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4.2. - 25.2.2010 - Ostaustralien

Nach 2007 erkunden wir nun den Osten von Australien. 

Zum Beginnen, Australien im Schnelldurchgang 2 x auf YouTube - traumhaftes Australien und national landscapes

(zur Bildergalerie)

Coat of arms of Australia - Wappen von Australien

 

4. Februar 2010

Ein flaues Gefühl im Magen, ein Kribbeln von der Nasespitze bis zum grossen Zehn, leichte Anzeichen von Nervosität … werden wir etwa krank? Die Diagnose ist schnell gestellt … es handelt sich um akutes Reisefieber … ;-) So lange haben wir darauf gewartet und die Vorfreude ist riesig; jetzt geht’s endlich los. Wir starten am 4. Februar 2010 zu unserer lange aufgeschobenen Hochzeitsreise! Die vergangenen Tage und Wochen waren hektisch und bis zur letzten Minute waren wir im Geschäft engagiert. Umso mehr müssen wir uns bei Packen konzentrieren, damit ja nichts vergessen geht. Die altbewährte Checkliste leistet da wieder einen guten Dienst. Je ein Koffer und ein kleiner Rucksack - und bei mir natürlich noch eine praktische Handtasche - das sind die Vorgaben und wie immer versuchen wir, nicht zuviel einzupacken.

Die SBB bringt uns vom Bahnhof Rotkreuz nach Zürich-Kloten. Sobald ich jeweils den Flughafen betrete, kommen Feriengefühle auf. Das ist diesmal nicht anders. Bei Einchecken erfahren wir, dass der Flug nach Dubai und auch der Weiterflug nach Sydney komplett ausgebucht sind. Für die lange Reise nach Australien bekommen wir nicht mal die Sitze nebeneinander. Nach einer ersten Enttäuschung, sagen wir uns, dass sich das im Flugzeug sicher ändern lässt. Wir wollen dann einfach unsere Sitznachbarn fragen, ob sie mit uns die Plätze tauschen. Nach dem Check-in geniessen wir wie immer noch einen Kaffee im Starbucks und bald schon machen wir uns auf den langen Weg zum Gate E für Auslandflüge.

Der Abflug mit der Boeing 777 der Emirates verspätet sich, weil das Flugzeug mehrfach enteist werden muss … ja, es ist winterlich anfangs Februar in Zürich. Der Flug nach Dubai verläuft problemlos und die Zeit im Flughafen vergeht auch recht schnell.

Das Einsteigen der vielen Passagiere in den A380-800 der Emirates erweist sich allerdings als grosse Geduldsprobe. Die Abläufe sind wenig koordiniert und das Bodenpersonal ist überfordert. So verzögert sich auch hier der Abflug, doch auf eine solch lange Strecke fällt das nicht so ins Gewicht. Wir haben Glück und können unsere Sitzplätze tauschen, so dass wir uns nebeneinander anschnallen dürfen. Und dann hebt das doppelstöckige Flugzeug ab in Richtung Sydney … ein wahrlich bewegender Moment! Die Platzverhältnisse sind auch hier eng, doch die Triebwerke arbeiten erstaunlich ruhig und das Board-Unterhaltungssystem sorgt für Abwechslung. Zum grossen Erstaunen gelingt es sogar mir, ein paar Stunden zu schlafen.

 

Der 5. Februar 2010 vergeht im wahrsten Sinne des Wortes im Flug(-zeug)! Und im Schlaf.

 

Der 6. Februar 2010 beginnt turbulent. Je näher wir uns Sydney nähern, desto heftiger rüttelt und schüttelt es. Das Servieren des Frühstückes wird für die Crew eine echte Herausforderung und muss zeitweise unterbrochen werden. Fasten your seatbelt gilt nun für alle. Die Landung im Kingsford Smith Airport ist ruppig und mir ist schlecht, wie vielen andern auch! Ich brauche zum Glück keine Tüte, sondern versuche durch tiefes Atmen und ein „Oohhmmm“ mich wieder auf die Reihe zu kriegen. Wir bleiben nach der Landung noch ruhig sitzen und schauen zu, wie sich die andern Passagiere die Beine in den Bauch stehen, bis sie endlich den Riesenvogel verlassen können. Das „Entleeren“ der Maschine dauert fast so lange wie das „Füllen“ ;-)!

André und ich finden uns im Flughafen in Sydney sofort wieder zurecht. Die Einreise nach Australien verläuft problemlos. Unsere im Internet beantragten Visen sind im australischen Zollsystem bereits registriert und durch die Strichcodes in den Pässen für den Zöllner sofort abrufbar. Very easy. Auch die Koffer haben die lange Reise überstanden und sind bei den ersten auf dem Laufband! Das nächste Ziel ist die Hertz Autovermietung. Genau wie die Flugtickets haben wir auch den Mietwagen im Internet gebucht und per Kreditkarte bezahlt. Das hat auch wunderbar geklappt. Nach dem Abschluss einer zusätzlichen Versicherung zur Verringerung des Selbstbehaltes nehmen wir den Autoschlüssel für unseren Toyota Corolla mit dem amtlichen Kennzeichen XLU790 entgegen.

Dann das grosse Staunen … es regnet in Strömen! So kennen wir die Hauptstadt von New South Wales aber nicht. Der Weg zum Parkhaus, wo das Auto auf uns wartet, ist zum Glück gedeckt und wir ziehen die Koffer fast trocken ans nächste Ziel. Wir inspizieren den Wagen auf Beulen oder Kratzer hin und notieren uns den aktuellen KM-Stand (4'655 km). André setzt sich hinter das Steuer und richtet sich ein, insbesondere dem Scheibenwischer schenkt er grosse Beachtung, denn der Regen, der niederprasselt, ist ungewöhnlich stark.

Nun kommt auch das Garmin GPS zum ersten Einsatz. Bestückt mit den Koordinaten und Informationen von Ostaustralien soll es uns - nebst dem herkömmlichen Kartenmaterial - den Weg weisen. André hat unser Tagesziel Katoomba in den Blue Mountains bereits programmiert und sobald das Gerät die Satelliten gefunden hat, lotst es uns auf den richtigen Highway. So kommen wir ohne Umweg nach Penrith, Springwood und Hazelbrook. Das Wetter ist wechselhaft; scheue Aufhellungen machen uns Hoffnung auf Besserung, doch kurz vor Wentworth Falls geht wieder ein heftiger Schauer nieder. Auf der ansteigenden Strasse kommen kleine Bäche runter und das Wasser wird immer bräunlicher. Der starke Regen und roadworks führen schliesslich zu einem Stau, der sich glücklicherweise bald wieder auflöst. Wir machen einen Abstecher zu den Wentworth Waterfalls, doch es giesst weiterhin aus Kübeln und eine geplante Wanderung muss verschoben werden. Wir beschliessen, weiter nach Leura zu fahren. Das Dorf lädt ein zum Kaffee trinken (der Cappuccino war mit einem Schaumherz kunstvoll verziert und auch der Service war sehr herzlich) und zum Einkaufen. Wir schlendern durch die vielen kleinen Läden und machten erstes Shopping (u. a. Deep Heat, Karten).

In Katoomba haben wir die Unterkunft für die ersten zwei Nächte vorreserviert (ebenfalls im Internet). Das Alpine Motor Inn (Best Western) bietet ein gutes, sauberes Zimmer und wir geniessen nach der langen Reise erstmal eine Dusche und dann ein kleines Apéro. Das hat bei uns ja schon Tradition und wir möchten es auch in diesen, für uns sehr speziellen Ferien nicht vermissen. Das Wetter wird nicht wirklich besser und so ist ein Nachtessen in einer Pizzeria ganz passend. Wir erinnern uns wieder an die australische Methode mit dem Bestellen am counter und das Essen wir dann serviert. Damit das Personal weiss, welcher Gast was bekommt, stellt man einfach eine Art Nummerschild (bekommt man am counter) auf den Tisch. André erklärt das System auch den etwas unbeholfen Schweizer Touristen am Nebentisch! Das Restaurant ist gut besetzt und das durchmischte Publikum von einheimischen und ausländischen Gästen sehr unterhaltsam. Wir fühlen uns wohl und die Pizza schmeckt prima. Zu einem italienischen Essen gehört ja bekanntlich ein Glas (oder auch eine Flasche) Wein. B.Y.O heisst hier die Lösung. In die gekennzeichneten Restaurants ohne entsprechende Lizenz bringen die Gäste den Wein oder andere alkoholische Getränke selber mit. Der nahe gelegene Weinhändler macht natürlich das Geschäft … wir entscheiden uns für einen Shiraz 2007 / Haselgrove Vincent’s Breeze aus dem McLaren Vale ($ 18.00).

Dankbar für die weitgehend gut verlaufene Reise, die sichere Landung und das alles geklappt hat, sind wir müde und früh ins Bett gekrochen. Der erste Tag in Australien war spannend, überraschend und schnell vorbei.

 

7. Februar 2010

Gut ausgeschlafen und von der Reise erholt starten wir den Sonntag. Das Frühstück (Kaffee, Toast, Müesli) wird mit Zeitung aufs Zimmer serviert. Wir lassen uns Zeit und geniessen das Zmorge, denn draussen ist das Wetter noch immer garstig. Gegen 10.00 Uhr wagen wir es doch raus, ausgerüstet mit unseren Barmah-Hüten (made in Australia) und den SZKB-Jacken, die schon bei unserer ersten Australienreise gute Dienste geleistet haben. Vor dem Haus treffen wir auf Ostschweizer. Nach einem kurzen Austausch verabschieden wir uns und fahren noch einmal Richtung Wentworth Falls. Es ist zwar noch immer neblig, doch die Niederschläge sind schwächer geworden und lassen eine Wanderung zu verschiedenen Lookouts zu (auch wenn nicht überall viel zu sehen ist). Doch der Ausflug hat sich sehr gelohnt. Die Wasserfälle führen Unmengen von Wasser. Wo sonst ein kleiner Rinnsal ist, stürzen jetzt stiebende Massen in die Tiefe.

