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2.11.2014 - Rigi

Auf die Rigi - einmal von einer anderen Seite

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Der Parkplatz bei der Talstation in Weggis ist schon gut besetzt und die Ausflügler lassen sich mit der Luftseilbahn in sonnige Höhen fahren. Wir schnallen die Wanderschuhe an, schultern die Rucksäcke und lassen den morgendlichen Rummel hinter uns.

Der Nebel lichtet sich schon und bald wandern wir im Sonnenschein bergauf. Wir lassen die letzten Häuser oberhalb des Dorfes hinter uns und der Weg führt vorbei an neugierigen Kühen und über nasse Weiden. Immer wieder blicken wir über den noch in Nebelschwaden verhüllte Vierwaldstättersee und in die bereits schneedeckten Berggipfel. Einfach grandios!

Wir erreichen den Tanneberg und gewinnen immer mehr an Höhe. Der Wanderweg ist wunderschön und öffnet uns bis anhin unbekannte Blickwinkel. Es ist erstaunlich, dass wir auf dieser imposanten Route bis anhin keinen andern Personen begegnet sind. Uns kann es recht sein; wir geniessen die Ruhe und die bunten Herbstfarben.

Bald kommen wir in die Gegend des Spitzwaldes und nehmen dort den Abzweiger in den Chilenwald. Hier treffen wir auf die ersten Wanderer. Mittlerweile haben wir die 1‘000-Höhenmeter-Grenze erreicht und nähern uns der Müseralp. Nun sehen wir direkt über uns die Luftseilbahn Weggis-Rigi Kaltbad.

Nach einer kurzen Trink- und Fotopause gilt es im Gebiet Steiglen die nächsten Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Bald stehen wir dann vor den fix installierten Leitern. Sie sind problemlos begehbar und führen durch enge Felsspalten. So bezwingen wir die schroffen Felswände aus der typischen Rigi-Nagelfluh.

Weiter geht’s über Bergwiesen und lichte Wälder im Gritt. Die Landschaft wirkt friedlich und noch ruhig.

Dann tauchen verschiedene neue Bauten auf.  Einige Wohnungen in den modernen  Mehrfamilienhäusern warten noch auf Käufer oder Mieter und die Umgebungsarbeiten sind noch wohl im Gange. Im Mineralbad wird fleissig geplantscht. Die Anlage gehört zur zu den Aqua-Spa-Resorts und wurde vom Mario Botta entworfen.

Was uns im Rigi Kaltbad erwartet, sind wir uns bewusst. Die Bahn fugt unerlässlich Gäste auf 1‘438 m.ü.M. Wir finden dennoch eine freie Sitzbank und packen unser Picknick aus. Mit Ruhe ist hier natürlich nichts mehr. Doch es ist amüsant, Eltern und Grosseltern zu sehen, wie sie ihre Kinder oder Enkel für ein paar Schritte zu begeistern versuchen. Die Kleinen möchten natürlich lieber auf dem Spielplatz tummeln und haben mit wandern nicht viel am Hut. Die Aussicht hier oben ist allerdings immer wieder imposant und einen Ausflug wert.

Obwohl es bald zwölf Uhr ist, finden wir im Restaurant noch einen freien Tisch und dürfen auch nur ein Latte Macchiato trinken. Eine Bernerin gesellt sich noch zu uns und wir tauschen ein paar Wanderinformationen aus.

Auch heute lassen wir uns mit der Bahn hinunterfahren. Wir kaufen die Tickets für die Talfahrt noch bevor der grosse Ansturm beginnt und geniessen die Talfahrt. In der Zwischenzeit hat sich die Sonne bis in die Niederungen durchgerungen und beschert uns auch zu Hause noch ein paar sonnige Momente.

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