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3. - 9.9.2016 - Zurück über 4 weitere Länder

Königliche Gefilde und Pärke

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03.09.2016 Königlich – „Paleis Het Loo“

Gemäss unserer Buchung verlassen wir das Campinggelände vor sieben Uhr und sind schnell wieder auf der Autobahn. Der App „Pocket Earth“ hilft uns einmal mehr bei der Routenwahl und dient auch als Navigationsgerät. Nach einem Kaffeestopp auf einer Raststätte verlassen wir Deutschland und überqueren die Grenze nach Holland.

Unser erstes Ziel heisst „Paleis Het Loo“ westlich von Apeldoorn. Das Schloss wurde 1686 von König-Statthalter Willem III. und seiner Frau Mary Stuart als Sommerresidenz gebaut. Ausstellungen im Anwesen zeigen die Geschichte des Hauses Oranien-Naussau und viele Gemächer und die Stallungen können besichtigt werden.

Ebenso beeindruckend wie das Schloss sind die fürstlichen Gärten und der Park. Auf mehreren Ebenen blühen verschiedenste Blumen in symmetrisch angelegten Beeten. Dazwischen plätschern Wasserspiele und zwei Weltkugeln zieren die Brunnen. Die Anlage wurde von ein paar Jahren erneuert. Dabei wurden 27 Kilometer Box plants gepflanzt. In Kübeln und Töpfen gedeihen exotische Pflanzen, darunter auch Zitrusfrüchte.

Ein weiterer Genuss für Augen und Sinne ist der Schlosspark. Hier scheinen wir die einzigen Besucher zu sein. Wir schlendern entlang der künstlich angelegten Seen und lassen uns beim Teehaus nieder. Hier gedeihen seltene Fuchsia und dienen den fleissigen Bienen als Nahrungsquelle.

Der Rückweg führt nochmals die prächtige Gartenanlage. Zu erwähnen ist noch, dass sich die Sonne immer mehr durchsetzt und wir alles bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen erleben.

Wir verabschieden uns von der königlichen Residenz und halten Kurs auf Rotterdam. Anfangs kommen wir ganz gut voran. Doch dann gibt’s bei jedem Autobahnkreuz in Utrecht Stau. Zudem führen Umleitungen zu weiteren Verkehrsbehinderungen. Doch wir finden unseren Weg und landen schliesslich südlich von Gouda bei Bergambacht.

Der Campingplatz „De Nes“ liegt hinter dem Deich der Lek. Wir machen einen kurzen Spaziergang auf dem Deich, lassen uns von der Campingbetreiberin über die Umgebung informieren, schreiben Blog und planen die zweite Urlaubswoche. Ganz gemütlich.

04.09.2016 – An der belgischen Nordseeküste / am windigen Strand

In der Nacht regnet es zum Teil heftig und auch der Sonntagmorgen ist stark bedeckt. Nach dem Frühstück verlassen wir Bergambacht Richtung Krimpen a/d Lek und setzen mit der Autofähre ans andere Ufer über.

Leider bleibt das Wetter verhangen und beim Unesco Weltkulturerbe Kinderdijk (historische Windmühlen) giesst es aus Kübeln. So verlassen wir der Ort bald wieder Richtung Knokke-Heist an der belgischen Nordseeküste.

Der Küstenort ist ein beliebtes Seebad und ein Treffpunkt der belgischen „Upperclass“. Wir amüsieren uns über das spezielle Publikum und schlendern durch das mit Nobelläden gesäumte Einkaufsviertel. Am Strand weht ein heftiger Wind und wirbelt die Frisuren der Ladies und deren Hündchen durch. Die See ist aufgewühlt und die Wolken hängen tief.

Am Nachmittag treffen wir auf dem Camping Memling in Sint-Kruis, ein Vorort von Brügge ein. Das Self Check-in funktioniert einwandfrei bis zur Bezahlung. Dann streikt das System. Ein junger Angestellter kommt sofort zu uns und erklärt, dass das Gerät trotz „Reset“ nicht läuft. So bezahlen wir an der Reception und erhalten gleichzeitig wertvolle Infos zur Stadt Brugge.

Ein kostenloses WLAN ermöglicht die Aktualisierung unseres Blogs und die Planung der Weiterreise.

05.09.2016 – „Mer send met em Velo do!“ Brügge und weiter nach Namur

Nach ca. drei Kilometer erreichen wir eines der Stadttore von Brügge. Die Stadt ist bestens mit dem Fahrrad zu erkunden. Zu sehen gibt es viel: Windmühlen, Gassen mit gepflegten Häusern, die Burg und das Rathaus, Einkaufsstrassen, verschiedene Kirchen und Kanäle. Beim Markt geniessen wir einen feinen Kaffee und haben einen guten Blick auf das emsige Treiben.

