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6.3.2017 - Schafmatt

Schafmatt (fast) / Entlebucher Biosphärenreservat

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Pfingsten 2017 glänzt punkto Wetter nur am Samstag. So fahren wir früh, sehr früh, los Richtung Entlebuch. Oberhalb von Schüpfheim liegt Finishütte auf 1'251 m.ü.M. Dort parken wir bei der kleinen Kirche und scheinen die einzigen zu sein in dieser herrlichen Landschaft.

Der Wanderweg führt hinauf zum Hof Unterbargelen. Der Hund begrüsst uns überschwänglich und zum Glück friedlich. Nach einem kurzen Schwatz mit der Bauernfamilie geht’s weiter Richtung Baumgarte. Unterwegs treffen wir auf einen Wildhüter, der in den steilen Flanken der Anggelauenenflue die Gemsen zählt. Hoffentlich verzählt er sich nicht ....

Nun steigt der Pfad steil an und führt über feuchte Wiesen. Die nächtlichen Gewitter der letzten Tage haben viel Feuchtigkeit hinterlassen, was einem scheuen Bergmolch sichtlich gefällt.

Schon von unten haben wir eine Schafherde in den steilen Wiesen entdeckt. Als wir uns den Tieren näheren, schlägt plötzlich ein Herdenschutzhund an und bellt sich fast heiser. Wir wissen, dass wir ihn nicht beachten sollen, denn er ist einzig darauf abgerichtet, die Schafe vor dem Wolf (und vielleicht auch bald dem Bären?!) zu beschützen. Er treibt die Tiere gekonnt weiter weg und hält uns dabei stets im Blick.

Der Aufstieg zur Schafmatt ist zunehmend weglos, doch noch immer gut markiert. Im Bachbett, das als Weg dient, rollen uns die Steine unter den Füssen weg.

Über uns ziehen immer mehr Wolken auf. Kommen die angekündigten Gewitter früher als gedacht? Der schmale Pfad ist steil und sehr nass. Die Fixseile geben wohl etwas Halt, doch es wird zunehmend glitschig. Da wir denselben Weg auch wieder hinabsteigen müssen, entschliessen wir uns zur Umkehr.

Wir sind uns einig, dass es heute zu riskant ist, auf den Grat zu steigen. So geniessen wir die herrliche Natur im Entlebucher Biosphärenreservat mit einer Wanderung im Gebiet Unterbrand und Ober Brand.

Bei einer kurzen Rast entdecken wir plötzlich eine Gemse. Das Tier grast in einer der prächtigen Magerwiesen und nimmt kaum Notiz von uns. Es wird wohl auch der Zählung an der gegenüberliegen Talseite entgehen ...

Eine gepflegte Waldhütte mit Tisch und Bank läd dazu ein, uns mit Brot, Käse und Wurst zu stärken. Die Wolken kumulieren zunehmend stärker und verdecken die Sonne immer wieder.

Der Weg zurück zur Finishütte führt über das schmale Fahrsträsschen vorbei an farbenprächtigen Blumenwiesen.

Zuhause bringen wir den Sitzplatz wieder auf Vordermann und geniessen später einen feinen Barramundi! Da kommen doch schöne Erinnerung an die Westaustralien-Ferien im August / September 2015 auf. Der Fisch ist zwar nicht ganz so gross wie in Geraldton am 16.9.2015, doch genau so lecker!

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