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6.4.2015 - Bremgarten - Muri

Natur und Kultur am Ostermontag

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Das Wetterprogramm über Ostern bietet von allem etwas: Regen zur Genüge, bissige Winde mit Böen, kalte Temperaturen mit Frost am frühen Morgen und zum Glück auch einige Sonnenstunden. Diese wollen wir heute nochmals geniessen.

Mit der S-Bahn fahren wir über Wohlen nach Bremgarten West. Uns fallen die vielen Fahrgäste auf und bald erfahren wir, dass in Bremgarten ein Ostermarkt stattfindet. Wir kennen das sympathische Städtchen vor allem dank dem Reusslauf, der jeweils im Februar stattfindet. Unser heutiges Ziel ist jedoch der Reussuferweg.

Vom Bahnhof aus haben wir schnell den Wanderweg entlang der Reuss erreicht. Der Fluss gleitet ruhig dahin und verbreitet eine willkommene Ruhe. Auf dem Weg ist es allerdings alles andere als ruhig. Auf dem teilweise schmalen Pfad bahnen sich Fussgänger, Jogger und Radfahrer einen Weg. Dazwischen rennen Kinder und Hunde um die Wette.

Beim Kloster Hermetschwil ist es dann wieder stiller. Nur wenige steigen die steile Treppe hinauf, um das Benediktinerinnen-Kloster St. Martin zu besuchen. Die Gründung der sehr gepflegten Anlage geht auf das Jahr 1082 zurück. Ein paar Schwestern leben in der Gemeinschaft, betreiben einen kleinen Laden mit eigenen Produkten und sind bei unserem Besuch in der Kirche gerade beim Gebet. Deshalb verweilen wir nicht allzu lange in der Klosterkirche. Wir knipsen Fotos von den verschiedenen Gebäuden, dem Brunnen und der Gartenanlage.

Zurück am Fluss kommen wir bald zum Dominilochstäg , einer gedeckten Holzbrücke und gelangen so ans andere Ufer.

Weiter geht’s flussaufwärts zum Flachsee. Hier tummeln sich unzählige Wasservögel in einem Schutzgebiet. Verschiedene Enten, Möven, Kormorane, Reiher und Graugänse bevölkern das flache Wasser, die Flussufer, die Inseln und den Schilfgürtel. Und fast so viele Vögelfreunde beobachten ihre gefiederten Kollegen mit Feldstecher oder Fernrohren. Dabei stellen wir fest, dass die Ornithologen grösstenteils sehr freundliche Leute sind, die ihre Kenntnisse gerne weitergeben. In einem speziell eingerichteten Holzpavillon können die Wasservögel ungestört beobachtet und fotografiert werden.

Bei Rottenschwil überqueren wir dann die Reuss wieder und gehen weiterhin flussaufwärts. Hier sind wesentlich weniger Wanderer unterwegs, obwohl es auch hier Vögel und viel Natur gibt. Inzwischen sind einige Wolken aufgezogen und plötzlich bläst uns ein kalter, heftiger Wind um die Ohren. Doch wie er gekommen ist, so legte sich der Sturm auch wieder.

Wir wandern nun auf dem Freiämterweg über Wiesen, vorbei an Kanälen und Bauernhöfen. Nun müssen wir auch wieder etwas Höhe gewinnen. Der Weg führt über Althäusern Richtung Chlauswinkel, einem Waldgebiet. Unterwegs entdecken wir weitere Reiher sowie Milane und Krähen, die sich regelrechte Luftkämpfe liefern.

Nach gut drei Stunden erreichen wir Muri (AG). Beim Bahnhof kaufen wir uns ein wohlverdientes Getränk und bald fährt uns die S-Bahn wieder zurück. Das Wetter hat sich gut gehalten und wir kehren mit vielen Eindrücken heim. Ein wirklich gelungener Abschluss von abwechslungsreichen Ostertagen.

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