Eigentlich haben wir hier eine grössere Wanderung geplant. Doch manche Wege sind überschwemmt und wegen Erdrutschen gesperrt. Wir wollen keine unnötige Gefahr eingehen und beschliessen, mit diesen Eindrücken nach Leura zu fahren. Dort geniessen wir einem der unzähligen Restaurants einen Kaffee.

Auf dem Cliff-Drive fahren wir - mit einem Foto-Stopp beim Honeymoon-Lookout–- weiter zum Echo Point.

Die metrologischen Verhältnisse sind nicht wirklich freundlich und die Three Sisters (eine bekannte dreiteilige Felsformation) bleiben im Nebel verborgen. Eine erste Anlaufstelle ist der Souvenirshop und wir kaufen einige Andenken. Danach entscheiden wir uns dennoch zum einem kurzen Abstieg auf den „Giant Stairs“. Mit unserem soliden Schuhwerk (Trekkingschuhe) kommen wir uns ziemlich exotisch vor. Auf der nassen und dementsprechend glitschigen Treppe begegnen wir einigen Flip-Flop-Touristen! Am Fuss der „ersten“ Sister entschliessen wir uns dann, nicht mehr weiter hinunterzusteigen, sondern noch ins Scenic World zu fahren. Das entpuppt sich als eine sehr touristische Anlage mit Parkhaus, riesigem Souvenirladen, Restaurants und mehreren Bahnen, die in die Schlucht hinunter fahren. Das ganze überzeugt uns nicht wirklich. Wir kehren ins Motel zurück und beschäftigen uns mit der weiteren Reiseplanung, lesen und relaxen (schliesslich haben wir ja Ferien!). Das Nachtessen geniessen wir im nahe gelegenen Restaurant Rosewood. Da sich das Lokal gemäss Kellner in einer Reorganisation befindet, ist lediglich ein einziger Wein (Shiraz/Cabernet) serviert per Glas verfügbar … wir geniessen das Essen und den etwas speziellen Wein.

 

8. Februar 2010

Nach einer eher unruhigen Nacht (Autolärm, Klimagerät) kommt unser Frühstück um Sieben aufs Zimmer. Wir packen wieder unsere Koffer und verstauen sie im Auto. Da sich das Wetter weiterhin stark bewölkt präsentiert, haben wir uns entschlossen nicht die Route über Lithgow zu nehmen, sondern über die M7 und dann die M11 ins Hunter Valley zu fahren. Unterwegs gibt’s einen Kaffeehalt in Kulnura. In der Umgebung von Cessnock habe ich noch zu Hause eine Unterkunft im Internet gefunden und die Adresse notiert. Nach etwas suchen finden wir das Hotel „The Sebel Kirkton Park“ in Pokolbin. Nicht nur der Name tönt edel, auch die Zufahrt, der Park und das Gebäude sind imposant. Wir fragen nach dem Preis und lassen uns ein Zimmer zeigen. Das Angebot passt und wir beschliessen eine Nacht hier zu bleiben. Da wir das Zimmer noch nicht beziehen können, machen wir eine Tour durch die unzähligen Weinberge des Hunter Valley und halten bei verschiedenen Gütern an. Wir besuchen Lindemans & Rosemount Wines, Brokenwood Wines und Hungerford Hill Wines.

Wir kosten einige Proben, machen Fotos und freuen uns mächtig, als das Wetter immer mehr aufhellt und die Sonne sich zeigt. So mögen wir es! Bei Lindemans kaufen wir einen Rotwein (Shiraz) und einen Sparklingwein in einem coolen Wine-Bag. Dieses Teil kommt dann zum Einsatz, wenn es heisst: B.Y.O!

Wir bekommen sogar ein noch besser gelegenes Zimmer mit Balkon und herrlicher Aussicht in den Garten.

Und genau diese Gartenanlage wollen wir noch genauer erkunden. Die Hotel- und Seminarräume sind verteilt auf verschiedene Gebäude in einem grossen Park. Die Rosenblüte ist mehrheitlich vergangen, doch die Beete sind gepflegt und überall sind Sitzbänke und kleine Wasserstellen zu finden. Die unzähligen Bäume, Palmen, Sträucher und Hecken bieten vielen verschiedenen Vogelarten ein Zuhause.

Trotz zum Teil starkem Wind machen wir es uns auf dem Balkon gemütlich, trinken unseren Apéro, lesen die lokale Zeitung, beobachten Vögel und schreiben Reisetagebuch. Zum Nachtessen im Hotel gibt’s für André ein Filet mit Polenta und für mich einen Fisch mit Spinat und Kürbis, begleitet wird das Essen von einem Lindemans Shiraz Bin 0603 (2006). Ein edler Tropfen, dessen Ursprung wir am Nachmittag besucht haben.

 

9. Februar 2010

Diese Nacht ist wesentlich ruhiger, bis der tiefe Schlaf am frühen Morgen durch intensives Vogelgezwitscher beendet wird. Ein erster Kaffee auf der Terrasse des Zimmers wirkt excellent und ein guter Start in den Tag ist garantiert. Das Frühstückbuffet im Wintergarten des Hotels lässt auch keine Wünsche offen. Nachdem die vielen Business-Damen und -Herren sich in die Seminarräume verzogen haben, ist es von der einen auf die andere Minute sehr ruhig und gemütlich. Im Garten picken die Hühner im Gras und wir schlemmen frische Spiegel- und Rühreier ;-) …!

Unsere Reise geht weiter über Cessnock, Singleton, Muswellbrook (getankt 45.45 L / AUD 59.00) nach Tamworth (Hauptstadt der australischen Country-Music).

Bei herrlich warmem und sonnigem Wetter machen wir einen Bummel durch die geschäftige Stadt und genehmigen uns ein erfrischendes Getränk in einem Strassenkaffee. Unser Tagesziel ist Armidale (auf 1000 m.ü.M, Hochebene New England) und dies erreichen wir nach einem Stopp in Uralla. Dort informieren wir uns noch in Tourist Office nach einer Unterkunft in Armidale. Der ältere Mitarbeiter (Pensionär) ist sehr hilfsbereit und gibt uns einige Tipps und Karten, doch betreffend einer Schlafstätte hat er wenig Ideen. Wir folgen unserem Instinkt und landen im Boutique Motel Armidale (einfaches, sauberes Zimmer und auch hier wieder sehr viele Vögel). Irgendwie merken wir bald, dass in diesem Ort nicht viel läuft und das bestätigt sich auch bei der Suche nach einem Lokal für das Nachtessen. Schliesslich landen wir beim Chinesen Hing Long, wohl das einzige Restaurant, das geöffnet ist … Das Essen ist gut und reichlich, der Service so, wie wir es mittlerweile kennen beim Chinesen ;-)!

 

10. Februar 2010

Heute haben uns das laute Schnattern von Gänsen und der Start eines Kleinflugzeuges des nahen Flughafens geweckt. Nach einem schnellen Kaffee verabschieden wir uns und setzen die Fahrt auf dem New England Hwy fort. In Guyra essen wir im „Café 627“ ein authentisches Frühstück. Zuerst sind wir die einzigen Gäste; der Wirt hantiert eifrig in der Küche und bringt uns feinen Toast, Eier, Schinken und Speck für André und natürlich eine Scheibe gegrillte Tomate. Dazu geniessen wir einen Mug voll Milchkaffee. Plötzlich tauchen eine ganze Horde Männer und Frauen in Arbeitskleider auf. Sie haben wohl Pause und decken sich mit Getränken und teils „währschaftem“ Znüni ein.

Gestärkt geht’s zurück auf den Highway. Die Fahrt führt über Glen Innes (Tankstopp) und Tenterfield Richtung Casino. Mit dem Abzweigen auf den Clarence Way verschlechtert sich der Strassenzustand gewaltig. Es gilt Schlaglöchern auszuweichen und auf den schmalen Abschnitten mit dem Gegenverkehr klar zu kommen. Zum Glück ist das Verkehrsaufkommen recht gering. Bei starken Niederschlägen werden diese Strassen oft überschwemmt. Am Strassenrand stehen deshalb immer wieder Messlatten, die bei Überflutung den Wasserstand anzeigen. So kann abgeschätzt werden, ob eine Durchfahrt möglich ist, oder allenfalls ein grösserer Umweg nötig wird. Wir haben Glück. Es ist zwar wechselhaft, aber mehrheitlich trocken. Über Bonalbo und Urbenville kommen wir nach Woodenbong und schliesslich nach Rathdowney.

Hier überqueren wir die Grenze von New South Wales nach Queensland. Die Fahrt ist abenteuerlich und führt teilweise durch ein Regenwaldgebiet. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch und die Vegetation üppig. Die einzelnen Bäume, Palmen, Sträucher etc. sind kaum zu erkennen, alles scheint ineinander verwachsen zu sein. Ein untrügliches Indiz dafür, dass wir uns langsam aber sicher der tropischen Zone des australischen Kontinents nähern. Langsam geht’s es tatsächlich zu und her. Denn die zu teil stark beschädigten Strassen werden repariert, was zu Baustellen führt … unerwartet, mitten im Regenwald. Nach kurzer Wartezeit macht der Bagger Platz und wir können passieren. In Rathdowney machen wir dann Pause und schlürfen auf der Terrasse eines General Store einen ice-coffee. Vor uns liegt noch die Strecke nach Beaudesert und das Ziel ist die Ortschaft Canungra.

