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30.7. - 1.8.2016 Arosa

Arosa - über Sonne, Gewitter und Regen - es war schön

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30.7. – Rund ums Schiesshorn

Trotz Ferienzeit kommen wir ohne Stau nach ziemlich genau zwei Stunden Fahrzeit im bündnerischen Arosa an. Nach einem kurzen Check-in im Hotel parken wir das Auto bei der Eishalle in der Garage.

Schnell sind die Bergschuhe und die Rucksäcke montiert und los geht’s bei diesem herrlichen Sommerwetter. Im Gartenrestaurant des Untersees geniessen wir noch einen Espresso bevor wir Richtung Isel auf 1'619 m.ü.M. absteigen.

Der Wanderweg führt entlang dem Welschtobelbach, dessen breites Bachbett grösstenteils trocken liegt. Im lichten Wald sind ist die Temperatur noch angenehm. Wir überqueren den Bach und bald beginnt der steile Aufstieg. Die Aussicht wird immer prächtiger und auch die Flora blüht in allen Farben und Formen.

Ein Abstecher führt uns zum Alteiner Wasserfall. Das Wasser stürzt über eine imposante Felswand in die Tiefe und fliesst dann durch eine enge Schlucht in den Welschbach.

Wir kehren auf den Wanderweg zurück und setzen den Aufstieg fort. Bald sind wir über der Baumgrenze und auch die Legföhren werden immer seltener. Doch im Gebiet Uf Altein sind noch ein paar uralte und besonders prächtige Bäume zu bestaunen.

Auf dem nächsten Streckenabschnitt werden jedoch wir bestaunt ... von einer Herde Kühen, die hier oben auf über 2'000 m.ü.M. den Sommer verbringen. Ein Tier gönnt sich an diesem heissen Sommertag ein kühles Bad in einem natürlichen Pool.

Wir geniessen mit Blick auf einen weiteren Wasserfall ein kleines Picknick.

Gestärkt nehmen wir dann die nächsten Höhenmeter unter die Füsse. Die bunte Blumenpracht nimmt der Höhe sogar noch zu und wir freuen uns über die vielen Farbtupfer in der Landschaft.

Beim Alteinsee auf 2'251 m.ü.M. folgt dann bereits der nächste Höhepunkt. In der Nähe des schönen Bergsees tummelt und sonnt sich eine ganze Gruppe von wohlgenährten Murmeltieren. Auch sie scheinen den sonnigen Tag voll auszukosten.

Das Gebiet Schönböden wird seinem Namen voll gerecht. Die Ebene ist friedlich und ruhig umrahmt von Bergen ... einfach wunderschön! Der höchste Punkt der heutigen Wanderung liegt auf 2'427 m.ü.M. und heisst Schiesshorn Furgga. Hier gibt’s sogar Edelweiss zu bestaunen. Im Anbetracht der vorgeschrittenen Zeit sehen wir von einem Aufstieg auf das Schiesshorn ab.

Nach einer kurzen Rast beginnt der Abstieg vorbei an kleinen Seen und immer mit dem Blick auf die nahen Gipfel. Über Obersäss kommen wir ins Furggatobel und dann um Furggabödeli. Der Weg ist steil und steinig und verlangt volle Konzentration. Das letzte Stück führt dann durch den Iselwald wieder zurück zum Ausgangsort.

Zurück im Hotel bestaunen wir von der Terrasse aus nochmals die herrliche Aussicht. Doch kaum eine Stunde später zieht schon ein heftiges Unwetter auf. Die Blitze erleuchten den verdunkelten Himmel und der Regen prasselt nieder. Ein Bach, denn wir eben noch überquert haben, schwillt unweigerlich an und bekommt eine braune Farbe.

Wir sind froh, dass wir das Nachtessen gleich im Hotel geniessen können und lassen so einen ereignisreichen und sportlichen Tag ausklingen.

31.7. - Rund ums Dorf

Der heutige Tag starten wir mit einem feinen Frühstück und leider regnerischem Wetter. Die Wolken hängen am frühen Morgen tief, doch der Regenradar verspricht ein paar trockene Stunden.

Also steigen wir in die Wanderschuhe und die wasserdichte Kleidung und wandern entlang dem Untersee zum Stausee Isel. Der Weg rund um das künstlich gestaute Gewässer ist gesperrt, doch es gibt viele Alternativen. Der Weg führt entlang dem Fluss Plessur, die nach den intensiven Niederschlägen viel mehr Wasser führt.

