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27.8. - 2.9.2016 - Entlang dem Rhein

Mit dem Wohnmobil unterwegs

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Der Rhein, ein wichtiger Fluss auf unserer Reise.

 

27.8.2016 – Auf Spurensuche

Endlich ist es soweit und die lang ersehnten Ferien beginnen. Nachdem wir gestern den Camper abgeholt und eingeräumt haben, können wir am frühen Morgen Richtung Deutschland starten.

Der Verkehr ist flüssig und so kommen wir zügig voran. Den ersten Halt machen wir in Blaubeuern. Dank den GPS-Koordinaten kommen wir der der Burg Ruck sehr nahe. Dennoch fragen wir ein einheimisches Paar nach der genauen Stelle der Ruine. Die zeigen sich verwundert über unsere Frage, doch nach einigen Erklärungen weisen sie auf einen schmalen Weg, der zum Burghügel führt.

Wie vom Ehepaar angedeutet, ist von der einst mächtigen Burg nicht mehr viel übrig. Wir machen ein paar Felsen aus, die von der Behausung der Urahnen (Sigiboto von Ruck) herstammen und geniessen die Aussicht. Der Hügel ist wenig begangen und wir müssen uns den Weg durchs Dickicht suchen.

Wieder unten im Dorf machen wir ein paar imposante Kalksteinfelsen aus und auf der weiteren Fahrt kommen wir immer wieder an Betonwerken vorbei, die dieses Gestein verarbeiten.

Unser nächster Besuch gilt der Stadt Ulm. Das Thermometer klettert auch heute auf über 30 Grad und es heizt mächtig ein. Wir haben Glück und finden für unser Gefährt einen Platz nahe des Domes. Wir besuchen den mächtigen Bau, schlendern über den Markt und durch die Gassen. In einem schattigen Café lassen wir uns nieder, beobachten die Leute und stillen den Durst.

Die erste Nacht verbringen auf dem Camping Heidenhof nördlich von Blaubeuern.

28.8.2016 – Speyer und Kirrweiler

Nach einer recht ruhigen Nacht weckt uns am Morgen Donnergrollen. Doch das Unwetter kommt nicht bis zu uns; im Gegenteil der Tag startet mit einem imposanten Sonnenaufgang.

Wir frühstücken gemütlich, packen unsere sieben Sachen und sind bald wieder on the road Richtung Plattenhardt bei Filderstadt / Stuttgart. Hier besuchen wir das Grab von Tante Emilie, einer Verwandten und fahren bei ihrem ehemaligen Wohnhaus vorbei.

Die Waldgegend rund um den Bärensee lädt ein zu einem ausgedehnten Spaziergang. Wir geniessen die Ruhe, die frische Luft und die Bewegung.

Danach geht’s weiter nach Speyer. In der Stadt ist einiges los und der grosse Parkplatz ist voll. Für einmal sind wir frech und parken unser Wohnmobil etwas kreativ! Unser erster Besuch gilt dem berühmten Dom der Stadt. In den Gassen tummeln sich unheimlich viele Touristen, dennoch bekommen wir einem der zahlreichen Gartenrestaurants ein feines Hefeweizenbier (einmal mit und einmal ohne Alkohol für die Fahrerin).

Etwas abseits der Touristenroute entdecken wir weitere interessante Bauwerke wie die St. Josephs-Kirche und die Gedächtniskirche.

Nach dem Stadtrundgang bei wiederum über 30 Grad setzen wir uns wieder ins klimatisierte Fahrzeug und steuern Kirrweiler an. Hier werden wir von Bekannten herzlich empfangen. Unseren Camper dürfen wir im Hof des Weingutes parken. Die beiden pflegen nebst den Weinbergen auch einen wunderschönen Garten mit Rosen und vielen Pflanzen.

Bald sitzen wir in der schattigen Gartenlaube und tauschen uns bei Kaffee und selbstgebackenem Rahmkuchen aus.

Zum Nachtessen kehren wir im Dorf ein und werden mit einheimischen Leckereien aus der Pfalz verköstigt. Es wird ein langer, gemütlicher Abend.