Auf dem Rückweg müssen wir beim Kuispoort kurz warten, den die Brücke wird für eine Schiffsdurchfahrt hochgezogen. Unterwegs erledigen wir noch ein paar Einkäufe und kommen dann gegen Mittag zum Campingplatz zurück.

Die belgischen Strassen sind teilweise echte Rumpelpisten. So holpern wir 170 Kilometer nach Namur. Unser Übernachtungsplatz liegt ca. 9 Kilometer von der Stadt entfernt an einem Hügel. Dann machen wir die Räder wieder startklar und fahren dem Kanal entlang in die quirlige Stadt. Hier treffen wir auf wenig scheue Enten, die den ganzen Radweg für sich in Anspruch nehmen und neugierige Kormorane, die auf den Kandelabern hocken.

In den Gassen reiht sich ein Laden an den andern und es herrscht ein hektisches Treiben.

Wir möchten die Zitadelle besuchen, was sich als kleine Herausforderung entpuppt. Zuerst müssen wir als Fahrradfahrer eine vierspurige Strasse überqueren, dann eine Baustelle passieren und dann geht es mächtig bergauf. Das die Strasse mit Pflastersteinen belegt ist, macht die Sache nicht einfacher, aber spannend.

Oben angekommen, geniessen wir dann zuerst die Aussicht, dann einen prächtigen Garten mit Rosen und Kräutern und schliesslich ein wohlverdientes belgisches Bier.

Ein letzter sehr steiler Aufstieg führt zurück zum Camping „les Trieux“. Heute haben wir uns eine feine Portion Pasta mit scharfer Sauce verdient.

06.09.2016 – Wandern ist des Müllers Lust

Wir brechen rechtzeitig auf und verlassen Namur Richtung Luxemburg. Mit einem Tankstopp erreichen wir Echternach noch vor dem Mittag und können uns auf einem Camping in Rosport an der Saure niederlassen. Der Platz ist sehr gepflegt und der Empfang an der Reception freundlich. Der Angestellte schenkt uns sogar eine Wanderkarte.

Somit steht einer schönen Wanderung in der Region Müllerthal, auch die kleine luxemburgische Schweiz genannt, nichts im Wege. Der Pfad führt zuerst durchs Dorf, dann über Felder, durch Wälder und vor allem vorbei an imposanten Sandsteinfelsen und Formationen. Wir geniessen die Natur und die Stille. An dieser Stelle ist noch zu erwähnen, dass wir auf der ganzen Wanderung kaum Menschen begegnen und sonnige und warme Witterung herrscht.

Die Tour endet in Echternach, wo wir uns ein einheimisches Bier bestellen. Danach fahren wir mit dem Bus zurück nach Rosport und lassen den sonnigen Abend mit einem feinen Essen und einem Glas Wein ausklingen.

07.09.2016 – Im Elsass

Nach dem Frühstück verlassen wir Echternach Richtung Elsass. Die Fahrt durch Frankreich verläuft reibungslos und wir nur durch einen Kaffeehalt unterbrochen.

Nach dem Mittag treffen wir in Colmar ein und möchten auf dem Camping „De L’Ill“ einchecken. Mit uns warten viele andere Gäste auf die Angestellte. Diese will uns aber erst ab 15:00 Uhr bedienen. So gehen wir in ein nahes Shoppingcenter, erledigen unsere Einkäufe und trinken etwas Kühles.

Wir kommen mit einem dänischen Paar in Kontakt, dass zwar einen Platz hat, der aber für ihr Gefährt zu klein ist. So bekommen wir ihren Standplatz und setzen uns dafür ein, dass sie einen passenden Platz erhalten. Schliesslich ist allen gedient und wir installieren uns am Ufer der L’Ill.

Nun ist ein Besuch in Colmar angesagt. Wir erreichen das Stadtzentrum zu Fuss. Zuerst schlendern wir durch die gut besuchten Gassen und danach kaufen wir uns Eintrittskarten für das Museum Unterlinden. Hier werden nebst vielen weiteren Kulturschätzen der Issenheimer Altar ausgestellt. Die Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert wurde durch einen Anbau der Architekten Herzog & de Meuron ergänzt.

Mit einem Audiogerät ausgerüstet erkunden wir die interessante Ausstellung und freuen uns, dass relativ wenig Besucher unterwegs sind.

Danach geht’s zurück zum Camping, wo wir zuerst ein Apéro und dann ein feines Nachtessen geniessen. Die Temperaturen sind so angenehm, dass wir bis spät abends draussen sitzen können.

Am folgenden Tag geht die Fahrt über Basel nach Hause, da wir das liebgewonnene Wohnmobil bereits am Freitagmorgen zurückgeben müssen.

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