Über die gleiche Hängebrücke wie gestern überqueren wir den Welschbach. Auch hier ist das Bachbett deutlich mehr geflutet. Das Wetter hält und so wandern wir durch den Hinterwald Richtung Innerarosa.

Bei der Kirche haben wir nochmals einen guten Blick auf das Dorf und das Gebiet unserer gestrigen Tour. Die für heute angekündigte trockene Phase neigt sich dem Ende zu und so wollen wir für einen Kaffee einkehren. In einem ersten Café bemerkt man unseren Besuch anscheinend zuerst nicht und erklärt uns dann, dass das Lokal geschlossen sei. So kann man Gäste auch loswerden. Ein anderes Restaurant empfängt uns umso freundlicher und entsprechend gut besucht ist das sympathische Café.

In der Zwischenzeit hat wieder Dauerregen eingesetzt und wir kehren ins Hotel zurück. Am späteren Nachmittag steigen wir nochmals ein paar Höhenmeter hoch und geniessen eine erholsame Zeit in der „Bergoase“. Zuerst aktivieren wir die Muskeln im Sprudelwasser und dann geht’s in der Saunalandschaft weiter. Während wir im Ruheraum liegen, geht draussen ein Gewitter nieder.

Nach so viel körperlicher Aktivität haben wir uns ein feines Nachtessen verdient. Beim Italiener setzten wir uns an die Bar und bestellen Pizzas. Buon appetito!

1.8. - Hauptsache nass

Der dritte Tag in Arosa beginnt wiederum mit Nebelschwaden. Doch das hält uns nicht auf. Nach dem Frühstück, heute mit einem kleinen 1.-August-Weggen, checken wir im Hotel aus und bringen das Gepäck ins Auto.

An diesem Morgen sind noch nicht viele Leute unterwegs. Wir wandern Richtung Müliboden, überqueren dort die Plessur und steigen dann im Gebiet Bärenbad auf. Der schmale Weg führt durch einen wunderschönen Lärchenwald mit alten und auch ganz jungen Bäumen. Dazwischen blüht die Steinrose und weitere Blumen.

Trotz Nieselregen kommen wir gut voran und erreichen bald die Birchegge. Manchmal lichten sich die Wolken und geben den Blick auf die imposante Landschaft. Uf den Büdernji (2'182 m.ü.M) steht eine verschlossene Berghütte.

Hier begegnen wir dem ersten von vielen Bergsalamandern. Das schwarzglänzende Reptil ist nicht scheu und inspiziert sogar unser Schuhwerk.

Tief unter uns sehen wir den Schwellisee.

Wir bekommen das i.O. für die Fortsetzung der Wanderung und das nächste Teilstück hat es in sich. Wir queren eine Plangge mit viel losem Gestein. Durch die Niederschläge der vergangenen Tage ist der Weg teilweise weggespült worden. Wir gehen achtsam und erreichen problemlos das Gebiet Mutta und somit der höchste Punkt der heutigen Wanderung auf 2'229 m.ü.M. Hier werden wiederum freundlich empfangen von einer Gruppe neugierigen Schafe und das am Fusse des Schafitällihorn!

Ein paar Meter weiter erhaschen wir den ersten Blick auf den Älplisee.

Mittlerweile regnet es immer stärker und wir sind gezwungen, die Regenkleider anzuziehen und die Rucksäcke entsprechend einzupacken. Der Bergweg führt nun hinunter zum Punkt Arven. Von hier wäre es nicht mehr weit zum Älplisee, doch der Regen prasselt nieder und die Nebelschwaden verhindern jegliche Sicht.

So beschliessen wir den Abstieg zum Schwellisee. Unterwegs versperrt eine Kuhherde den Wanderweg. Da die Tiere keinerlei Anstalten machen, den Weg frei zugeben, umwandern wir eben die Rinder.

Der See wird von dem vielen Regenwasser gespiesen und ist randvoll.

Über den Dorfteil Innerarosa kommen wir schliesslich zurück ins Zentrum. In einem Tearoom beim Obersee kehren wir für eine Tasse heissen Kaffee ein. Das tut gut.

Dann heisst es Abschied nehmen! Wir fahren wieder die 365 Kurven nach Chur hinunter und kommen ohne Stau zurück nach Hause.

Am Abend gibt’s dann traditionellerweise ein Raclette!

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