Wir stellen uns diesen Ort etwas grösser vor, ist er doch der Ausgangspunkt zum Lamington National Park. Im Tourist Office erfahren wir, dass es genau drei Übernachtungsmöglichkeiten gibt: das Motel Canungra direkt an der Hauptstrasse, das Hotel Canungra mit Bar, Restaurant, Spielsalon etc. und ein B & B. Wir entscheiden uns, mal das B & B anzuschauen. Doch das gute Haus ist gar nicht leicht zu finden. Im zweiten Anlauf klappt es dann doch und wir landen beim B & B Baggs, ein Holzhaus mit Veranda am Waldrand gelegen.

Auf das Läuten hin öffnet ein älterer Herr mit Brille auf der Nase und einer weiteren Sehhilfe um den Hals gehängt die Tür. Wir fragen nach einem Zimmer für zwei Nächte und er bittet uns sofort herein. Wir dürfen alle Gästezimmer anschauen und entscheiden uns dann für ein Zimmer mit Himmelbett, eigenem Bad und Balkon. Der liebenswürdige Ray erzählt ausführlich von seiner Frau, die mit der Tochter zurzeit im winterlichen New York sei und er deshalb alles alleine besorge. So dürfen wir in der Gästelounge Platz nehmen und er macht noch unser Zimmer fertig. Die Lounge ist eine Mischung aus Bibliothek und Handtaschenmuseum, sehr unterhaltsam. Nach dem Zimmerbezug machen wir uns zu Fuss ins Hotel Canungra und trinken auf der Terrasse ein Bier unter vielen einheimischen Männern. Frauen sind nur ganz wenige zum Feierabendbier erschienen. Vor allem bei Arbeitern, Handwerkern und Farmern scheint es Tradition zu sein, sich am Abend im Hotel zu treffen und den Durst (oder auch mehr) zu löschen. Das „Hotel“ ist in den ländlichen Gebieten übrigens der einzige Ort, wo Bier oder andere alkoholische Getränke ausgeschenkt werden, ohne dass dazu Essen bestellt werden muss. Heute wird das Bier zudem von Bikini-Girls serviert!

Apropos Essen … nach der langen Fahrt haben wir auch Hunger und das Restaurant des Hotels macht einen guten Eindruck. Also nichts wie hinein, Getränke an der Bar kaufen und Essen am counter bestellen und gleich bezahlen. André’s Pizza „Meat Lovers“ kommt ziemlich rassig aus dem Ofen auf den Tisch. Meine Vegi-Lasagne hingegen geht irgendwie vergessen in der Küche. Auf Nachfragen von André bekomme ich dann auch noch etwas zwischen die Zähne und der Preis für die Lasagne wird uns sogar zurückbezahlt (das hat eine Folge, siehe 11. Februar 2010). Wir gönnen uns eine Flasche „Windham Estate Bin 555 / Shiraz“ und schlendern dann zurück zu Ray …hier geniessen wir noch ein Glas Portwein aus Ray's Gästebar.

 

11. Februar 2010

Der nahe Wald scheint die Heimat von vielen „Piepmatzern“ zu sein. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis uns das Gezwitscher am Morgen nicht weckt, aber es gibt Schlimmeres ;-)! Punkt halb Acht klopft es an der Tür und Ray rollt mit dem Servierboy das Frühstück heran: auf dem Balkon gibt’s auf dem sorgfältig gedeckten Tisch (mit Tischtuch und Stoffservietten) viele frische Früchte, Saft, Toast, Yoghurt und Müesli, einzig der Bodum-Kaffee vermag uns nicht zu begeistern.

Wenig später starten wir zur herausfordern Fahrt zum Lamington National Park. Die Strecke ist zwar nur 36 km lang, doch die Strasse ist sehr schmal und eine Kurve folgt der andern. Wir machen einen kurzen Halt bei einer Alpaca-Fram mit herrlicher Aussicht und fahren dann noch die letzten 10 km bis O’Reilly’s. Auf dem grossen Parkplatz stehen nur zwei oder drei Autos. Wir wechseln die Trekkingsandalen mit den festen Trekkingschuhen. Ich zog sogar noch feine Kniesocken unter den Wandersocken an. Mit gepacktem Rucksack inkl. Ersatzkleidern machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Restaurant und Shop des O’Reilly’s, doch dann zieht es uns Richtung „Border Track“. Zuerst wandern wir auf einem Holzsteg hoch über dem Boden durch den Wald. So lassen sich die Vegetation und auch die Vögel besonders gut beobachten. Der Wald bleibt so jedoch vor den Besuchern geschützt Doch unser wirkliches Tagesziel ist der Toolona Creek Circuit, ein 17.4 km langer Rundweg mit 360 Hm. Der schmale Wanderweg führt von Anfang an durch dichten Wald. Wir laufen ruhig und unsere Augen spähen intensiv nach Tieren. Plötzlich macht André ein Zeichen und deutet auf einen eifrig scharenden Vogel. Das huhnähnliche Vogelvieh lässt sich überhaupt nicht stören und durchsucht den Boden nach Würmern … en Guetä! Gewaltige Bäume säumen den Weg; wir machen viele Fotos und versuchen die Stimmung aus Ruhe und dennoch intensivem Gezwitscher auf einem Film festzuhalten. Plötzlich schreckt André eine Schlange auf; blitzschnell kommt das Tier in meine Richtung und verschwindet dann im Unterholz …! Schreck lass nach!

Wir hören bereits seit einiger Zeit in der Ferne das Rauschen des Baches und der Weg wird immer feuchter. Wohl die Folgen der heftigen Regenfälle der letzten Tage (gemäss Ray über 500 mm in 24 Stunden, eine gewaltige Menge!). Und mit der zunehmenden Feuchte kommen auch sie … die "leeches"! Die ekelhaften Blutegel sind nur wenige Millimeter lang, doch wenn sie mal angedockt haben, bringt man sie kaum mehr von den Schuhen oder den Socken weg. Der Anti-Insekten-Spray nützt kaum und das empfohlene Teebaumöl haben wir nicht dabei. So bleibt nichts anderes übrig, als alle paar Meter anzuhalten und uns gegenseitig von Plaggeistern zu befreien. Fast vergessen wir die einmaligen Wasserfälle zu bestaunen.

Normalerweise führen die Flüsse wenig oder gar kein Wasser und können daher problemlos überquert werden. An den meisten Stellen gelingt uns das ganz gut ... zwei, drei Sprünge von Stein zu Stein und schon sind wir am andern Ufer angelangt. Doch vereinzelt kommen wir an Flussstellen, wo das Wasser zu tief und die Steine rar oder dann vom Wasser überspült sind. So bleibt uns nichts anders übrig als die Schuhe und Socken auszuziehen und den Bach an einer geeigneten Stelle so zu durchwaten ... leider gelingt mir das nur teilweise und ich verliere auf dem glitschigen Grund das Gleichgewicht und teste die Wassertemperatur... zum Glück haben wir Ersatzkleider im Rucksack. Ab diesem Ereignis ziehen wir die Schuhe nicht mehr aus und wandern so durch das Nass!

Zurück auf dem "Border Track" gehts über den Toolano Lookout zurück Ausgangspunkt beim O'Reillys. Unterwegs versperren umgeknickte Bäume den Wanderpfad und wir müssen uns einen Weg durchs Gebüsch und Unterholz bahnen. Doch auch diese Herausforderung schaffen wir. Auf der ganzen Wanderung haben wir keine einzigen Leute angetroffen. Erst kurz vor dem Parkplatz treffen auf zwei Ranger des Nationalparkes. Sie fragen uns nach unserer Route und ob wir unterwegs etwas gesehen hätten ... natürlich haben wir einiges gesehen und erlebt!. Wir berichten von den grossen Wassermengen in den Bächen und den umgestürzten Bäumen. Das bedeute viel Arbeit für sie, meinen die beiden Ranger ...! Unsere Arbeit ist nun, endlich aus den nassen Schuhen und Socken zu kommen und langsam den Heimweg nach Canungra anzutreten. Das wohl verdiente Nachtessen nach über sechs Stunden Wanderzeit geniessen wir wiederum im Settler's Restaurant im Canungra Hotel, nachdem der Service gestern den Preis für die „verspätete“ Lasagne erlassen hat. Heute bestellen wir beide eine Pizza und trinken einen "Buckland Shiraz/Cabernet".

 

12. Februar 2010

Auch heute gibt sich Ray alle Mühe und zaubert wiederum ein köstliches Frühstück auf den Tisch unserer Terrasse. Wir verabschieden uns von Canungra und fahren in nur einer Stunde ohne Stau in die City von Brisbane. Dank GPS finden wir die Upper Eward Street 405 und somit unsere Unterkunft für die nächste Nacht. Im B&B Annie's Inn sind die Zimmer winzig, aber gemütlich; wir haben einen kostenlosen Parkplatz gleich hinter dem Haus und sind in wenigen Gehminuten im Zentrum von Brisbane. Was wollen wir mehr.

