt sich weiterhin von der garstigen Seite, so dass wir in Kranj einen längeren Kaffee- und Shoppingstopp in einem riesigen Einkaufscenter mit verschiedensten Läden einlegen.

Dann geht’s weiter über die teilweise sehr holperigen Strassen in den Norden der slowenischen Hauptstadt. Wir meiden die Autobahn, da wir auch etwas von der Gegend sehen möchten.

Das Ljubljana Resort ist gut besucht und bei der Anmeldung warten schon viele Gäste. Auch hier haben wir versucht, online einen Platz zu reservieren. Doch an der Rezeption wird dem keine Beachtung geschenkt. Wir bekommen den Platz 404 mit Stromanschluss.

Wir erkunden die Umgebung die direkt am Fluss Sava liegt. Dann planen wir unseren Besuch für den nächsten Tag in der Stadt, dessen Zentrum nur ca. 4 km vom Camp entfernt.

Bis ca. zehn Uhr abends hält sich das Wetter recht gut und wir werfen für das Nachtessen den Grill an.

Was danach folgt, haben wir noch nie erlebt. Während ca. zwei Stunden tobt ein Gewitter mit heftigsten Niederschlägen und Windböen. Es giesst im wahrsten Sinn des Wortes aus Kübeln und wir hoffen, dass das Wohnmobil dichthält und die Stromversorgung nicht ausfällt.

Nach Mitternacht schwächt sich das Unwetter etwas ab und lässt uns mehr oder weniger ruhig schlafen. Daran werden wir uns noch gewöhnen müssen.

 

Samstag, 2.9.2017

Die Bushaltestelle ist gleich beim Camping und so kommen wir bequem ins Zentrum von Ljubjana. Im ersten Moment wirkt die Stadt noch etwas verschlafen. Doch dann kommen wir auf den belebten Markt. In kleinen Läden unter Arkaden und an unzähligen Ständen werden frisches Gemüse, Obst, Käse, Fleischwaren, Kleider, Schuhe und viel Krimskrams feilgeboten. Wir kaufen ein Kilo heller Akazienhonig aus dem Nordosten von Slowenien.

Nach einem Kaffee steigen wir in den Schräglift, der uns bequem zur Burg hinaufbringt. Hier besuchen wir verschiedenste Ausstellungen u. a. zur Geschichte von Slowenien. Das moderne Museum in den alten Mauern ist sehr spannend gestaltet und erstaunlicherweise kaum besucht.

Vom Turm aus bekommen wir eine recht gute Sicht auf die Stadt. Zwar hängen noch immer Wolken am Himmel, aber es regnet nicht mehr.

Nun kommen immer mehr Leute auf die Burganlage, für uns also Zeit langsam Abschied zu nehmen.

 

Für die Talfahrt müssen wir kurz anstehen und kommen mit einer Gruppe junger Männer aus der Schweiz ins Gespräch. Sie sind auf einer Art Klassenfahrt und erklären uns, dass sie allesamt Secondos mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen sind. Auch für sie ist es der erste Besuch hier und sie sind von der Stadt positiv überrascht.

Für uns geht die Erkundungstour entlang der Ljublianica weiter. Wir besichtigen u. a. den Dom St. Nikolaus, schlendern durch die hübschen Gassen mit vielen Läden und Lokalen und überqueren historische Plätze und Brücken.

Soviel Sightseeing macht durstig. Ein kühles Bier in einem Pub an der verkehrsfreien Petkovskovo nabrezje bringt Abhilfe und einen guten Blick auf das Geschehen.

Die Busfahrt zurück zum Campingplatz ist recht holperig, die Federn des MAN-Gefährts haben wohl schon stabilere Zeiten gesehen ...

Zurück im „akrumobile“ richten wir uns gemütlich ein und widmen uns dem Lesen, Schreiben und Planen der nächsten Tage.

