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17.10. - 23.10.2014 - Dresden

Sportliche Woche in der sächsischen Hauptstadt

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17.10.2014 - Freundliche Fahrdienstleiterin / Ankunft in Dresden

In den nächsten Tagen erkunden wir eine weitere europäische Stadt und verbinden den Besuch von Dresden mit der Teilnahme am Dresden Marathon. Wir starten beim Halbmarathon bzw. 10-Kilometer-Lauf.

Die Bahnfahrt nach Basel verläuft weitgehend problemlos. Einzig der Bus zum Euroairport ist wieder einmal randvoll und die Passagiere stellen einander das Gepäck auf die Füsse. Dennoch sind wir rechtzeitig im Flughafen und auch die easyjet-Maschine hebt pünktlich in Richtung Dresden ab.

Wir – und auch  andere Fluggäste – sind froh, dass der Flug nur etwas mehr als eine Stunde dauert. In der Reihe hinter uns sitzt eine junge Frau, die Flugangst hat, betrunken ist oder beides zusammen. Auf jeden Fall ist ihr Verhalten sehr ausfallend und störend.

Unsere Koffer sind rasch auf dem Laufband und ebenso schnell finden wir die Station der S-Bahn Richtung Innenstadt. Doch vor dem Billett-Automaten versuchen unzählige Touristen eine Fahrkarte zu lösen. Die Bahn steht schon bereit und bis zur Abfahrt bleiben nur nach 3 Minuten. Plötzlich ruft uns die Fahrdienstleiterin zu, wir sollen einsteigen – ohne gültigen Fahrschein!

Wir sind kaum im Wagen, schon geht’s los. Die freundliche Angestellte erklärt den Fahrgästen, dass wir in Dresden Klotzsche in einen andern Zug umsteigen müssen. Auf der Strecke wird gebaut und deshalb ist keine direkte Fahrt in die Innenstadt möglich.

Am Bahnhof Klotzsche können wir dann unsere Tickets lösen und die Reise „legal“ fortsetzen. Im Bahnhof Dresden-Neustadt suchen wir dann nach der Linie 6. Auch hier gibt uns eine zuvorkommende VVO-Angestellte bereitwillig Auskunft, wenn auch nicht so präzise. Sie meint, dass wir das Hotel gut auch zu Fuss erreichen und gibt uns einen Stadtplan mit.

Beim Schlesischen Platz sind wir zuerst etwas unsicher, ob das eine gute Idee ist. Doch wir ziehen unsere Koffer die Hainstrasse hinunter und gelangen schliesslich in die Grosse Meissner Strasse. Nun trennt uns nur noch die vierspurige Fahrbahn von unserer Unterkunft.

Doch auch diese Hürde schaffen wir und bald stehen wir an der Rezeption des Hotels „The Westin Bellevue“. Auch hier werden mit Aufmerksamkeit empfangen und die Hotelmitarbeiterin macht uns ein attraktives upgrade-Angebot (inkl. Frühstuck und ein Zimmer im 4. Stock auf der Flussseite), welches wir gerne annehmen. Nach einem Schlummertrunk in der Bar legen wir uns dann bald ins Bett.

 

18.10.2014 – Erste Erkundungstour

Nach einer ruhigen Nacht können wir am Morgen erstmals die Aussicht auf die Elbe bei Tageslicht geniessen. Der sogenannte Canaletto-Blick auf die Altstadt von Dresden ist nun vom Zimmer aus möglich. Im grossen Frühstückssaal herrscht bereits emsiges Treiben. Anscheinend finden noch Seminare und Kongresse im Hotel statt und die Teilnehmenden stärken sich ebenfalls hier für den Tag. Wir gehen es ruhig an und lassen uns das vielfältige Angebot schmecken.

Danach wandern wir auf dem Weg entlang der Elbe und überqueren die Marienbrücke. Gleich gegenüber unserem Hotel befindet sich das Kongress Center und hier bekommen wir auch die Startnummern für den Lauf am Sonntag. Wir besuchen die unzähligen Messestände und lassen unsere Rücken und Waden in einem speziellen Sessel massieren.

Da wir vor der Laufveranstaltung nicht zu viele Kilometer in den Beinen haben möchten, machen wir heute nur einen kurzen Abstecher zum Theaterplatz und spazieren dann über die Augustusbrücke zum Neustättermarkt. Hier lädt ein Strassenkaffee zum Verweilen an der Sonne ein.

Nach einem Besuch in der Neustädter Markhalle wollen wir zurück ins Hotel. Auf dem Weg entdecken wir „Die Pastamanufaktur“. Wir treten ein und reservieren uns zwei Plätze für den Abend. Pasta vor dem Wettkampf – das kommt gut!

