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12.4.2015 - Schafberg

Bergfrühling – über die Albert-Heim-Hütte auf den Schafberg

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Die frühe Tagwache lohnt sich. Der Verkehr Richtung Gotthard rollt problemlos. Einzig in der Schöllenschlucht führen zwei Ampelanlagen zu kurzen Wartezeiten. Das milde Frühlingswetter lockt viele Ausflügler in die Berge und so sind in Realp die Parkplätze schon gut besetzt. Doch wir finden auch noch einen Platz und sind bald startklar.

Die Tour beginnt auf der für den Verkehr noch gesperrten und schneebedeckten Furka-Passstrasse. Bald verlassen wir die Strasse und folgen den vielen Spuren von Skitourenläufer/innen. Die Verhältnisse sind noch optimal und der Schnee trägt uns bestens.

Mit den Schneeschuhen sind wir etwas schneller unterwegs und ziehen an einigen Skitourengruppen vorbei. Dabei ist auch immer Zeit für einen kurzen Schwatz. Auf 1'995 m.ü.M. erreichen wir das Restaurant / Hotel Galenstock. Das Haus liegt an der Passstrasse und ist im Winter geschlossen.

Weiter geht’s über die Ebneten in Richtung Alt Stafel. Im Gebiet Matten öffnet sich dann der Blick auf die Furka-Passhöhe und sogar in die Walliser Alpen. Und ein Blick zurück lohnt sich auch; hier ist das ganze Urserental zu bestaunen.

Die Hänge bei Schluechtbielen sind  steil und die Schneemassen sind hier hinuntergerutscht. Wir müssen einen Schuttkegel durchqueren. So durchwandern wir das Gebiet einzeln und halten den Hang gut im Auge.

Danach biegen wir ins Tiefenbachtal ein. Hier frischen die bis anhin schon recht warmen Temperaturen etwas auf. Die Landschaft entlang der Trüebenseeplanggen ist wunderschön und sehr fotogen. Die weissen Gipfel leuchten und einige Wolken zaubern Gemälde an den Himmel.

Ein junges Paar bittet uns noch um ein Foto mit dem Galenstock im Hintergrund. Selbstverständlich erfüllen wir diesen Wunsch. Jetzt stehen noch die letzten hundert Höhenmeter hinauf zur Albert-Heim-Hütte (2'542 m.ü.M.) an. Auf der Terrasse der Hütte herrscht schon reger Betrieb und eine Gruppe bereitet sich auf eine Tour vor.

Wir machen es uns gemütlich und trinken einen Kaffee und ein Schorli. Die Stimmung ist locker und kollegial. Wir tauschen uns mit den andern Berggänger aus underkundigen uns noch nach der Abstiegsroute. Der Hüttenwart bestätigt die Machbarkeit über die Ochsenalp und so brechen wir bald wieder auf.

Die Schneeschuhwanderung führt nun über einen teilweise schmalen Grat hinauf zum Schafberg. Das Gipfelkreuz steht auf 2'591 m.ü.M und dient einigen als Rastplatz. Auch wir packen unser Picknick aus und geniessen Käse, Fleisch, Brot und feine australische Biskuits. Die Aussicht ist grandios, doch ein aufkommender Wind lässt uns nicht allzu lange verweilen.

Beim Abstieg sind nun die Skifahrer schneller als wir, die meisten wenigstens. Wir geniessen jedoch die Ruhe und entdecken sogar Spuren von Schneehasen. Das Tier lässt sich allerdings nicht blicken (Ostern ist ja auch vorbei...). Im Gebiet Älpetli erreichen wir dann wieder den Pfad, auf dem wir aufgestiegen sind. Auf dem zunehmend nassen Schnee haben wir nun eine etwas heikle Stelle und dann noch den Schuttkegel zu passieren.

Nun wandern abwechselnd auf der Strasse und dann wieder querfeldein. Der Sulzschnee wird immer schwerer und teilweise rutschen regelrecht die Hänge hinunter. Unversehrt erreichen wir wieder die Passstrasse und kurz vor Realp schnallen wir die Schneeschuhe wieder ab.

Wir verabschieden uns von der fantastischen Berglandschaft und machen uns auf den Weg ins Unterland. Die Rückreise verläuft auch wieder ohne  Stau und wir geniessen den restlichen Nachmittag zu Hause.

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