Der Kontrast könnte nicht grösser sein: gestern noch in der absoluten Wildnis und im Kampf gegen Blutegel und heute schon im Grossstadttschungel! Unser Weg führt vorbei an der Methodisten Kirche (ganz in rosa) zur City Hall (Fotos mit den Kängurus). Leider ist die City Hall und somit auch der Aussichtsturm geschlossen. Wir schlenderten durch die Fussgängerzone der Queenstreet und die Albertstreet vorbei an Hunderten von Läden bis zum Botanischen Garten. Wie auch in Sydney steht diese grüne Lunge allen Besuchern offen: Spaziergänger, Jogger, Touristen, Eltern mit Kindern, Fahrradfahrer ... ein friedliches Nebeneinander. Die vielen grossen Bäume und unzählige Sträucher spenden willkommenen Schatten, den mittlerweile ist es schön warm geworden. Über Holzstege entlang dem Fluss wandern wir durch Mangrovenwälder und lernen auf Infotafeln die wichtige Funktion dieser Bäume kennen. Dann überqueren wir den Fluss auf einer modernen Fussgängerbrücke und kommen ins Gebiet "Southbank". Auf einem kleinen Hügel entdecken wir einen Gecko. Der neugierige Kerl sonnt sich auf einem Ast und lässt sich auch durchs Fotografieren nicht beirren; so gelingen uns gute Fotos.

Das Wetter ist sonnig und gegen Mittag über 30 Grad warm. Wir schlendern entlang dem Fluss mit einem Blick auf die imposante Skyline von Brisbane.

Ein kühles Getränk und ein Besuch im stark herunter gekühlten Kunstshop des Culteral Center bringen eine angenehme Erfrischung. Über eine neue, zweite Fussgängerbrücke kommen wir wieder in die City und laufen richtig Riverside. Von dort öffnet sich ein schöner Blick auf die Story Bridge. Trotz heissen Temperaturen steigen wir noch ein paar Höhenmeter hinauf zur St. John's Cathederal, die eben renoviert wurde und in neuem Glanz erstrahlt. Danach haben wir uns ein kühles Bier in der Queenstreet verdient! Der Platz im Strassencafé bietet eine hervorragende und spannende Sicht auf das quirlige Treiben in der Fussgängerzone. Heute haben wir wieder einige Kilometer zu Fuss gemacht und so die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gesehen. Das Nachtessen im "Beijing House" ist fein und amüsant zu gleich. Die bunte Gästeschär und der noch lebende Seafood sorgen für einen abwechslungsreichen Abend (Wein: Penfolds / Shiraz). Nach dem Essen entdecken wir noch imposante Photosujets by night: das gigantische Riesenrad in den South Bank Parklands und das Casino, das in wechselnden Farben in Scheinwerferlicht erstahlt. Von der Victoria Bridge aus lassen sich die Nachtaufnahmen am besten machen.

 

13. Februar 2010

Die Nacht ist eher unruhig und so sind wir früh wach und auf. Auch bei Annie's gibt's Frühstück auf der Terrasse, allerdings ohne Aussicht. Wir verlassen Brisbane noch vor Acht Uhr und kommen dank der "grünen Welle" und wenig Verkehr (Samstag) schnell aus der Stadt heraus. Wir fahren direkt nach Noosa Heads, ein stylischer Ort am Meer mit vielen Läden und Restaurants und leider etwas durchzogenem Wetter. In der Ortschaft scheint einiges los zu sein, der Parkplatz ist voll und auch die Suche nach einer Unterkunft gestaltet sich nicht ganz einfach. Doch eine freundliche Angestellte des örtlichen Tourist-Office findet schliesslich ein doppelstöckiges Zimmer für uns im "Caribbean Noosa" ("perfect for couples"). Nach dem sich das Wetter wieder von der sonnigen Seite zeigt, machen wir uns zu Fuss auf den Weg Richtung Main Beach. Hier finden an diesem Wochenende Wettkämpfe der Lifeguards (Lebensretter) statt. Die Gruppen (z. T. in historischen Badeanzügen) und Einzelkämpfer messen sich in verschieden Disziplinen wie Schwimmen, Rennen am Strand und Rudern auf dem Board.

Wir schauen dem fröhlichen und sportlichen Treiben eine Weile zu und machen uns dann auf den Weg in den Noosa National Park. Der z. T. schmale Wanderweg führt uns zum Little Cove, ans Tea Tree Bay und an den Dolphin Point. Der Blick aufs Meer ist grandios und weit draussen entdecken wir einige Delphine. Der Rückweg durch den Wald erscheint im ersten Moment angenehm und wir hoffen darauf, Koalas zu sehen (der Reiseführer hat's auf jeden Fall versprochen!). Doch entweder hat es hier keine Beuteltiere oder sie verstecken sich vor uns, wofür es eigentlich keinen Grund gibt. Ohne einen Koala gesehen zu haben, kehren wir zum Infopoint des Noosa NP zurück und kaufen uns ein feines Glacé ... das erste in diesen Ferien.

Wir kehren zurück zum Main Beach und gehen auf ein kühles Getränk in den Surf Club (auch hier ist das Eintragen ins Gästebuch Pflicht). Die Aussicht auf den Strand, das Meer und den Betrieb rund um die Wettkämpfe ist herrlich und genau das, was wir brauchen! Das Lokal gefällt uns so gut, dass wir uns erkundigen, ob hier auch am Abend offen sei. Die positive Antwort freut uns und wir wissen, wo wir unser "Dinner" geniessen werden. Wir bummeln durch die Einkaufsstrasse von Noosa Heads und staunen über die vielen, teuren Boutiquen. Doch es gibt auch "normale" Läden und André kauft sich coole Billabong-Shorts und ich Flip-Flops. Wir kehren ins Motel zurück und erst jetzt realisiere ich, dass mich die frechen Steckmücken auf der heutigen Wanderung durch den NP voll verstochen haben. Mehrere Stiche an der fast selben Stelle führen zu Entzündungen und es juckt überall. Sehr ungemütlich.

Das Nachtessen im Surf Club wird wie erwartet zum Spass. Wir ergattern einen hohen Tisch mit Barhockern und haben so Blick aufs Meer und eine gute Übersicht auf das Treiben im Saal. Das Essen wird wie meistens am counter bestellt und bezahlt und dann später an den Tisch gebracht. Die Getränke werden an der Bar geordert und selbst an den Platz genommen. Das Restaurant ist voll und die Stimmung locker und laut. Ein Losverkäufer der Lebensretter versucht mir noch eine frische Seafood-Platte als möglicher Gewinn schmackhaft machen. Ich erkläre ihm, dass wir nur eine Nacht hier sind und ich die Krabben und Co. unmöglich mitnehmen könne. Zudem haben wir das Nachtessen bereits bestellt. Mit einem breiten Lachen zieht er zum nächsten Tisch. Nach dem Essen schlendern wir nochmals durch Noosa und setzen uns für einen Espresso in eines der vielen Strassencafés.

 

14. Februar 2010

Öise Tag in Australiä! Wir beginnen den Morgen mit "unserem Ritual" und einem Kaffee auf dem Zimmer. Zum Zmorgen (Toast, Eier, Speck etc.) spazieren wir nochmals ins Zentrum von Noosa Heads. Dann packen wir unsere sieben Sachen in unseren Toyota und fahren Richtung Hervey Bay. Der Sonntagsverkehr ist zum Teil recht stark und wir haben länger als geplant zum Terminal der Fähre. Doch wir haben genügend Zeit eingerechnet und erreichen den Hafen rechzeitig. Das Auto lassen wir auf einem bewachten Parkplatz, was nicht ganz günstig ist; doch sicher ist sicher. Bereits am Terminal können wir für's Hotel einchecken und unsere Koffer für den Transfer auf die Insel abgeben. Doch dann heisst es warten, denn der Bus, der uns zum effektiven, jedoch nicht geplanten Einstiegsort bringt, hat mindestens eine halbe Stunde Verspätung. So schlendern wir durch die kleine Hafenanlage und geniessen ein Bier auf der Terrasse des Restaurants. Das Wetter zeigt sich sonnig und sehr warm.

Der Bus bringt uns dann zusammen mit andern Touristen nach River Heads, wo die Fähre schon auf uns wartet. Die Überfahrt auf Fraser Island dauert ca. 40 Minuten und ist herrlich. Zwar liegen einige Wolken über der Insel, doch das bringt ein interessantes Farbenspiel zusammen mit dem Meer und den Sandstränden. Die Fähre legt gleich beim Kingfisher Bay an und nach einem kurzen Fussmarsch sind wir schon im Oekohotel. In der Hotelhalle bekommen wir einige Infos zur Anlage, doch im ersten Moment noch keine Antwort auf unsere Fragen zum gebuchten Ausflug am nächsten Tag. Wir gehen also zuerst auf unser Zimmer, das sehr grosszügig ist, ein schönes Bad und eine Terrasse mit Blick in den Regenwald hat. Unsere Koffer werden aufs Zimmer gebracht und wir können eine kühlende Dusche nehmen, dass vor allem meinen von Stichen geplanten Stellen hilft. Wir machen noch eine Runde durch das Hotel, den Shop und die Parkanlage und bekommen nun auch Infos zu unserer "Ranger Guides 4WS Tour / Beauty Spots". Das Restaurant "Seabelle" isf an diesem Abend leider schon ausgebucht und so essen wir uns im Restaurant "Maheno's" satt (kaltes und warmes Buffet mit einer recht grossen Auswahl); Wein: "The Bandit" Shiraz/Tempranillo WA.