Das Bellevue bietet nebst der schönen Aussicht auch ein kleines Spa mit Blick auf die Elbe. Wir machen es uns in zwei Liegestühlen bequem und lesen. Das Relaxen und ein kurzes Bad tun gut.

Am Abend gehen wir zu Fuss entlang der Elbe und dann in die Strasse „An der Dreikönigskirche“. Der Antipasta-Teller und die Teigwaren schmecken vorzüglich und bringen hoffentlich die nötige Energie für den Sonntag.

 

19.10.2014 – die etwas andere Stadtbesichtigung

Das Frühstücks-Buffet ist reichhaltig und lässt kaum Wünsche offen. Doch für den heutigen Tag hätten wir uns Pasta oder Rösti gewünscht. Doch das Hotel zeigt nicht so viel Flexibilität. Daran soll es aber nicht scheitern. Wir stärken uns gezielt mit andern Köstlichkeiten in dosierter Menge und gehen dann nochmals aufs Zimmer.

In den Laufklamotten und mit montierter Startnummer nehmen wir den kurzen Weg zum Startgelände unter die Füsse. Vor dem Startschuss bleibt noch Zeit, einen Treffpunkt für nach dem Lauf zu vereinbaren und die Muskeln bei einem kurzen Einlaufen aufzuwärmen. Um punkt 10:00 Uhr fällt der Startschuss für den AOK-10km-Lauf. Die Temperaturen sind angenehm, die Sonne scheint. Ein starker Wind bläst uns allerdings ins Gesicht.

Die Route ist spektakulär und führt über Postplatz und die Augustus-Brücke auf die andere Elbseite. Die Kopfsteinpflaster verlangen grösste Aufmerksamkeit und das Gedränge ist auf dem ersten Kilometer gross. Erst in der Grossen Meissner Strasse lichten sich die Reihen etwas. Vorbei an unserem Hotel geht’s wieder hinunter an die Elbe und dann laufen wir einige Kilometer flussaufwärts. Die Strecke ist meistens flach, nur um auf die neue Waldschlösschen-Brücke zu gelangen, ist ein kurzer Anstieg nötig. Hier ist die Hälfte des Laufes schon geschafft.

Auf der andern Flussseite geht’s dann wieder in Richtung Innenstadt. Die Laufstrecke wird von einigen Zuschauern und vor allem von verschiedenen Bands gesäumt. Die musikalische Unterstützung tut gut und verleiht fast Flügel. Diese sind kurz nach Kilometer 9 auch willkommen, denn hier ist nochmals ein kurzer Aufstieg zu bewältigen. Und dann ist es geschafft. Die Uhr stoppt nach 54 Minuten und 26 Sekunden. Im Ziel bekommen wir Getränke (u.a. alkoholfreies Erdinger-Bier) und Früchte.

Die Halbmarathonstrecke hat den gleichen Startort, jedoch ist der Start erst um 10:30 Uhr und führt ebenfalls über die Augustus-Brücke in die Neustadt. Dort werden rund um den Albertplatz und die vornehme Königstrasse viele Schleifen bewältigt. Über die Rothenburgerstrasse und den Bischofweg geht’s dann ebenfalls über die Waldschlösschen-Brücke. Es folgt eine lange gerade Strecke bis zum Fetscherplatz und weiter zum Grossen Garten.

In der riesigen Parkanlage liegen dann wieder einige Kilometer vor den Läufer/innen. Für die  Schönheit der grünen Oase bleibt allerdings wenig Zeit. Die Sportler haben nun schon 15 Kilometer in den Beinen und weitere 6 stehen noch bevor. Durch die Striesener und die Pillnitzer Strasse gelangen die Halbmarathonläufer wieder an die Elbe und das Ziel kommt näher. Nach 1 Stunde 38 Minuten und 24 Sekunden ist geschafft! Wir treffen uns im Zielraum.

Die Freude und der Stolz im Ziel sind gross! Wiederum haben wir eine Laufsportveranstaltung gemeistert, wenn auch mit unterschiedlichen Distanzen. Mit den Medaillen um den Hals spazieren wir über die Marienbrücke zurück ins Hotel. Die Wahl der Unterkunft kommt uns sehr entgegen, denn nach etwa 15 Minuten sind wir wieder im Zimmer und können duschen und relaxen.