 

Sonntag, 3.9.2017

In der Nacht ist wiederum ein heftiger Schauer niedergegangen. Glücklicherweise haben wir nichts vorgebucht und so können wir die Route nach den Wetterprognosen planen. Diese versprechen für den Süden mehr Sonne und Wärme.

So verlassen wir Ljubljana in Richtung Meer. Kurz vor Postojna verlassen wir die Autobahn und an der Mautstelle klärt uns der freundliche Angestellte auf, dass wir bei der Auffahrt das falsche Ticket gewählt haben. Er verkauft uns eine Vignette für EUR 15.00, was uns für eine Woche freie Fahrt auf den slowenischen Autobahnen bringt.

Wir machen einen Ausflug ins Gebiet Rakov Skocjan. In dieser Karstlandschaft begegnen wir kaum andern Menschen. Wir wandern durch stille Wälder, entlang von kleinen Flüssen und Moorlandschaften.

Der Höhepunkt ist eine Naturbrücke über das schmale Tal. Auf einem steilen Pfad gelangen wir auf den Talboden und können von da aus die Höhlen erkunden. Eine sehr eindrückliche Landschaft dürfen wir hier erleben.

Zurück in der Zivilisation gönnen wir uns einen Kaffee im Hotel des Nationalparks.

Dann geht’s weiter nach Süden. Da hier auch am Sonntag die grossen Läden geöffnet sind, decken wir uns in Illirska Bistrica mit Lebensmittel ein.

Kurz danach passieren wir ohne Probleme die Grenze nach Kroatien (Hrvatska). Über Matulij erreichen wir den Küstenort Opatija, wo wir uns auf dem Camping für eine Nacht einrichten.

Während wir in Ljubljana die Nachbarn sehr nah hatten, können wir uns hier wieder auf einer sehr grosszügigen Parzelle einrichten.

Das Wetter ist noch recht wechselhaft und nach einem sonnigen Spaziergang am Meer, gehen am Abend wieder mehrere kurze, aber heftige Schauer nieder. Das hält uns aber nicht davon ab, ein feines Znacht auf dem Grill zu zubereiten.

 

Montag, 4.9.2017

Auch in der vergangenen Nacht hat sich der Himmel wieder entleert. Doch am Morgen ist es wieder trocken und wir frühstücken im Freien.

Es folgt eine gemütliche Fahrt entlang der kroatischen Küste auf der Halbinsel Istrien. Die Strasse ist anfangs wenig befahren und so ist keine Eile angesagt. Kurz vor Plomin entdecken wir ein herrlich gelegenes Restaurant hoch über dem Meer. Die Terrasse ist geöffnet und einer Kaffeepause steht nichts im Weg.

Weiter geht’s zu auf der zunehmend stärker befahrenen und kurvenreichen Strasse Richtung Pula. Den Weg zum Camping Arena Stoja finden wir fast ohne Umweg. Wir installieren uns auf einem Platz mit Meersicht. Während wir gestern sehr freundlich bedient wurden, ist die Angestellte heute wieder mal sehr schnippisch. Und für die Lage am Adriatischen Meer zahlen wir auch im Verhältnis sehr viel.

Wesentlich preiswerter ist ein Einkauf im lokalen Supermarkt. Nach etwas Suchen, finden wir alles, was für die nächsten Tage benötigen. Auf dem Weg zurück zum Camping machen wir noch einen Stopp in einem Restaurant.

Dann entspannen wir auf unseren bequemen Liegestühlen immer mit Blick aufs Meer ...

Der Abend wir gekrönt mit einem herrlichen Sonnenuntergang über dem Meer. Das Naturschauspiel ist eindrücklich, kommt aber nicht an die Sunsets der westaustralischen Küste, sorry!

Dienstag, 5.9.2017

Heute erwachen wir mit Meeresrauschen auf und auch der Blick von Frühstückstisch aus ist nicht zu verachten. Wir satteln die Räder, packen Getränke und Früchte ein und radeln los. Unser heutiges Ziel ist Kap Kamenjak.

