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7.8.2016 - Mittaggüpfi - Stäfeliflue

Gratwanderung Mittaggüpfi – Stäfeliflue – Blaue Tosse – Risetenstock

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Als wir das Auto bei der Alp Stäfeli parken, zeigt das Aussenthermometer 12 Grad und die Uhr knapp 08:00. Ideale Bedingungen also um den Aufstieg auf das Mittaggüpfi zu starten. Zuerst geht’s auf einer Fahrstrasse bergauf, dann führt ein schmaler Bergweg durch eine herrliche Landschaft.

Immer wieder hören wir Steine zu Tale fallen und bald sind die Verursacher ausgemacht. Über uns queren Gämsen die steilen Flanken. Viermal sehen wir jeweils ein Muttertier mit einem einjährigen Jungen über Stock und Stein huschen. Die scheuen Tiere halten nur kurz und verschwinden dann hinter dem nächsten Felsen. Welch schöne Begegnung zu früher Stunde.

Wir kommen gut voran und erreichen bald den Grat. Zu unserem Erstaunen treffen wir auf dem Gipfel des Mittaggüpfi zahlreiche Leute. Im Gespräch mit ihnen erfahren wir, dass heute der „Göpfilauf“ stattfindet. Die 44 Läufer/innen starten in Schwarzenberg und laufen zum Ziel auf 1'917 m.ü.M.

Die Aussicht in die schneebedeckten Alpen ist einmal mehr grossartig und irgendwie befreiend. Wir wandern auf dem Grat und dabei geht’s immer wieder auf und ab. Manche Stellen sind mit Stufen versehen, an andern Wegstrecken sind Seile fixiert, damit heikle Passagen bewältigt werden können.

Entlang des Weges entdecken wir wunderbar blühender Türkenbund.

Der Wanderweg führt unmittelbar an der Tripolihütte vorbei. Da es Sonntag ist, bewirten einige Freiwillige das Berghaus und laden zur Einkehr ein. So setzen wir uns hin und geniessen einen Kaffee aus dem „Chacheli“. Die Schnapsflaschen stehen auf den Tischen, doch angesichts der noch bevorstehenden Tour lassen wir das „Avec“ weg. Den offerierten Kuchen mit Heidelbeeren kosten wir aber sehr gerne und er schmeckt vorzüglich.

Und weiter geht’s Richtung Stäfeliflue. Auf beiden Seiten ist die Aussicht herrlich. Doch plötzlich ziehen vom Entlebuch dichte Nebelschwaden auf. Glücklicherweise reist die Biese die Wolken wieder auseinander und behindert die weitere Wanderung kaum.

Auf dem Blauen Dossen geniessen wir ein stärkendes Picknick und den Blick Richtung Mönch und Jungfrau.

Nach der Mittagspause planen wir langsam den Abstieg über die Riseteflue und den Stäfeliwäng. Über einen ganz schmalen Pfad wandern zum Punkt Kanapee unterhalb des Grates. Dann geht’s sehr steil abwärts und grösste Konzentration ist gefragt. Das steinige Gelände ist nass und entsprechend rutschig. Auch hier helfen Fixseile für einen sicheren Abstieg. Weiter unten kommen wir uns vor wie im Dschungel. Der Weg ist beinahe zugewachsen und es scheint, dass er nicht viel begangen wird.

Wir queren noch eine grosse Schutthalde mit sehr lockerem Gestein und kommen dann durch den Wald zurück zum Auto.

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