Das sonnige Wetter lässt uns allerdings nicht lange drinnen verweilen. Auf der Brühlschen Terrasse geniessen unzählige Einheimische und Touristen den herrlichen Herbstsonntag. Wir schlendern durch die Altstadt und entscheiden uns für den Besuch der Kuppel der berühmten Frauenkirche. Als hätten wir noch nicht genug Sport gemacht, steigen wir auf die Plattform in 68 Meter Höhe. Nur für den untersten Teil gibt’s einen Lift, die restlichen Höhenmeter sind per pedes zu bewältigten.

Doch die Anstrengung lohnt sich, denn der Ausblick ist fantastisch. Trotz der den vielen Leuten können wir den 360-Grad-Rundblick geniessen und tolle Fotos schiessen.

Der Abstieg vom Turm geht dann nochmals in die Beine und wir gehen zurück ins Hotel. Für das Abendessen haben wir uns einen Tisch in einem traditionellen Lokal reservieren lassen. Das Restaurant ist ausgebucht und der Lärmpegel entsprechend hoch. Wir bestellen Bier und Speisen von der sächsischen Karte. Die Portionen sind riesig und trotz Sportlerhunger kaum zu bewältigen. Sie beschäftigen uns die ganze Nacht.

 

20.10.2014 – eine andere Schweiz

Heute wollen wir das Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz erkunden. Wir kaufen Tageskarten für die Bahn und fahren pünktlich im Bahnhof Neustadt ab. Dies ist nicht ganz selbstverständlich, denn in den letzten Tagen haben die Lokführer gestreikt und bei der Deutschen Bahn ging zeitweise gar nichts mehr. Die Strecke führt meistens entlang der Elbe über Pirna nach Königstein und wir können bereits hier die schroffen Felswände erkennen.

Die Bezeichnung Sächsische Schweiz geht auf Schweizerische Maler zurück, die im 18. Jahrhundert in der Gegend wirkten. Und so steigen wir dann auch über den sogenannten Malerweg vom Städtchen Königsstein hinauf auf die Festung. Der steile Weg mag wohl etwas an die Schweiz erinnern. Die Erhebungen sind allerdings nicht mit den Alpen zu vergleichen.

Auf der weitläufigen Anlage tummeln sich viele Besucher. Vor allem Familien mit Kindern sind unterwegs, denn in Sachsen sind derzeit Ferien. Hoch über dem Elbtal öffnen sich wiederum herrliche Blicke und das Wetter spielt auch mit.

Wir wandern auf der Festungsmauer und besuchen die verschiedenen Gebäude. Nach einem Besuch in einer „Festungskneipe“ verlassen wir das imposante Bauwerk wieder. Der Rückweg gestaltet sich dann etwas schwieriger. Wir wollen mit Bus zurück zum Bahnhof, doch zuerst fahren wir mit einem Bimmelbähnchen bis zum grossen Parkhaus, dort müssen wir dann auf einen nächsten Bus warten. Wann dieser fährt, weiss keiner. Schliesslich taucht ein uralter Doppelstöcker mit einem nicht minder alten Chauffeur auf. Es folgt eine äusserst rassige Fahrt hinunter nach Königstein. Den Zug verpassen wir allerdings dennoch.

So bleibt Zeit für einen Kaffee an der Sonne. Wir sind allerdings die letzten Gäste, die ein warmes Getränk bestellen können. Den andern Gästen muss die Wirtin mitteilen, dass eben der Strom abgestellt wurde. Wir hoffen einfach, dass für die Bahn noch genügend Energie da ist, nach dem die Lokführer nun wieder arbeiten, jedoch die Lufthansa-Piloten mit ihrem Streik beginnen.

Unser nächster Stopp ist im Kurort Rathen. Hier wandern wir direkt an der Elbe entlang und bewundern die mächtigen Felswände. Auf den Aufstieg zur Basteibrücke verzichten wir, denn unsere Beine sind nach dem Lauf am Sonntag doch langsam müde. Dennoch gewinnen wir einen Eindruck von der imposanten und von der Elbe geprägten Landschaft. Die Szenerie erinnert uns ein bisschen an die Flussfahrtferien auf der Donau.

Mit der Bahn sind wir in einer halben Stunde wieder zurück in Dresden. Am Abend nutzen wir nochmals die Tageskarte und fahren mit dem Tram in die Altstadt. Nach einem kurzen Fussmarsch sind wir auch schon im Australischen Restaurant „Ayers Rock“. Das Lokal ist mit vielen Gegenständen von Down Under dekoriert und auch das Speiseangebot ist passend. Wir geniessen ein leckeres Mahl und trinken einen feinen Shiraz. Den Heimweg können wir bequem zu Fuss gehen.

