background

9.3.2014 - Chaiserstock

Hurra der Lenz ist da!

(zur Bildergalerie)

Frühlingshafte Temperaturen und Sonnenschein pur versprechen die Wetterprognosen – Bergwetter also. In den Niederungen liegt auf der Fahrt Richtung Schwyz noch eine ganz dünne Nebelschicht und die Sonne scheint noch milchig in den Tag.

Beim Bahnhof Sattel der Südostbahn ist gerade noch ein Parkplatz frei. Der Entscheid ist schnell gefasst: es wird wohl eine Frühlingswanderung werden und die Schneeschuhe bleiben im Auto. Der Wanderweg Richtung Halsegg ist ohne Schnee genau so steil wie mit der weisen Pracht! Das Tauwetter verwandelt den Pfad mancherorts in eine kleine Sumpflandschaft.

Bei der Routensuche ist auch Kreativität gefragt, um dem grössten Dreck auszuweichen. Die kleinen Bäche führen reichlich Wasser zu Tale und plätschern fröhlich.

Bald leuchten die ersten Schlüsselblumen in den steilen Bergwiesen. Waldmeister und Teeblümchen ergänzen die Pracht der Frühjahrsboten. Im Wald und an schattigen Hängen liegt dann doch noch Schnee und der Aufstieg kostet Kraft.

Obwohl die Bedienungen ideal sind, scheint sonst niemand diesen Aufstieg zu wählen. Ausser dem aufgeregten Rufen und Zwitschern von verschiedenen Vögeln ist nichts zu hören. Erst bei der Berghütte Halsegg auf 1‘320 m.ü.M. sitzen ein paar Wanderer an der Sonne und geniessen ein Getränk. Ein paar Höhenmeter weiter oben steht ein grosses Holzkreuz und die Aussicht ist traumhaft: der blaue Himmel, die verschneiten Berge und unten im Tal noch immer kleine Nebelschwaden.

Nach kurzer Rast geht’s weiter Richtung Chaiserstock 1‘426 m.ü.M. Hier sind nun nur Schneeschuhspuren auszumachen und es liegt noch viel Schnee. So kommen die Gamaschen doch noch zum Einsatz. An manchen Stellen trägt der Schulzschnee nicht mehr gut und ich sinke bis zu den Knien ein. Ich sehe das Ganze als Grundlagentraining und stampfe kraftvoll den Hügel hinauf.

Die kurze Anstrengung lohnt sich! Auch hier ist die Sicht fantastisch und die Ruhe erholsam. Keine Menschenseele. Hoch oben am tiefblauen Himmel ziehen Vögel ihre Runden und profitieren von der günstigen Thermik. Die Sonne gibt mittlerweile soviel Wärme ab, dass der Schatten einer grossen Tanne sehr willkommen ist. Brot und Käse geben Kraft für den bevorstehenden Abstieg. Dieser erfolgt über die Gütschliweid.

Der Weg ist vom Schmelzwasser durchnässt und glitschig. Deshalb nehme ich für den unteren Teil des Rückweges die Fahrstrasse. Mit halbwegs wieder sauberen Schuhen erreiche ich den Parkplatz beim Bahnhof und kehre zurück. Ein spezieller Sonntag mit viel Sonne und Aussicht.

2018  Andy & Kate on Tour   globbers joomla templates