 

15. Februar 2010

Der nächste Morgen beginnt wieder am Buffet des Maheno's. Freche Vögel besuchen die Frühstückstische und stehlen, was die Gäste zurücklassen. Um Viertel nach Acht treffen wir beim Shop auf die andern Touristen der "Beauty Spots"-Tour. Der Guide/Driver heisst Brad und begrüsst uns freundlich. Er gibt Tipps und rät uns, genügend Getränke und Insektenschutz mitnehmen. André springt noch einmal zurück ins Zimmer und holt unseren Spray gegen Tiere. Wir steigen ein und sitzen ganz hinten. Der Bus ist bis auf den letzten Platz gefühlt und die Klimaanlage läuft auf vollen Touren. Dann geht’s los: wir verlassen den Parkplatz und damit auch bald den geteerten Untergrund. Ab jetzt ist Sand angesagt und schon bei der ersten Steigung kommen der MAN-Bus und der Fahrer an die Grenzen. Mit aller Kraft schafft es das Fahrzeug auf die Anhöhe. Die Aufforderung "Fasten your sealtbelt" nimmt nun jeder/jede ernst, den es schaukelt und wackelt gewaltig.

Die grösste Sandinsel der Welt zeigt sich erstaunlich grün. Wir fahren durch dichte Wälder und sehen kaum etwas ausser Bäume, Sträucher und spezielle Gräser. Ein erster Stopp machen wir beim Süsswassersee "Lake Mc Kenzie". Das Wasser ist glasklar und bietet eine willkommene Abkühlung. Wir baden unsere Füsse und machen viele Fotos. Im Schatten beim Parkplatz hat Brad Kaffee, Tee und süsses Gebäck für uns bereit. Die Gruppe ist bunt gemischt: Familien mit Kindern, Backpacker-Reisende und auch ein einheimisches Ehepaar aus der Nähe von Newcastle. Die freundliche Frau leidet stark unter der Hitze, wohl auch weil sie einige Pfunde zu viel hat! Ihr Mann redet ihr gut zu und hält sie bei Laune. Die Fahrt geht weiter zur Central Station. Dort spazieren wir durch den Regenwald und Brad erklärt uns einiges über die Vegetation. Einige Bäume seien gegen dreitausend Jahre alt ... fast unvorstellbar. Am Mittag sind wir im Eurong Beach Resort angelangt. Die Siedlung mit Hotel, kleinen Ferienhäuser, Campingplatz und einem General Store sowie einer Tankstelle hat schon bessere Zeiten gesehen. Alles ist sehr touristisch und auch das Mittagessen in einem riesigen Speisesaal ist auf Massen ausgerichtet. Das Ehepaar aus Newcastle gesellt sich zu uns am Tisch und die gute Frau sitzt vor einem vollen Teller und lässt es sich schmecken. Doch wir sind ja wegen der Insel-Highlights hier ...

Mittlerweile hat die Temperatur die 30-Gradmarke wieder deutlich überschritten und die Fahrzeuge werden um mindestens 10 Grad heruntergekühlt. Von Oekologie ist hier also nicht viel zu spüren. Doch dann geht's weiter an den "75 Mile Beach". Der Strand ist sowohl Highway, Piste und Weg, doch Fussgänger sieht man hier kaum. Kein Wunder denn die Jeeps rasen mit bis zu 80 km/h auf dem festen Sand entlang dem Meer und die Kleinflugzeuge landen ebenfalls ohne Ankündigung am Strand. Die Fahrt ist eindrücklich. Wir machen Halt bei den "Pinnacles", einer imposanten Steinformation und beim "Maheno Shipwreck".

Das tiefblaue Meer würde eigentlich zum Baden einladen, doch davon wird allerseits abgeraten. Sowohl Haie wie auch der gemeine Jellyfish tummeln sich in den Gewässern vor Fraser Island. Aber wir bekommen dennoch eine angenehme Erfrischung: der Eli Creek bringt erfrischendes (immer 18 Grad warmes) Süsswasser aus den Hügeln der Insel an die Küste. Eine weitere Sehenswürdigkeit dieser fantastischen Insel. Hier haben wir genügend Zeit zum Fotografieren, Füsse baden und das Meer, wenn auch aus Distanz, zu geniessen.

Die Rückfahrt zum Ressort ist dann non-stopp und wieder sehr "bewegend". Der Fahrer ist gefordert, die Reisegruppe rechtzeitig über die ausgefahrenen Sandpisten zurück ins Kingfisher Ressort zu bringen, den einige müssen die Abend-Fähre aufs Festland noch erreichen. Wir haben noch eine Nacht auf der Insel! Nach einer kurzer Regeneration im Zimmer kaufen wir im Shop kurz vor Ladenschluss noch ein paar Karten und ein Kangaroo (aus Stoff ;-) !) ein.

Heute Abend haben wir nun einen Platz im eleganten Restaurant "Seabelle" reserviert. Der Service ist sehr freundlich und die Speisekarte exklusive, wie die Preise auch ...! Zu Fleisch und Fisch geniessen wir eine Flasche "Oomoo" aus dem McLaren Valley. Ausklang an der Hotelbar mit einem Espresso und einem Bundaberg (Rum /muss richtig ausgesprochen werden, damit der Barkeeper die Bestellung versteht!).

 

16. Februar 2010

Um 08.00 Uhr sollen die Koffer im Zimmer abgeholt werden; doch es dauert bis 08.30 Uhr bis der Portier kommt. Wir stärken uns am Frühstücksbuffet und kehren nochmals ins Zimmer zurück. Dann kaufen wir im Shop noch die T-Shirts, die wir gestern wegen Ladenschluss nicht mehr aussuchen konnten. Wir suchen noch nach einem kleinen Koala (auch aus Stoff!), doch es passt keiner.

Pünktlich um 10.30 h legt die Fähre ab. Wir sagen der Insel und dem noch sonnigen Wetter "tschüss". Mit dem Schiff steuern wird geradezu in eine schwarze Wetterfront und bald regnet es in Strömen. Es windet so stark, dass es sogar im Innern der Fähre ungemütlich nass wird. Nach 45 Minuten Fahrt legen wir in River Head an und es ist wieder trocken! Der Bus steht schon bereit und bringt nach Hervey Bay. Unsere Koffer sind auch schon eingetroffen und wir packen wieder alles in unseren Mietwagen. Kurz vor Zwölf geht unsere Reise weiter richtig Brisbane. Mit dem Besuch von Fraser Island haben wir den nördlichsten Punkt unserer Tour reicht, von jetzt an geht's wieder südwärts. Wir fahren auf dem Gateway Motorway. Das Wetter ist sonnig und das Thermometer beim Auto zeigt bis zu 35 Grad an. Ca. 50 Km vor Brisbane füllen wir den Tank und sehen schon, dass die Sonne sich wohl bald verabschieden wird. Vor uns baut sich eine rabenschwarze Wand auf und plötzlich sind wir mitten einem Unwetter. Starker Regen und orkanartiger Wind führen unweigerlich zu einem Stau. Wir fahren noch knapp 40 km/h, der Scheibenwischer droht zu bersten. In der Gegenrichtung liegt ein umgekippter Lastwagen auf der Fahrbahn, die Rettungsfahrzeuge versuchen sich einen Weg zur Unglücksstelle zu bahnen.

Die starken Regenfälle und die schlechte Sicht aber auch die Baustelle rund um eine neue Brücke des Gateway Motorway verursachen ein "stopp and go" über mehrere Kilometer. Wir brauchen mehr als eine Stunde um Brisbane hinter uns zu lassen. Dann wechseln wir auf den Pacific Highway und entschliessen uns in Mudgeeraba zu übernachten. Das Wallaby Motel ist zwar nicht so überzeugend, aber die Alternativen sind rar. Das Nachtessen (stuffed chickenbreast / king prawns with rice) im Wallaby Restaurant und der Wein (Konungra Hill / Shiraz Cabernet /2006) hingegen schmecken sehr gut. Im Fernseher erfahren wir, dass heute in der Gegend von Toowoomba Rekord hohe Niederschläge niedergegangen sind! Wir sind dankbar für eine trockene, wetterfeste Unterkunft.

 

17. Februar 2010

Das erste Frühstück (Kaffee und Corn Flakes) nehmen wir im Zimmer des Motels und verlassen dann bald Mudgeeraba. Schon auf dem Weg zum Highway fahren wir in einen Verkehrsstau. Doch dann geht’s vorwärts und wir kommen an den Küstenort Byron Bay. Unser erstes Ziel ist der Leuchtturm und damit der östlichste Punkt des australischen Festlandes.

Das Wetter zeigt sich recht freundlich und wir laufen bis zum Cape Byron. Das Meer ist wild und peitscht seine Wellen an die schroffen Klippen. Die Meerluft macht hungrig und wir kehren im quirligen Städtchen Byron Bay zum zweiten Frühstück ein. Das Restaurant "Balcony" (auf dem Balkon im 1. Stock) bietet einerseits einen spannenden Blick auf des Treiben in der Hauptstrasse des Ortes und zweites wird ein feines Zmorge (dicke Toastscheiben, Spiegeleier und Spinat sowie Café Latte) serviert.

Gestärkt machen wir uns auf die nächste Etappe. In Ballina, ebenfalls an der Küste, treffen wir auf ein eher bescheidenes Light House, doch die Strände sind wunderbar und kilometerlang. Die riesige Krabbe ist ein beliebtes Sujet und auch wir fotografieren das leicht vergilbte Wahrzeichen des Ortes. Dann fahren wir durch bis Yamba, obwohl es an der Küste noch einiges zu sehen gäbe, doch wir können leider nicht alles ansehen. Bei den South Heads herrscht eine lockere Stimmung bei schönstem Sommerwetter. Die vielen Surfer finden hier ideale Bedienungen. Auf einer Anhöhe entdecken wir wiederum einen Leuchtturm.

Schöne Steinformationen erinnern uns ein wenig an Kangaroo Island und die dortigen Felsen.

