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2. Woche / 23.8. - 29.8. / Jabiru - Ubirr - Yellow Water - Gunlom - Edith Falls - Katherine - Timber Creek - Jarnem

Kakadu Nationalpark und weitere Nationalpärke

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Sonntag, 23.8.2015 / Salties!

Das laute Schreien von Vögeln holt uns früh aus den Federn. Nach dem Frühstück fahren gleich los in die East Alligator Region.

In Ubirr sind wir die ersten auf dem Areal der Aboriginal rock art sites. Wir wandern zu den bis zu über 2000 Jahre alten Felsmalereien und bewundern die Kunstwerke.

Ein kurzer Aufstieg zu einem Aussichtpunkt ermöglicht die freie Sicht auf die Ebene und die wetlands. Einfach beeindruckend.

Nach dem wir heute Morgen ein kleines Exemplar in der Toilette hatten, sind wir froh, diese Spinne in freier Natur anzutreffen.

Nach einem Kaffeehalt beim Border Store dürfen wir das Auto dort im Schatten stehen lassen und den Manngarre walk unter die Füsse nehmen. Ein schmaler Pfad führt zuerst durch einen dichten Regenwald. Der Lärm von streitenden Flughunden ist unbeschreiblich und geht durch Mark und Bein. Doch es gibt auch ganz ruhige Bewohner in diesem dichten Gehölz, unzählige Sommervögel und Falter flattern um die Wette.

Kaum am Ufer des East Alligator Rivers entdecken wir schon die ersten Salzwasserkrokodile, die als äusserst gefährlich gelten. Überall wird zur Vorsicht gemahnt!

Auf dem Bardedjilidji walk (Bar-de-jill-eed-gee)  geht’s nochmals entlang des East Alligator River und dann auf sandigen Pfaden vorbei an imposanten Felsformationen und üppiger Vegetation.

Unterwegs treffen wir kaum Leute, einzig bei den Parkmöglichkeiten sind jeweils ein paar Besucher zugegen. Auf den ganzen Touren werden wir jedoch stets von mitunter lästigen Fliegen begleitet bzw. belagert.

Zurück in Jabiru kaufen wir im Shopping Center nochmals 20 Liter Wasser und füllen die beiden Dieseltanks des Landrovers.

Den heissen Nachmittag geniessen wir im Schatten und im Pool. Ein australisches Bier bringt weitere Abkühlung.

 

Montag, 24.8.2015 / Billabongs

Der frühe Aufbruch lohnt sich auch heute, denn am Morgen ist es noch angenehm frisch. Wir verlassen Jabiru und biegen auf den Kakadu Highway ab.

Wir steigen hinauf zum Narwurlandja outlook und werden wiederum mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Ausser dem monotonen Rufen eines Vogels ist es hier oben ganz still. Das Gelände ist sehr steinig und steil und die Felsbeschaffenheit erinnert an den Nagelfluh der Rigi.

Beim Anbangbang Billabong warten schon eine ganze Reihe von Enten, Gänsen, Reiher, ein Schwarzmilan, Brillenpelikane, Kräuselscharben und ein Riesenstorch auf uns. Die Kulisse ist atemberaubend!

Doch das Ganze wird getoppt von einem Wildschwein, dass im seichten Wasser herumwühlt. Wir bewahrend gebührend Abstand und halten das Tier im Auge! Plötzlich wittert es uns und rennt ins dichte Unterholz.

Wir wandern bei mittlerweile heissen Temperaturen noch weiter dem Ufer entlang und entdecken in der Ferne Kängurus, die ihren Durst mit dem Billagbongwasser löschen.

Bei den Anbangbang Gallery treffen wir dann auf die ersten Touristen. Der berühmte Ort der Felsmalerei zieht viele Interessierte an. Wir haben wiederum Glück und können den Walk vorbei an den verschiedenen Felsmalereien der Aboriginals in Ruhe geniessen.

Nun ist uns wieder mehr nach Stille und Natur. Also heisst es 4WD einschalten, Radnaben auf "Lock" stellen und über die Naturstrasse zum Sandy Billabong fahren. Der Weg ist in gutem Zustand und wird sind schnell am Ziel.