 

21.10.2014 – das blaue Wunder erleben

Nach dem wiederum ausgiebigen Frühstück kaufen wir uns eine Familientageskarte für das Gebiet Dresden. Gestern hat uns eine VVO-Angestellte freundlicherweise darauf aufmerksam gemacht, dass wir mit zwei einzelnen Tageskarten zu viel bezahlt hätten.

Unser erstes Ziel ist der Grosse Garten. Durch diese Parkanlage führte am Sonntag der Halbmarathon. Doch während des Laufes hat man kaum Augen für die Schönheiten der grünen Lunge. Umso mehr geniessen wir heute die schnurgeraden Alleen, die farbigen Blumenbeete und die eindrücklichen Plastiken. In der Mitte der Anlage steht das Gartenpalais mit einem Teich.

Unzählige Wege führen durch Wälder mit alten Baumbeständen. Hier lassen sich Vögel beobachten und in Gewässern tummeln sich Enten und Schwäne.

Mit der Buslinie 61 fahren wir Richtung Blasewitz und dann über das „blaue Wunder“, die berühmteste Brücke von Dresden zum Körnerplatz. Die Auslegerbrücke wurde 1893 aus 3‘500 Tonnen Eisen und mit 100‘000 Nieten erstellt. Die Brücke hat keinen sogenannten Strompfeiler und galt daher in der Zeit als technisches Meisterwerk.

In einem Kaffee am Körnerplatz geniessen wir einen starken Espresso. Die Auslage an Kuchen, Torten  und andern Süssigkeiten ist auch hier gewaltig. Doch unsere Magen sind noch satt vom Frühstück. Die Erkundungstour geht weiter mit der Dresdner Bergbahn. Die Standseilbahn fährt uns hinauf zum Stadtteil „Weisser Hirsch“. Hier oben reiht sich Villa an Villa und dazwischen stehen heruntergekommene Liegenschaften, die noch auf die Renovation warten.

Ähnlich geht’s auch den drei Elbschlösser, die wir als nächstes besuchen. Die Bauten liegen herrlich oberhalb des Flusses und sind zum Teil gut erhalten und als Hotel im Betrieb wie das Schloss Eckberg. Eine terrassierte Parkanlage lässt zum Verweilen ein und öffnet nochmals den Blick auf das Blaue Wunder.

Blick von der Frauenkirche auf die Elb-Schlösser

Oberhalb eines alten Weinbergs steht das Linger-Schloss. Auch hier bietet eine Terrasse einen herrlichen Elbblick, doch das Gebäude ist stark baufällig, wenn auch einige Reparaturen im Gange sind.

Das Schloss Albrechtsberg ist aus Sandstein gebaut und macht einen imposanten Eindruck. Doch auch hier nagt der Zahn der Zeit und umfassende Renovationsarbeiten sind nötig. So kann nur ein Teil der Anlage besucht werden.

Von eher beschaulichen Hanglagen fahren wir mit dem Tram wieder hinunter in die Stadt. Beim geschäftigen Albertplatz wechseln wird die Strassenbahn und bewundern die zwei riesigen Brunnen.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel geht’s zum Abendessen wieder in die Altstadt. Vorher besuchen wir noch den sogenannten Zwinger. Die barocke Anlage beherbergt verschiedene Museen und Ausstellungen. Der monumentale Komplex wird derzeit an verschiedensten Stellen renoviert und aus der Presse erfahren wir, dass deshalb einige Statuen ausquartiert wurden. Doch es gibt noch genügend Figuren zu bestaunen. Die Krönung des Prachtsbau‘s ist sicherlich das vergoldete Kupferdach des Kronentors.

So viel Kultur macht hungrig. Im Restaurant Schiff des Hilton Hotels werden einheimische Gerichte und Weine angeboten. Wir geniessen das Ambiente und das feine Essen.

 

22.10.2014 – Shopping, Sauna und Soja

Den Mittwoch gehen wir ruhig an, denn das Wetter hat nun definitiv umgeschlagen. Die Regenfront hat Dresden erreicht und so erkunden wir die Shoppingmeilen in der Nähe der Altstadt. Grosszügige Einkaufscenter buhlen um Käufer/innen und die Läden überbieten sich mit Sonderangeboten.

Das Schlendern durch die Geschäfte ist ermüdender als der Halbmarathon! Und so finden wir uns bald zu einer grossen Tasse Kaffee bei Starbucks ein. Das hier das WiFi kostenlos ist, hat die Wahl des Lokals sicherlich mit beeinflusst.