Über teils stark befahrene Strassen und dann wieder über Radwege erreichen wir zuerst

Premantura. In diesem Ort herrscht schon das pure Chaos. Wie wir herausfinden, müssen die Autofahren hier das Permit für die Zufahrt in den Park lösen. Für uns ist der Eintritt kostenlos.

In einem Strassenkaffee erholen wir uns von diesem unerwartet hektischen Treiben. Das Kap Kamenjak ist die südlichste Spitze der Halbinsel Istrien und wird als geschützte Naturlandschaft mit einzigartiger Flora und Fauna beschrieben, also eigentlich ganz nach unserem Gusto.

Leider müssen wir feststellen, dass sich hier Autokolonen über die staubigen Strassen wälzen und die Besuch in jede nur erdenkliche Bucht fahren, ob Fahrverbot oder nicht.

Das Meer ist zwar herrlich und wir finden einen etwas stilleren Ort. Doch von ruhiger Naturlandschaft ist hier nicht mehr viel übrig.

So fahren wir bald wieder zurück. Die Temperaturen sind schon recht heiss und die Fahrt wird anstrengend. Wir lassen uns von den Velowegschildern leiten und finden so nicht den direkten Weg zum Camping. Es geht auf und ab quer durch Pula. Erschöpft (gilt für die Schreiberin!) kommen wir auf den Platz in Stoja zurück und ruhen erstmal aus.

Ein wiederum fantastischer Sonnenuntergang entschädigt die Strapazen.

 

Mittwoch, 6.9.2017

Wir setzen die Fahrt Richtung Norden fort. Teilweise fahren wir auf der Landstrasse, doch nach einem Tank- und Kaffeestopp in der Nähe von Porec wechseln wir auf die Autobahn.

Bei Mlini überqueren wir die kroatisch-slowenische Grenze. Der Stau bei den Zollämtern hält sich in Grenzen und so näheren wir uns über Portoroz Piran, unserem heutigen Tagesziel. Das GPS führt uns zuverlässig zum Camping im Ortsteil Fiesa.    

Nachdem wir uns eingerichtet und etwas ausgeruht haben, wandern in die historische Altstadt. Der Weg führt bequem dem Meer entlang und bald erreichen wir die erhöht gelegene Georgskirche.

Für ein kleines Entgelt dürfen wir die steile Stiege auf den Campanile hinaufsteigen. Es braucht schon etwas Gottvertrauen auf dieser uralten, abgetretenen Holztreppe in die Höhe zu steigen. Doch für die Aussicht hier oben lohnt sich die Anstrengung.

Danach setzen wir uns auf ein bequemes Sofa eines Restaurants und geniessen eine Erfrischung mit Blick auf die Adria. Weiter geht’s durch die engen Gassen, vorbei am Hafen und zum Tartini-Platz. Die meisten Häuser sind gepflegt und die Altstadt wird von Einheimischen bewohnt.

Doch bei diesen sommerlichen Temperaturen zieht es viele Piraner/innen ins glasklare Meer. Wir schlendern wieder zurück zum Kamp Fiesa und bereiten uns ein feines Znacht vor.

Aufgrund der Wetterprognosen haben wir uns entschlossen, am Donnerstag die Rückreise anzutreten, da wir ja immer wieder die Möglichkeit haben mit dem Womo eine Reise zu unternehmen.

 

Donnerstag, 7.9.2017

Am frühen Morgen geht ein Gewitter mit starken Regenfällen nieder. Knapp vor 8 Uhr können wir starten und sind rund 9.5 Stunden später zuhause. Dies nach rund 730 km Fahrt und knapp einer Stunde Wartezeit vor dem Südportal am Gotthard.

In diesen Ferien sind wir in knapp 31 Stunden reiner Fahrzeit insgesamt 2'040 km gefahren. Der durchschnittliche Diesel-Verbrauch ist mit 8.8 l/100 km tief und dies bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 63 km/h. Unser "akrumobil" hat einen weiteren Härtetest bestanden und wir sind immer noch überzeugt das richtige Wohnmobil gekauft zu haben.

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