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25. - 28.5.2017 - Yvonand

Mit Spannung erwarten wir unseren ersten Ausflug mit dem neuen Womo

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Das verlängerte Auffahrtsweekend und das sonnige Wetter sind perfekt für unseren ersten Womo-Kurzurlaub mit unserem "akrumobile".

Wir bestücken unser neues „Heim“ mit dem Nötigen und fahren dann los Richtung Westen. Die Entscheidung vorwiegend auf Hauptstrassen zu fahren, erweist sich bald als sehr wertvoll. Viele Ausflügler stehen im Stau, während wir durch das Emmental freie Fahrt haben.

Ein erster Kaffeehalt legen wir zwischen Zell und Huttwil ein. Und bald überqueren wir den „Röstigraben und kommen nach Murten / Morat.

Wir finden problemlos einen passenden Parkplatz, nur die blaue Parkkarte fehlt noch. Da hier die Läden auch am Feiertag offen sind, können wir nebst weiteren Sachen auch dieses Teil besorgen.

Dann schlendern wir durch das gut besuchte Städtchen, steigen auf die Verteidigungsmauer und geniessen einen herrlichen Blick auf die Altstadt und den Murtensee.

Auch am Seeufer herrscht emsiges Treiben und als ein Ausflugsschiff noch eine Ladung Touristen an Land bringt, ist für uns die Zeit zum Weiterfahren gekommen.

Auf dem Camping VD8 in Yvonand ist dann erstmal Warten angesagt. Obwohl wir unseren Platz vorreserviert haben, stehen wir in der langen Schlange der Rezeption. Wir bringen die Geduld auf, denn schliesslich haben wir vorbezahlt und die Chance auf einen Platz auf einem anderen Camping ist sehr klein.

Geduld bringt bekanntlich Rosen und einen schattigen Standplatz. Wir richten uns ein und geniessen bald ein feines Znacht. Zur Feier des Tages lassen wir noch den Rauch einer Cigarre steigen ... einfach gediegen.

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Die erste Nacht im Womo ist ruhig und erholsam und das Frühstück im Freien stärkt für einen Ausflug mit dem Fahrrad. Wir radeln auf dem Fahrweg Richtung Yverdon-les-Bains.

Auf halber Strecke halten wir zuerst bei einem Vogelbeobachtungsturm.

Ein länger Halt machen wir dann beim Pro Natura-Zentrum bei Cheseaux-Noréaz. Das Naturschutzgebiet am See kann über weitläufige Holzstege erkundet werden. Und auch hier bietet ein Turm einen imposanten Blick auf den See, das Ried und die Wasservögel. Der Höhepunkt ist eine Entenmutter, die ihre Küken auf dem Rücken durch die stillen Gewässer transportiert.

Durch Unterführungen unterqueren wir die stark befahrene Hauptstrasse und die Bahnlinie und kommen in einen wunderbaren Park. Die Anlage hat verschiedene Themengärten und einen prächtigen Baumbestand, in dessen Schatten wir einen Kaffee trinken.

Der Radweg führt auch vorbei an der archäologischen Stätte Menhirs de Clendy. Die Menhire aus Stein sind zwar Kopien, aber dennoch einen Besuch wert.

Dann treten wir nochmals in die Pedalen und erreichen bei zunehmend warmen Temperaturen das Städtchen Grandson. Obwohl Mittagszeit ist, dürfen wir auf der Terrasse eines Lokals direkt am Wasser „nur“ ein Bier bestellen. Das ist Balsam für die Radlerkehlen!

Mit der steilen Auffahrt zum Chateau werden die Kalorien auch gleich wieder abgebaut. Wir besuchen die gepflegte Schlossanlage (dank Raiffeisen-Mitgliedschaft sogar kostenlos).

In der riesigen Anlage sind verschiedene Ausstellungen und ein Automuseum untergebracht. Zudem ist die Sicht auf den Neuenburgersee wiederum fabelhaft.

Auf dem Rückweg steuern wir dann noch das Zentrum von Yverdon-les-Bains an und kaufen Esswaren ein. Nun heisst es alles in die Rucksäcke packen und schnell zurück; der Fisch soll ja noch frisch auf den Grill ...

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Auch der Samstag beginnt sonnig und warm und ein feines Zmorge vor dem WoMo lässt uns schnell wach werden. Die Handgriffe rund um unser fahrendes Zuhause klappen schon gut und bald sind wir startklar für die heutige Velotour.

Auch Richtung Estavayer-le-Lac ist der Weg bestens markiert und abseits der Hauptstrasse. Vorbei an kleinen Feriensiedlung und Yachthafen geniessen wir die Fahrt. Die Tour ist eben und verläuft durch eine abwechslungsreiche Landschaft.

In der Nähe von Cheyres  folgen wir einem Hinweisschild und laden an einer herrlichen Lagune mit gleichnamigem Restaurant. Die Wirtin winkt und deutet, das wir auf der Terrasse Platz nehmen sollen. So sitzen wir in der bequemen Lounge, lassen uns einen Cappuccino schmecken und geniessen die Sicht auf die Lagune.

In Estavayer-le-Lac führt eine steile Strasse hoch zur Altstadt. Bei einer Fahrradwerkstatt machen wir halt und fragen nach neuen Pedalen für meinen Drahtesel. Ich habe noch immer diese Click-Dinger, die ich gar nicht mehr brauche. Der Wechsel wird jedoch zu einem echten Kraftakt und der Mechaniker kommt an seine Grenzen. Nachdem er die halbe Werkzeugsammlung ausprobiert hat, gelingt es schliesslich mit vereinten Kräften, die alten Pedalen zu lösen. Wir bedanken uns mit einem grosszügigen Trinkgeld.

In der Altstadt besuchen wir die Kirche, schlendern durch die historischen Gassen und erkunden die Schlossanlage. Das gepflegte Gebäude ist u.a. Polizeiposten und dient für weitere kommunale Einrichtungen.

Im Pub du Cerf löschen wir den Durst mit einem belgischen Bier und tragen so zur Völkerverständigung und zur Stärkung der Wirtschaft bei ...

Auf dem Rückweg bringt der Fahrtwind eine angenehme Abkühlung.

Zurück auf dem Campingplatz ist Chillen, Lesen und Blogschreiben angesagt. Unsere Campingstühle mit Fussteil sind sehr bequem und lassen schnell Ferienstimmung aufkommen. Die Markise und die Bäume spenden willkommenen Schatten.

Ein feines Nachtessen und ein guter Tropfen Wein haben wir uns auch heute verdient.

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Am Sonntagmorgen essen wir noch gemütlich Zmorgen und packen dann zusammen.

Wir fahren wiederum Überland und kommen zeitig ohne Stau nach Hause, so dass wir bei grosser Wärme wieder alles versorgen und aufräumen können.

Ein erster wunderbarer Ausflug mit unserem Womo liegt hinter uns und wir freuen uns bereits auf den nächsten, welcher schon bald wieder ansteht.

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