29.08.2016 – Richtung Rhein

In der Nacht sind die Temperaturen deutlich gefallen und Morgen ist angenehm frisch. Zum Frühstück werden wir von unseren Gastgebern richtig verwöhnt: Eier, Fleisch, Wurst, Käse und frische Brötchen stehen auf dem Tisch. Das Frühstück geniessen wir auf der Terrasse mit einem unbeschreiblich schönen Blick auf das Rebenmeer und die Landschaft der Pfalz.

Von hier aus sehen wir auch schon unser erstes Tagesziel, das Hambacher Schloss. Nach einem herzlichen Abschied und grossem Dank machen wir uns auf den Weg.

Die Fahrstrasse zum Hambacher Schloss ist sehr steil. Da die Parkplätze am Strassenrand sind, legen wir zur Sicherheit die Keile unter die Räder ... man weiss ja nie.

Bei der Anlage sind noch Renovationsarbeiten im Gange. Das Schloss gilt nach dem Hambacher Fest vom 27. Mai 1832 als Wiege der Demokratie. In einer spannenden Ausstellung werden die historischen Ereignisse aufgezeigt.

Wir verlassen die Kulturstätte bevor die grossen Besuchermassen aufkreuzen und fahren weiter entlang der Weinstrasse. Mal passieren wir Rebberge mit vollen Traubenstöcken, mal lotsen wir unser Fahrzeug durch enge Gassen und Torbögen der malerischen Weindörfer.

Wir hören immer wieder an Verkehrsfunk und können so Staus umfahren. In Alzey finden wir einen schattigen Parkplatz und besuchen das sympathische Städtchen. Von hier aus ist es dann nicht mehr weit ans Rheinufer.

Auf dem Campingplatz Inselrhein in der Nähe von Bingen bekommen problemlos einen Platz und richten uns ein.

30.08.2016 Natur und Kultur pur

Heute starten wir den Tag mit einem ausgedehnten Spaziergang entlang dem Rhein. Alles ist ruhig und an manchen Stellen liegt noch ein leichter Nebel über den Gewässern.

Nach einem feinen Frühstück verlassen wir den Camping Richtung Bingen und parken das Reisemobil in der Nähe des Bahnhofs. Von hier aus können wir entlang dem Rhein bequem wandern. Mitten im Fluss steht der 24.65 Meter hohe Mäuseturm aus dem 14. Jahrhundert. Gegenüber liegt die Burgruine Ehrenfels in den Rebbergen des Rüdesheimers Roseneck sowie das Niederwalddenkmal.

Nun fahren wir weiter entlang dem Mittelrhein vorbei an unzähligen Burgen und Ruinen. Besonders beeindruckend sind die Burg Pfalzgrafenstein und die Burg Gutenfels bei Kaub.

In Oberwesel decken wir uns bei einem der grossen deutschen Supermärkte mit Lebensmittel ein. Allerdings beschränken wir uns auf das Nötigste, denn das Fassungsvermögen des Kühlschrankes ist beschränkt.

Danach folgen weitere kulturelle Höhepunkte wie der Fels der Loreley bei St. Goar, die Burg Katz und die Rheinschleife bei Boppard. Überall lässt sich die Schifffahrt auf dem Rhein beobachten. Besonders herausfordernd sind natürlich die Strömungen in den Schleifen.

Weiter entlang dem Rhein und vorbei an der Marksburg (anderes Ufer) kommen wir nach Koblenz.

Auch hier finden wir schnell einen Parkplatz, so dass wir zu Fuss zum Deutschen Eck laufen können.

Zuerst sehen wir die Burg Ehrenbreitstein auf der anderen Rheinseite. Sie ist über grosse Gondeln erreichbar.

Zu Fusse des Reiterstandbildes zu Ehren des ersten Deutschen Kaisers Wilhelm I fliessen Rhein und Mosel zusammen.

Bereits vom Deutschen Eck aus haben wir unseren Übernachtungsplatz im Visier. Allerdings ist es nicht ganz einfach die Auffahrt über die Balduin-Brücke (14. Jahrhundert) zu finden. Zum Glück sind wir rechtzeitig auf dem Platz und bekommen ohne Reservation einen schönen Platz.

Mit einem feinen Nachtessen und später einem Weizenbier im Gartenrestaurant lassen wir den Tag ausklingen.

31.08.2016 – Kölsch

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen frühstücken wir ausgiebig und machen uns fit für den Tag. Das Wohnmobil ist jeweils schnell bereit für die Abfahrt.

