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25.9.2016 - Ortstock

Indian summer

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Bei der Talstation der Luftseilbahn Sahli-Glattalp warten schon einige Personen. Die erste Bahn transportiert uns noch vor acht Uhr auf 1'877 m.ü.M. Hier oben ist es nur knapp über null Grad und der Boden ist teilweise leicht gefroren.

Das Wasser des Bergsees ist noch glatt (nomen est omen) und der Chli Chilchberg und der Gross Chilchberg spiegeln sich traumhaft schön. Wir wandern entlang des Gewässers und queren dann beim Seeboden den Zufluss.

Der Weg erläuft nun meistens parallel zum Glattalpseebach und wir immer steiler. Bereits zeigen sich die Gipfel des Höch Turm und des Ortstocks. Wir kommen in die Flanke der Furggele und Steine rutschen unter den Füssen weg. Zwei Schritte vorwärts und ein Schritt rückwärts ... doch schliesslich erreichen wir die Furggele auf 2'394 m.ü.M.

Schon von hier haben wir einen herrlichen Blick auf den Glattalpsee, auf Braunwald und wiederum auf hunderte von fernen und nahen Gipfel.

Nach kurzer Rast nehmen wir das letzte Wegstück zum Ortstock in Angriff. Der Untergrund ist weniger rutschig und wir kommen gut voran. Einzig bei einer Kletterei über eine kleine Felswand ist etwas Kraft und Geschicklichkeit gefragt.

Auf dem Gipfel (2'717 m.ü.M) sind anfangs noch wenig Leute zugegen. Wir geniessen die Ruhe und die atemberaubende 360-Grad-Aussicht. Wir blicken in die Ferne und in die Tiefe des Glarnerlands. Die Temperaturen sind trotz Wind recht warm und der Himmel noch fast wolkenlos. Ein feines Picknick darf an einem solchen perfekten Herbstwandertag natürlich nicht fehlen.

Nachdem immer mehr Wanderer den Berg erklimmen, machen wir uns für den Abstieg bereit. Unterwegs begegnen wir Bekannten und tauschen uns kurz aus. Dann geht’s weiter steil bergab. Wir finden heraus, dass es fast einfacher sich, sehr direkt im lockeren Gestein abzusteigen anstatt dem Weg zu folgen. So kommen recht schnell wieder in die Ebene der Glattalp.

Wir bewundern die faszinierenden Karrenfelder und die noch blühende Alpenflora.

Da es noch immer viele Ausflügler in die Höhe zieht, fährt die Luftseilbahn regelmässig und so müssen wir nicht lange warten.

Der goldene Herbst hat uns wieder eine herrliche und erholsame Bergtour beschert! 

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