Dieses Wasserloch (Übersetzung von Billabong) ist ein riesiger See und wiederum Heimat von unzähligen Wasservögeln. Wir vermuten auch Krokodile im sumpfigen Ufer, doch es lässt sich keines blicken. Die Landschaft ist unbeschreiblich schön, deshalb empfehlen wir die Bilder zu geniessen!

Im Touristencenter in Cooinda werden wir dann wieder von den Massen eingeholt. Doch was soll’s, wir haben einen gemütlichen, schattigen Platz und richten uns ein. Morgen früh geht’s an mit einer geführten Tour auf den Yellow River.

 

Dienstag, 25.8.2015 / Yellow Water

Pünktlich um 06.25 Uhr holt uns der Bus ab und fährt zur Anlegestelle der Flussboote. Der Guide ist gleichzeitig Kapitän und informiert während der zweistündigen Fahrt.

Dank recht frischen Temperaturen liegt beim Start ein feiner Nebel über dem Billabong. Die Fauna und Flora ist überwältigend!

Wir sehen einen seltenen Regenbogenspin, einen Kingfisher, Schwarzmilane, Fischadler sowie wiederum zahlreiche Reiher, Brillenpelikane und Schwarzstörche. Auf den Blättern der Wasserpflanzen stolzieren sogenannte Jesusbirds mit ihren Jungvögeln.

Auf den Weideebenen grasen Wildpferde und Büffel.

Eine weitere Attraktion sind die unzähligen Salzwasserkrododile, die sich im Wasser und an Land beobachten lassen.

Nach der Tour bekommen wir noch ein Frühstück serviert und der Guide namens Mikel setzt sich zu uns. Er kommt ursprünglich aus Deutschland und gibt uns noch einige Infos für die Weiterreise.

Wir brechen auf Richtung Gunlom Waterfall. Unterwegs sehen wir grosse Termitenhügel, z.T. ganze Felder.

Die letzten 35 km auf einer Waschbrettpiste verlangt wieder einiges von Fahrer und Fahrzeug ab.

Auf dem weitläufigen Savannengelände stellen wir den Bushcamper auf einen der wenigen Schattenplätze und richten uns ein. Im krokodilfreien Naturpool unter dem Wasserfall (nur noch ein Rinnsal) kühlen wir uns ab.

Nach einem frühen Nachtessen steigen wir den steilen Weg hinauf zu den oberen Pools, die den Wasserfall speisen und erleben einen fantastischen Sonnenuntergang.

 

Mittwoch, 26.8.2015 / Nitmiluk Nationalpark

Ein erster Ausflug führt heute direkt vom Campground zu einem nahen Billabong. Ein aufgeschrecktes Wallabie macht sich aus dem Staub. Die Wildpferde (Brumbies) hingegen lassen sich nicht stören.

Die Temperaturen sind schon um acht Uhr morgens heiss und so setzen wir uns ins gekühlte Auto und verlassen Gunlom.

Nachdem in den vergangenen Tagen ab und zu ein Dingo vor uns die Strasse querte, springt heute eine der unbeliebten Wildkatzen (sie frisst die einheimischen Kleinsaugetiere) über die Rumpelpiste.

Im Mary River Roadhouse halten wir für einen zweiten Kaffee. In Pine Creek haben wir wieder einmal WiFi-Verbindung und checken kurz unsere Mails etc. Ansonsten gibt es in der ehemaligen Minenstadt nicht viel zu sehen.

Auf dem Stuart Highway geht’s weiter Richtung Katherine. Auf halber Strecke (z. T. entlang der „The Ghan“-Bahnstrecke von Adelaide nach Darwin) biegt die Strasse zu den Edith Falls ab. Hier bekommen wir einen halbschattigen Platz mit viel Umschwung. Die heissen Stunden verbringen wir mit Relaxen, Schreiben und Lesen.

Später baden wir im kühlen, klaren Pool und bewundern die Wasserfälle.