Wir entschliessen uns, heute noch bis Grafton zu fahren. Die Strasse führt z. T. entlang dem Clarence River und bei einer Brücke machen wir halt, weil sich dort ein Pelli (Pelikan) fotografieren lässt. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und grün. Die Gegend hatte in den vergangenen Tagen und Wochen z. T. grosse Niederschlagsmengen. Wir erreichen den Ort am späteren Nachmittag und bereits herrscht dichter Verkehr über die alte Brücke, die South Grafton mit dem nördlichen Stadtteil verbindet. Sie ist die einzige Überquerung des Clarence River und dementsprechend stark frequentiert. Die Sanierung bzw. ein Neubau ist derzeit ein heftig diskutiertes Projekt in Grafton.

Doch wir suchen nach einer Unterkunft. Wir möchten mal ein paar Tage an einem Ort bleiben und auch ein wenig relaxen. Im Crown Hotel / Motel scheint uns der richtige Platz dafür zu sein. Wir bekommen ein Zimmer mit eigenem Sitzplatz und Blick auf den Fluss und Susann Island. Wir richten uns ein und schlendern noch ein wenig durch die Stadt. Das Essen im Restaurant "Clock Tower" ist sehr fein. Das Hotel ist im letzten Jahr renoviert worden und hat dafür einen Preis erhalten.

 

18. Februar 2010

Das Wetter ist am Morgen sonnig, doch noch recht windig. Dennoch beginnen wir den Tag mit einem Frühstück auf der Terrasse des Crown Hotel. Danach erkunden wir die Stadt zu Fuss und können so unseren Bewegungsdrang ausleben. In den letzten Tagen sind wir doch oft im Auto gesessen und einige Kilometer gefahren. So tut es uns gut, gepflegte Parkanlagen, das halbverfallene Olympia-Schwimmbecken, die imposante Pferderennbahn oder das Gefängnis (wir haben es zuerst gar nicht als solches erkannt!) per pedes zu entdecken. Nebst vielen kleinen Läden (z. B. ein superschöner Buchladen) gibt's im 2008 eröffneten Grafton Shopping World alles, was man/frau braucht. Von Daniel erfahren wir unter anderem noch einiges über das letzte Hochwasser, das im Mai 2009 Grafton heimsuchte. Er zeigt uns ein Video, dass er aufgenommen hat. Darauf sind die Fluten des Clarence River zu sehen und die Boote, die nur noch knapp unter der Brücke durchfahren konnten.

Die müden Beine brauchen etwas Entspannung und da bietet sich uns kleiner Sitzplatz vor dem Zimmer und ein Glas Sparkling (Lindemans, Hunter Valley / Shiraz / 1999) geradezu an. Wir schreiben Karten an Verwandte und Freunde und lassen sie so ein bisschen an unserer tollen Reise durch Ostaustralien teilhaben ... ;-)! Da wir heute ganz aufs Auto verzichten, gehen wir ins Restaurant Riverside vom Crown Hotel. Die "Chicken Breast" und der "Baramundi" werden mit einer reichlichen Portion Chips und einem Salatberg serviert. Die herrliche Abendstimmung auf der Terrasse am Fluss und der "Penfolds Thomas Highland / Shiraz" runden diesen Ferientag ab.

 

19. Februar 2010

Heute sind die Temperaturen am Morgen etwas kühler und wir frühstücken drinnen. Danach starten wir zu einer Erkundungsfahrt über South Grafton Richtung Armidale. Kurz vor Coutts Crossing (besteht hauptsächlich aus Golfplatz) sehen wir die ersten wilden Kängurus am Strassenrand. Von der Ortschaft Nymboida haben wir eigentlich mehr erwartet, aber wahrscheinlich haben wir den Dorfkern und das Museum irgendwie verpasst. Wir verlassen die geteerten Strassen und fahren über die Naturstrasse "Glens Creek Road". Die Piste mit Schlaglöchern und Spurrinnen führt durch ein schönes Waldgebiet nach Glens Crossing. Wir folgen auf der "Old Glen Innes Road" zum Gwydir Highway und fahren dann bei Waterview Heights über die "Rogan Bridge", die nebst der Brücke in Grafton weit und breit die einzige Möglichkeit bietet den Clarence River zu überqueren. Doch auch dieser Übergang wird bei Hochwasser wohl kaum passierbar sein, denn er liegt nur wenig über dem Wasser und hat auch kein Geländer. In Junction Hill machen wir eine Kaffeepause und fahren dann zurück zum Hotel. Vor der Glastüre zum Sitzplatz schaut neugierig eine Ente ins Zimmer. Wir öffnen vorsichtig die Türe und entdecken im Rasen weitere Ducks friedlich beim Grasen.

Jetzt wollen wir diese alte "Bendy Brigde" mal noch zu Fuss überqueren. Auf der andern Seite der Brücke laufen wir am Ufer entlang und kommen zum Bowling Club. Wie wir auf das Gelände kommen, werden wir von einem älteren Herr mit Bluthochdruck (wir nennen ihn sofort Guido) freundlich angesprochen und eingeladen, ins Clublokal zu kommen. Dort könnten wir den Fluss, die Brücke und das gegenüberliegende Ufer besser fotografieren. Wir nehmen die Einladung dankend an und tragen uns im Gästebuch ein. Der Hund des Hauses lässt uns problemlos passieren. Wir setzen uns mit einem Bier an einen Tisch und schauen dem Bowlingspiel der Damen und Herren zu. Ein plötzlicher Platzregen unterbricht das Spiel und die Mitglieder suchen Schutz im Clubhaus, einige setzen sich zu uns an den Tisch und beginnen zu diskutieren. Auch hier kommt schnell das Hochwasser zur Sprache und Guido macht uns auf die verschiedenen Fotos an der Wand aufmerksam. Zudem bekommen wir noch Tipps, was es an der Küste noch zu entdecken gibt. Er empfiehlt uns, die Ortschaft Nambucca Heads zu besuchen.

Der Regen lässt langsam nach, die Spieler nehmen ihr Bowling wieder auf und wir verabschieden uns. Da es immer noch nieselt, beschliessen wir ins Hotel zurückzukehren. Kaum sind wir dort, hellt es schon wieder auf! Umso besser, denn so können wir es uns wieder draussen gemütlich machen und relaxen, so wie wir uns das für die Tage hier vorgestellt haben. Nach einem Apéro machen wir uns auf noch weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt zu entdecken. Die berühmten Jacaranda-Bäume blühen zwar im Oktober, doch die Strasse mit den Bäumen ist auch so sehenswert. In der Victoria Street steht das Roches Family Hotel, eines der ältesten Hotels im Ort und im Schaeffer House ist ein Museum für die Geschichte im Gebiet des Clarence River beheimatet.

Und auch das Nachtessen nehmen wir einem historischen Haus ein. Das Restaurant Valley Harvest ist im Gebäude einer ehemaligen Bank. Aus dieser Zeit steht noch ein alter Tresor im Speisesaal. Das Essen ist jedoch modern und schmeckt prima; ebenso der "Pepper Tree / Shiraz aus Potkolbin".

 

20. Februar 2010

Wir verlassen früh morgens Grafton nach drei Tagen und drei Nächten wieder Richtung Küste. Den ersten Halt machen wir in Coffs Harbour. Leider ist der Himmel noch immer Wolken verhangen und die riesigen Bananenplantagen sehen wir nur aus der Ferne. Umso gemütlicher ist das Frühstück bei Bruno Rossi und der gute Kaffee weckt die Lebensgeister. Der Süden verspricht besseres Wetter und so sind wir bald wieder auf dem Pacific Highway unterwegs. Wir haben ja von Guido den Tipp bekommen, bei Nambucca Heads einen Halt zu machen. Wir folgen der Idee und parken unseren Wagen beim sehr gepflegten Camping "White Albatross" gleich am Meer. Entlang der Küste gibt’s unzählige bunt bemalte und beschriftete Steine mit Botschaften, Grüssen und Andenken aus der ganzen Welt. Wir spazieren bis ans Ende dieses Weges und atmen die salzige Meerluft ein. Wir sind schon fast wieder zurück beim Parkplatz, da tauchen plötzlich Delphine auf. Eine ganze Gruppe tummelt sich unweit des Ufers und lässt sich gut beobachten. Welch ein Glück! Dieser Abstecher hat sich wirklich sehr gelohnt!

Das Wetter wird tatsächlich immer besser und wir fahren über Kempsey nach Port Macquarie. Das Meer und die Strände sind hier absolut herrlich! Das Leuchttürmli ist klein und fein und vor allem sehr gut auf den Klippen über dem Meer gelegen (wie es sich für einen Leuchtturm eben gehört). Wir lassen unsere Blicke schweifen und plötzlich tauchen auch hier Delphine auf! Juuuppiii ! Wir beschliessen, hier in Port Macquarie zu übernachten.

Dank dem GPS finden wir ganz in der Nähe des Strandes ein B&B. An der Anderson Street beim "B&B Anchors" werden wir herzlich empfangen und eines der beiden Zimmer ist noch frei. Es ist eine der schönsten Unterkünfte auf unserer bisherigen Reise. Alles ist sehr sauber und gepflegt, das Bad sehr elegant und für die Gäste steht ein Living-Room mit Küche, Reiseliteratur und Fernseher zur freien Verfügung. Von den Vermietern bekommen wir noch Tipps fürs Abendessen. Doch vorerst lockt das Meer. In weniger als 3 Minuten sind wir am Beach mit feinstem Sand. Trotz meterhohen Wellen wage auch ich mich ins Wasser und geniesse die Erfrischung. Richtig schwimmen können wir bei diesem Wellengang nicht, aber das Salzwasser tut dennoch gut. Wir wandern gemütlich dem Strand entlang, fast bis zum Leuchtturm, den wir vorher besucht haben. Es sind nur wenige Leute und einige Hunde am Strand.