Wir versuchen weitgehend entlang dem Rhein zu fahren und wollen die Autobahnen möglichst meiden; nicht zuletzt auch wegen der Staugefahr. So kommen wir vorbei an Industriegebieten und durch ruhige Dörfer langsam aber sicher nach Köln.

Um die Mittagszeit finden wir wiederum einen tollen Platz direkt am Fluss. Nun laden wir die Räder ab und fahren die rund sieben Kilometer auf perfekten Radwegen in die City von Köln.

In der Nähe des Rathauses ketten wir unsere Fahrräder an ein Geländer, so wie es viele andere auch machen und erkunden die Stadt zu Fuss. Beim Alten Markt kosten wir ein erstes Kölsch und löschen den Durst.

Dann geht’s weiter zum berühmten Kölner Dom. Rund um den imposanten Bau tummeln sich viele Touristen und Einheimische. Das Gotteshaus mit seinen unzähligen Figuren wird renoviert. So glänzen einige Steinfiguren in heller Farbe, währende andere eher trist ausschauen.

Im Innern des Doms geht der sagenhafte Prunk weiter: hohe Kirchenfenster, geschnitzte Altäre, mehrere Orgeln, Gräber und und und. In Kutten gekleidetes Sicherheitspersonal überwacht die Besucherströme und versucht, verdächtige Personen zu erkennen.

Wir schlendern durch die Gassen und kommen auch an der Glockengasse beim berühmten „4711“-Duftwässerchen Eau de Cologne vorbei.

Im ehemaligen Zollgebiet ergänzen moderne Bauten die alten Backsteinhäuser. In dem Quartier gibt’s zahlreiche Restaurants mit leckerem Kölsch und bester Flusssicht.

Mit den Fahrrädern sind wir wieder schnell zurück auf dem Camping und geniessen die milden Abendstunden.

01./02.09.2016 An der Messe in Düsseldorf

Die frischen Morgenstunden nutzen wir für eine Joggingrunde entlang dem Rhein. Der autofreie Weg führt entlang dem Fluss vorbei an Kuhweiden und Pferdekoppeln.

Nach einem ausdehnten Frühstück und einigem Fachsimpeln mit den Platznachbarn über Campingfahrzeuge verlassen wir das Rheinufer nach dem Mittag Richtung Düsseldorf.

Auf der Autobahn kommen wir recht gut vorwärts und erreichen das riesige Messegelände und den dazugehörenden Campingplatz. Die Ausmasse sind kaum zu beschreiben. Ein Fahrzeug reiht sich ans andere und das über mehrere Reihen und Felder. Wir werden auf einen schattigen und fast ebenen Standplatz gelotst.

Schnell kommen wir mit unseren holländischen Nachbarn (Vater und Sohn) in Kontakt. Sie sprechen ein bisschen deutsch und erzählen, dass sie bereits zum zwölften Mal hier sind.

Nachdem wir uns eingerichtet haben, entscheiden wir uns für einen ersten Besuch der Messe. Die Aussage eines Verkehrslotsen, dass der Eingang des Messegeländes ca. 500 Meter entfernt sei, erweist sich als Fehlinformation. So wandern wir eine ganze Weile entlang einer Strasse bis wir endlich zum Eingang Nord kommen.

Dank einem Voucher bekommen wir den dicken Messekatalog und mit den e-Tickets gelangen wir schliesslich in die Ausstellungshallen. Dank einigen Vorabklärungen besuchen wir gezielt die Stände, die uns besonders interessieren.

Nach einem Bier in einer der vielen Messebeizen fahren wir mit dem kostenlosen Shuttlebus zurück auf das Camp. Wir brutzeln uns ein feines Znacht und sortieren die vielen Unterlagen, die wir bereits bekommen haben. Den Abend runden wir mit dem Besuch in einen grossen Festzelt mit Livemusik ab. Wir sind froh, dass unser Wohnmobil etwas weiter weg von diesem Trubel steht. Wirklich ruhig ist es da allerdings auch nicht, denn über uns liegt die Abflugschleisse vom Düsseldorfer Flughafen ...

Der zweite Tag ist dann ganz dem Caravan Salon gewidmet. Am Mittag machen wir eine kurze Pause und geniessen das warme Wetter. Den Abend lassen wir ruhig ausklingen, denn morgen ist früh Tagwache.

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