Nach dem frühen Nachtessen steigen wir hinauf zu den „Upper Pools“. Eine absolut lohnende Wanderung zu menschenleeren Naturbecken in einer unheimlich schönen Kulisse. Der Sonnenuntergang ist paradiesisch und lädt zu kurzem Verweilen ein. Dann machen wir uns schnell wieder zurück zum Camp, denn die Dämmerungsphase und das intensive Abendrot sind sehr kurz und der Weg teilweise steil.

 

Donnerstag, 27.8.2015 / Katherine

Wir verlassen den Nitmiluk Nationalpark und fahren nach Katherine. Es ist wieder ein Tag mit hohen Temperaturen und wir suchen bald einen Campingplatz mit guter Infrastruktur auf.

Im Laufe des Tages stehen die weitere Routenplanung, Wäsche waschen, Dieseltanks füllen sowie das Aufstocken der Lebensmittel-, Wasser- und Biervorräte auf dem Programm.

Am Abend besucht uns ein Blauflügel-Kookaburra auf dem Platz und lässt sich ohne Scheu fotografieren.

 

Freitag, 28.8.2015 / Timber Creek

Bereits beim Frühstück taucht der Kookaburra wieder auf und blickt neugierig auf unseren Toast.

Nachdem wieder alles reisesicher verpackt ist, geht’s auf dem Victoria Highway Richtung Timber Creek. Vor uns liegt eine Strecke von ca. 260 km.

Im Victoria River Roadhouse gönnen wir uns auf der Veranda eine Kaffeepause und betrachten aus der Ferne, wie Vieh auf einer riesigen Weide zusammengetrieben und anschliessend in Road Trains verladen wird.

Unterwegs machen wir einen Halt beim Joe Creek und bestaunen die roten Felsformationen und die goldgelben Grassteppen.

Der Campingplatz in Timber Creek ist eher bescheiden, aber schön am Victoria River gelegen. Grosse Bäume spenden willkommen Schatten und sind die Heimat von unzähligen Vögeln. Auf dem Gelände steht zudem ein prächtigen Boab.

Ein Schild weist auf die Fütterung von Krokodilen um 17.00 Uhr hin. Und tatsächlich kommt ein junger Mann mit ein paar Fleischstücken und die Leistenkrokodile schnappen sich die Happen. Auf der kleinen Brücke versammeln sich einige Gäste und verfolgen das Schauspiel.

Zurück beim Bushcamper bekommen wir Besuch von Werner. Er hat mitbekommen, dass wir schweizerdeutsch sprechen. Bei einem kühlen Bier kommen wir ins Gespräch und tauschen uns aus.

 

Samstag, 29.8.2015 / Gregory/Judbarra und Keep River National Park

Früh morgens stellen wir Werner noch eine Dose XXXX mit Glückwünschen zu seinem 65. Geburtstag vor seinen Wagen, dann fahren wir auf dem Victoria Highway ein Stück zurück und biegen auf die Strasse zum Gregory/Judbarra NP ab. Unser Ziel ist die Limestone Gorge. Die ersten 40 km ist die Piste bestens befahrbar. Eine einzige Flussquerung hat noch etwas Wasser. Ansonsten herrscht hier grosse Trockenheit. Wir montieren die GoPro-Kamera und während den Aufnahmen taucht plötzlich eine Herde Esel auf.

Der letzte Kilometer hat es dann in sich: 4x4 zuschalten, Radnaben auf Lock stellen. Das trockene, aber sehr steinige Bachbett ist nun die Fahrbahn. Doch der Fahrer und das geländetaugliche Fahrzeug meistern die Herausforderung hervorragend!

Die Temperaturen sind heute sehr angenehm und lassen einen Walk bestens zu. Besonders faszinierend sind die gewaltigen Boab. Die massigen Bäume sind einzigartig und jeder hat eine eigene Struktur, ja fast ein eigener Charakter. Zudem entdecken wir besonders schöne Exemplare des Kapok Bushs.

Nach einem kurzen Stopp in Timber Creek (Kaffee trinken etc.) fahren wir weiter auf dem Victoria Highway bis zum Keep River National Park. Eine angenehme Naturpiste führt zum 30 km vom Highway entfernten Campground Jarnem. Hier sind wir fast für uns. Die Infrastruktur ist minimal, die Natur überwältigend!

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