Zwischendurch finden wir ein uns unbekanntes "Gschlüder" im Sand. Wir halten den Fund bildlich fest und hoffen, irgendwann herauszufinden, worum es sich hier handelt.

In der grossen Dusche mit zwei Brausen befreien wir uns vom Sand und Salz! Gutes Eincremen ist nach diesem Strandnachmittag wichtig und meine Stiche sind ja auch noch nicht ganz verheilt. Dann machen wir uns bereit für den Ausgang. Im ersten Restaurant haben wir leider kein Glück, denn dort feiert eine geschlossene Gesellschaft einen Geburtstag. Wir kehren zum B&B zurück um das Auto zu holen und treffen nochmals auf die Vermieter. Sie geben uns den Tipp ins nahegelegene Golfpark-Restaurant zu fahren. Da wir schon gute Erfahrungen mit Club-Restaurants gemacht haben, fahren wir in gut fünf Minuten dort hin. Nach dem obligaten Eintrag ins Gästebuch steht einem wohlverdienten Nachtessen nichts mehr im Wege (die Meerluft macht einfach noch hungriger). Ein Fensterplatz bietet Blick auf den Golfplatz, die letzten Spieler und einen baldigen Sonnenuntergang ... einfach Ferienstimmung (Wein: Jacob's Creek / Shiraz / 2007).

 

21. Februar 2010

Am frühen Morgen geht André (alleine) noch einen fantastischen Sonnenaufgang am Strand und beim Leuchtturm fotografieren und kehrt anschliessend mit eindrücklichen Bildern zum B & B zurück.

Im B&B Anchors machen wir unser Frühstück selbst. Die Gastgeber haben frischen Toast in verschiedensten Varianten bereitgelegt. Im Kühlschrank hat’s Konfi, Anke, Milch und Yoghurts. Ein feines Müesli mit frischen Früchten gibt Kraft für einen weiteren Tag in Australien. Mit den besten Wünschen für die Reise und einigen wertvollen Tipps verabschiedet sich der Hausherr von uns.

Nach einem Tankstopp bei Laurieton fahren wir auf den 487 Meter hoch gelegenen Lookout im Dooragan National Park (einer der wertvollen Tipps!). Die Anlage auf dem Hügel ist sehr gepflegt und sauber; wir sind die einzigen weit und breit. Ein starker Wind bläst uns um die Ohren und es ist recht frisch. Doch die Sicht auf die Küste mit den Sandstränden und das Meer ist phantastisch, einfach „excellent“!

Dank der etwas exponierten Lage blicken wir sowohl Richtung Süden, wo wir hingehen, als auch Richtung Norden, wo wir herkommen. Wir knipsen einige Photos und halten natürlich auch immer Ausschau nach Beuteltieren.

Auf der Fahrt nach Newcastle machen wir in Forster-Tuncurry einen Zwischenhalt. Auch hier hat es wunderbare Sandstrände und das Wetter inklusive Temperaturen machen voll mit.

Das bis anhin zuverlässige GPS soll uns nun in den Hafen von Newcastle bringen. Doch irgendwie klappt das heute gar nicht. Plötzlich gibt das Gerät an, den Highway zu verlassen. Wir gehorchen und finden uns alsbald in einer zwar sehr schönen Gegend, aber irgendwie stimmt die Richtung nicht mehr. Anstatt an die Küste zu gelangen, fahren wieder mehr ins Landesinnere. Schliesslich landen wir auf einer Schotterstrasse und kommen wieder zurück zum Highway. In einer halsbrecherischen Aktion schleusen wir uns wieder in den Autobahnverkehr ein … alles ganz legal! Wir beschliessen nach Karte und Gefühl zu fahren und finden so unser Ziel und zum Glück auch gleich einen Parkplatz … und das an einem sonnigen Sonntag an der Küste.

Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang entlang dem Meer. Vorbei an einem Badehaus, gut besuchten Sandstränden und vielen Einheimischen, die den Tag geniessen, laufen wir Richtung Leuchtturm. Wir beobachten Segler und unzählige Skysurfer, die die idealen Windverhältnisse ausnutzen. Dann wird ein grosser Tanker mit Hilfe von Schleppschiffen und einem Lotsenboot aus dem Hafen durch den Kanal ins offene Meer gebracht. Vor der Einfahrt und bis weit hinaus in den South Pacific Ocean warten x-Schiffe um in den Hafen von Newcastle, einem der grössten des Landes, einlaufen zu können.

Die Suche nach einer Unterkunft in der Stadt bringt keinen Erfolg, deshalb fahren wir noch ein Stück Richtung Süden und übernachten im einfachen Motel Gateshead. Dort bekommen wir dann auch ein wohlverdientes, kühles Bier. Heute waren die Temperaturen wieder deutlich über dreissig Grad und das macht durstig. Die Gäste sind auch hier wieder bunt gemischt. Am Nebentisch sitzt ein Mann mit zwei sehr lebendigen Hunden. Er hat ein grosses Durcheinander mit den Leinen der Vierbeiner und bittet mich schliesslich den Knoten zu lösen. Er schafft es nicht mit seinen eher klobigen Händen. Das Nachtessen in der Taverne des Motels ist nicht besonders gemütlich. Wir sind fast die einzigen Gäste und das Personal räumt nach und nach auf, schliesst die Bar und macht uns deutlich, dass es nichts mehr gibt. Gut, dann nehmen wir eben den Rest des Weines (Night Owl / Shiraz/CS/Merlot / 2009 / von Nightingale / www.nightingalewines.com.au) aufs Zimmer und lassen uns nicht stressen!

 

22. Februar 2010

Wie meistens in den Motels gibt’s auch hier kein Frühstück und so schlürfen wir einen Kaffee im Zimmer. Wir machen uns auf Richtung Sydney und freuen uns auf die Stadt. Unterwegs meldet sich dann aber bald der Hunger und wir verlassen den Highway um in Wyong zu z’mörgele. In einem gut besuchten Café geniesst André eine frisch zubereitete Wrap mit Fleisch und ich entschliesse mich für einen Riesengipfel, den die Dame von der Theke extra noch warm macht … es muss ja nicht immer gesund sein ;-)!

Bald erreichen wir Sydney und leider führt uns das GPS wieder nicht an die gewünschte Adresse in der Stadt. Wir haben vorgängig einige Unterkünfte herausgesucht und auf dem Navigationsgerät gespeichert, doch das Gerät packt es nicht und führt uns ziemlich falsch. Wir fahren zwei Mal über die Harbour Bridge, was eigentlich ganz schön ist, aber nicht unbedingt in unserer Richtig liegt. Nach einigem Hin und Her finden wir zum Y-Hotel. Wir bekommen ein Zimmer mit Bad für unsere letzten drei Nächte in Sydney zu einem guten Preis inkl. Frühstück. Das Hotel liegt sehr zentral, unweit des Hyde Parks. Da wir von hier aus alles zu Fuss erreichen können, bringen wir das Auto in ein nahegelegenes Parkhaus. Das ist zwar sehr teuer, aber eine andere Lösung gibt es kaum.

Nach dem Zimmerbezug gehen wir nach China Town und finden dort auch noch unseren Koala, der mit uns die lange Reise in die Schweiz antreten darf. Der Rundgang führt uns in bis anhin noch unbekannte Orte von Sydney und wir entdecken viel Neues bei bis zu 34 Grad Celsius! Auch die Besteigung des Leuchtturmes in Darling Harbour war für uns neu und beschert uns einen fantastischen Blick über die Skyline von Sydney.

Wir kehren für eine erfrischende Dusche ins Hotel zurück und machen uns dann erneut auf um im China-Restaurent Maigold zu essen. Auch hier sind viele „Einheimische“ am Essen und so erleben wir wiederum einen amüsanten Abend mit feinem China-Food und einer Flasche Chateau Tanunda / Shiraz.

Darling Harbour by Night ist immer wieder ein tolles Erlebnis und gefällt uns auch dieses Mal. André entdeckt viele Sujets und macht Photo um Photo … ich helfe ihm dabei, so gut es geht.

 

23. Februar 2010

In unserm Zimmer herrscht ein für uns ungewohntes Durcheinander. Doch nach drei Wochen auf Achse haben wir unsere Koffer und die Rucksäcke mal wieder geleert und uns auch von einigen Sachen (z. B. Kleider) getrennt. Zudem haben wir auf der Reise schon einige Souveniers und Mitbringsel gekauft, die nun im Gepäck Platz finden müssen. Eine Auslegeordnung ist also unumgänglich und das führt in dem eher kleinen Raum zu einem kleinen Chaos …

Doch wir wollen ja nicht den Tag im Hotel verbringen. Der Frühstücksraum ist so heruntergekühlt, dass wir frieren! Zudem herrscht eine unnötige Hektik am Buffet, dass alles bietet, was wir mögen: Toast, Kaffee, Müesli und Saft. Wir lassen uns von dem Treiben um uns herum nicht beeindrucken und essen uns warm …

Unser erstes Ziel heute ist die ANZAC-Brücke.

Von dort aus ist es dann nicht mehr weit zum Fischmarkt. Die morgendliche Hektik mit den Händlern auf dem Markt ist schon vorbei und wir können die Auslage in aller Ruhe bestaunen. Einige Meeresgetiere sind noch lebend, doch ihr Handlungsspielraum ist mit Gummibändern stark eingeschränkt. Für ein Fisch-Essen ist es eindeutig noch zu früh und so geniessen wir einen starken Espresso.