Nach dem Mittag hat Andy genug Läden gesehen und macht sich im Hotel an die Aktualisierung unserer homepage. Kate kann noch viele Shops besuchen und geht weiter auf Erkundungstour. Verschiedene Informationen loben auch die Neustadt von Dresden als highlight für Shopping. Also nix wie hin. Hier lassen sich tatsächlich viele kleine Läden finden, die noch selber entwerfen und produzieren. Kreativität und Innovationen sind in den zum Teil baufälligen und düsteren Bauten der Görlitzer-, Rothenburger- oder Bautznerstrasse allgegenwärtig.

Doch irgendwann hat auch die Schreiberin genug gesehen. Zudem sind die Temperaturen merklich gesunden und ein starker Wind pfeift um jede Hausecke. Umso mehr geniessen wir die Wärme bzw. Hitze der Saunen im Spa des Hotels.

„Hot“ schmeckt auf das heutige Abendessen. Wir haben ein kleines asiatisches Lokal entdeckt und hoffen auch ohne Reservation auf einen freien Tisch. Wir haben Glück und bekommen im gut besuchten „For Friends“ zwei Plätze. Die Frühlingsrollen mit Fleisch und Gemüse sind hausgemacht und der thailändische Salat mit Glasnudeln und Soja wärmt dank einem pikanten Dressing auf.

Zum Hauptgang geniessen wir Poulet mit grünem Curry und ein Gemüseeintopf an einer Cocossauce; beides einfach lecker! Das Restaurant scheint bei den Einheimischen sehr beliebt und eine bekannte Adresse für shusi zu sein.

Der Weg zurück zum Hotel ist kurz und bestens zu Fuss machbar. In der Hotelbar lassen wir den Tag bei einem kleinen Drink ausklingen.

 

23.10.2014 – was lange währt … kommt auch nach Hause

Beim letzten Frühstück lassen wir uns nochmals die grosse Auswahl schmecken. Der Regen scheint langsam nachzulassen und wir wollen nochmals ein paar Schritte in der Stadt zurücklegen. Die gepackten Koffer können wir im Hotel einschliessen lassen.

Einmal mehr überqueren wir die Elbe über die Marienbrücke zur Neuen Terrasse. Hier in der Nähe steht die ehemalige Tabak- und Zigarettenfabrik mit der Aufschrift Yendize (Türkische Stadt). Das Bauwerk erinnert mit der farbigen Glaskuppel und dem als Minarett gestalteten Kamin an eine Moschee. Raucherwaren werden seit 1952 nicht mehr produziert. Heute dient Bau als Bürokomplex und in der Kuppel bewirtet ein Restaurant Gäste.

Über den Theaterplatz spazieren wir zum Schloss und zum sogenannten Fürstenzug, einem riesigen Porzellanbild an einer Hauswand.

Es gäbe noch ganz, ganz viel zu bestaunen, doch heute ist unser letzter Tag in der Landeshauptstadt von Sachsen und wir müssen die Heimreise antreten. Zurück im Hotel verstauen wir die Einkäufe in den Koffern und spazieren gemütlich Richtung Bahnhof Dresden Neustadt.

Von hier aus fährt heute die Bahn ohne Umsteigen zum Flughafen. Das Gepäck ist schnell aufgegeben und die Sicherheitskontrolle passiert. Im Duty-free-Shop geben wir die letzten Euros aus. Zu diesem Zeitpunkt gehen wir von einem Abflug kurz nach 17:15 Uhr aus. Ein Blick auf die Anzeigetafel gibt jedoch die Verspätung von einer Stunde an. So bleibt noch Zeit für ein Bier und eine Bretzel.

Leider verzögert sich der Abflug von Dresden noch weiter. Irgendwann erhalten wir die Information, dass wir erst nach 21:05 Uhr abheben werden. Wir bekommen einen Konsumationsgutschein und vertreiben die Wartezeit mit Lesen und Dösen.

Nun kommen auch Bedenken auf, ob wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Basel aus noch nach Hause kommen. Wir suchen die verschiedenen Verbindungen heraus und stellen uns auf mögliche Varianten ein. Schliesslich landen wir um 22:30 Uhr (anstatt 18:30 h). Grund für die Verspätung ist ein Defekt am Flugzeug, der nicht behoben werden konnte. Deshalb musste easyjet zuerst eine andere Maschine von Genf nach Basel und dann nach Dresden fliegen lassen.

Um 23:07 Uhr sitzen wir im Zug von Basel ohne Halt nach Zürich Hauptbahnhof. Dort steigen wir dann in den Interregio um, der um diese Nachtzeit fast an allen Stellen anhält. Am frühen Freitagmorgen kommen wir müde zu Hause an.

Wir blicken auf eine sportliche Woche mit imposanter Kultur und vielseitiger Kulinarik zurück. Seit meinem ersten Besuch vor über 20 Jahren hat sich viel getan in Dresden …

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