Von den Fischen auf Eis geht’s nun zu den lebenden Meeresbewohnern. Wir laufen zum Darling Harbour und kaufen uns dort ein Kombi-Eintrittsticket für das Sydney Aquarium und das Wildlife World. Im Aquarium schwimmen die Haie und Rochen über unsere Köpfe hinweg. Die Tiere sind zum Anfassen nahe und können in voller Grösse bestaunt und beobachtet werden. Eine ganz besondere Spezies ist der Dugong (Gabelschwanzseekuh).

In freier Natur leben sie an der australischen Ostküste und sind leider vom Aussterben bedroht. Ebenfalls an der Ostküste ist das 2400 km lange Great Barrier Reef. Hier im Aquarium von Sydney ist eine ganze Abteilung diesem Unesco Weltnaturerbe gewidmet und wir bekommen auch ohne Tauch- oder Schnorchelgang wertvolle Informationen zu diesem Naturparadies.

Im Wildlife World begegnen wir dann einer grossen Zahl von einheimischen Tieren. Bei den Spinnen und Co. gehe ich etwas schneller vorbei … obwohl die Tiere faszinierend sind. Die Koalas sitzen verpennt in den Bäumen und lassen sich ungeniert ablichten. Der einzige Wombat hingegen hat sich in seiner Höhle verkrochen und ist nur durch eine getönte Scheibe zu beobachten. Der Kerl hat doch recht … draussen ist es über 28 Grad warm und sein Zuhause ist angenehm kühl. Ein weiteres Highlight ist die Halle mit den Sommervögeln. Die bunten Insekten haben es auf einen kleinen Jungen mit rotem T-Shirt abgesehen. Der Bub fürchtet sich aber so vor den farbenprächtigen Tieren und seine Mutter kann ihn kaum beruhigen. Er ist erst erlöst, als die beiden den Raum verlassen.

Auch wir haben genug Tiere gesehen und machen uns auf den Weg zurück zum Hotel. Wir relaxen, lesen und schreiben noch Karten mit Feriengrüssen. Später spazieren wir gemütlich durch den Hyde Park, dann entlang der Macquarie Street zum Circular Quay. Dort hat ein grosses Kreuzfahrtschiff angelegt. Das majestätische Schiff zieht viele Leute an und auch die zahlreichen Passagiere bevölkern The Rocks. Wir entschliessen uns schnell und bekommen so auch ohne Reservation einen Tisch im Garten beim „Italiener Caminetto“. Die Pizzen und der Wein sind fein und das Publikum wiederum unterhaltsam. Nach einem gemütlichen Ausklang mit einem Bier im Circular Quay kehren wir müde ins Hotel zurück. Heute haben wir doch wieder einige Kilometer in der Stadt zurückgelegt.

 

24. Februar 2010

Mit einer Jogging-Runde starten wir den Tag! Um 7.00 Uhr brechen wir im Hotel auf und joggen locker durch den Hyde Park. Die Runde führt Richtung Botanischer Garten vorbei am Schwimmbad Carlton Pool zum Mrs. Macquarie’s Chair bis zum Opera House und dann wieder durch den Botanischen Garten und den Hyde Park zurück zum Hotel. Das GPS zeichnet unser Training auf: 7.4 km in 51 Minuten inkl. Fotostopps und einigen Freiübungen.

Das wohlverdiente Frühstück läuft wieder ab wie am Vortag oder vielleicht noch etwas chaotischer? Wir packen unser Tagesgepäck und laufen via Victoria Building (inkl. Kaffeetrinken und Lädele) zum Circular Quay. Dort nehmen wir die 12.00-Uhr-Fähre nach Manly. Pünktlich verlassen wir die City und steuern in den Port Jackson. Auf der Höhe des Middle Head und des South Head kommt hoher Wellengang auf, denn das offene Meer kommt näher. Die Passagiere werden aufgefordert, auf den Sitzplätzen zu bleiben. Das Schwanken ist zum Glück von kurzer Dauer und nach einer halben Stunde haben wir Manly erreicht.

Wir treffen Ruth wie das letzte Mal gleich im Restaurant bei der Fährstation. Heute ist auch Sigi mitgekommen und das Wiedersehen ist herzlich. Wir setzen uns an einen Tisch und beginnen gleich zu berichten und erzählen. Sigi verabschiedet sich, weil er mit einem Freund verabredet ist. Zusammen mit Ruth lassen wir uns einen Lunch im Bavarian Bier Café Manly schmecken. Sie lädt uns dann noch zum Kaffee nach Hause ein. Wir sollen unbedingt ihre Wohnung sehen. So machen wir uns zu Dritt auf und fahren mit dem Bus zu Ruth und Sigi’s Wohnung. Nach zwanzig Minuten Fahrt erreichen wir das Zuhause von den beiden. Dort ist bereits Walter Ammann (Cousin von Simon Ammann) eingetroffen. Er lebt das halbe Jahr in Jindabyne (Snowy Mountains) und die andere Jahreshälfte in Vale (USA). Seine Berufung ist die Musik und so geht’s nicht lange, bis Walter und Sigi die Handorgeln bzw. das Zuger Örgeli auspacken und das erste Lied anstimmen. Ruth macht Kaffee und keine zehn Minuten später bringt eine Nachbarin eine Platte mit frisch gebackenem Kuchen. So kommen wir in den Genuss eines gemütlichen Ländernachmittags im sonnigen Australien.

Die Zeit vergeht im Nu und bald nehmen wir den Bus zurück nach Manly und von dort die Fähre nach Sydney. Wir schlendern nochmals durch CBD (Center Business District) und kaufen noch drei T-Shirts und eine edle Handtasche (armes Känguru …).

Unseren letzten Abend in der Stadt wollen wir auch wieder traditionell verbringen. Wir kaufen uns Käse und Crackers … im Hotel haben wir uns noch eine Flasche Lindemans / 1999 / BIN 9825 / Shiraz / Steven Vinegard aufgespart. Alles was wir brauchen … ;-)!

 

25. Februar 2010

Der letzte Tag in Australien ;-( Wir sind beide traurig! Über das Frühstück im Hotel gibt es nicht viel Neues zu berichten. Danach packen wir unsere Koffer und die Rücksäcke und lassen das Gepäck im Hotel aufbewahren.

Die Zeit bis zum Abflug wollen wir noch zum Relaxen und Abschied nehmen nutzen. Wir gehen durch den Hyde Park und lassen ein paar Trekkingschuhe zurück … danach gehen wir zur St. Mary’s Cathedral und schauen uns den imposanten Sakralbau auch mal von Innen an. Durch verkehrsreiche Strassenzüge kommen wir schliesslich zum Woolloomooloo Bay. Das Viertel im Osten von The Domain kennen wir noch nicht und wir sind ja offen für Neues … Wir verweilen beim Hotel Blue und trinken einen starken Espresso.

Dann gehen nochmals Richtung Opernhaus und botanischen Garten. Das Wetter spielt mit und wir machen es uns auf dem Rasen gemütlich, knappern die letzten Crackers und schauen den Flughunden zu. Die eigentlich nachtaktiven Tiere hängen kopfüber an den Bäumen und scheinen zu schlafen. Doch die Schlafplätze sind rar und so kommt es immer wieder zu Rangeleien. Wir beobachten das Treiben eine zeitlang und gehen dann noch ins Visitor’s Center, das mehr ein Souvenirladen ist, jedoch mit hochwertigen Stücken und vor allem viel Literatur über Fauna und Flora. Doch unsere Koffer sind gepackt und verschlossen, da geht nichts mehr rein!

Wir entdecken uns noch unbekannte Teile dieses riesigen Botanischen Gartens und landen so noch bei den Kakteen. Die Gewächse stammen aus aller Welt und gedeihen prächtig unter der australischen Sonne. Die haben’s gut und können bleiben … wir hingegen müssen uns langsam aber sicher verabschieden. Auf dem Weg zurück zum Hotel nimmt André noch das eindringliche Geräusch der Lichtsignalanlage mit der Kamera auf. Immer wenn die Ampel für die Fussgänger auf grün schaltet, ertönt ein Piepton der edlen Sorte, der muss einfach festgehalten werden!

Zurück im Hotel ordnen wir unser Gepäck und André holt das Auto im Parking. Die Gebühr für die drei Tage ist happig, aber es gibt keine Alternativen; das nutzen die Parkhausbetreiber natürlich aus. Die Fahrt zum Flughafen nimmt wieder einige Zeit in Anspruch. Es geht nur im Schritttempo vorwärts und Baustellen gehören auch hier zum Alltag. Doch wir sind rechtzeitig im Flughafen, geben unseren Mietwagen mit rund 3'500 Km mehr bei Hertz zurück und begeben uns zum Check-In.

Hier in Sydney ist der Einstieg in den A 380 besser organisiert und bald heben wir ab Richtung Dubai. Der Flug scheint endlos und ich kann kaum stillsitzen. Endlich in Dubai heisst es wieder warten. Wir trinken bei Starbucks einen Kaffee und schlendern durch die unzähligen Duty-Free-Shops des Flughafens. Wiederum herrscht hier ein nervöses Treiben und es gibt kaum eine ruhige Ecke. Die letzten sieben Flugstunden bringen uns dann nach Zürich. Dort werden wir von Elvira herzlich empfangen und im Jeep nach Hause gebracht. Es weht ein heftiger Föhnsturm zur Begrüssung … doch ich bevorzug eine Meeresbrise …. !

Auf ein nächstes Mal !

Die Gold-Akazie (Acacia pycnantha) ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Mimosengewächse (Mimosoideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie ist das Nationale Blumensymbol Australiens und im Wappen abgebildet.

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