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31.12.2013 - 3.1.2014 - Neujahr im Toggenburg

Jahreswechsel in Wildhaus.

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Nach getaner Arbeit fahren wir am letzten Tag des Jahres über den Ricken ins Toggenburg. Bei sonnigem und viel zu warmem Wetter erreichen wir nach gut zwei Stunden Wildhaus. Das langgezogene Strassendorf hat einige Hotels und vor allem viele Ferienhäuschen.

Unsere Herberge liegt auf der sogenannten Passhöhe und ist ein in die Jahre gekommenes Haus mit einem neueren Anbau. Wir bekommen ein Zimmer im Dachgeschoss und haben so vom Balkon aus einen prächtigen Blick auf die Gipfel der Churfirsten.

Im gemütlichen Restaurant des Hotels geniessen wir am Silvesterabend ein mehrgängiges Nachtessen und ein feines Glas Wein. Wir laden eine alleinstehende Dame ein, zum Kaffee an unseren Tisch zu kommen. Sie kommt ursprünglich aus Berlin und so haben wir einiges zu berichten und auszutauschen. Als Stammgast des Hauses hat sie auch einiges über die Region zu erzählen.

Kurz vor Mitternacht werden am gegenüberliegenden Hügel Fackeln angezündet und bald leuchtet „2014“ in der klaren Nacht. Das Neue Jahr kann kommen!

Die Wetterprognosen für den Neujahrstag sind recht gut. Nach einem ausgiebigen Zmorge vom Buffet schnallen wir oberhalb einer Wiese die Schneeschuhe an und steigen hinab ins Munzenriet. In der Ebene sind schon einige Langläufer/innen unterwegs und wir überqueren vorsichtig die Spur. Bei einer stillgelegten Skisprungschanke steigen wir in den Rosswald. Der Skilift ist ebenfalls nicht mehr in Betrieb und so können wir ungestört auf der Piste hinaufstampfen. Im steilen Gebiet gewinnen wir schnell an Höhe und erreichen bald den Winterwanderweg im Gebiet Alpli. Hier treffen wir auf weitere Schneeschuhläufer/innen und Wanderer.

Mit zunehmender Höhe wird die Aussicht immer prächtiger. Der knapp 2‘000 Meter hohe Gulme und vor allem der Wildhuser Schofberg (2‘373 m. ü. M.) und die Gipfel des Altmann beherrschen die Szenerie. Kurz vor der Alp Oelberg öffnet sich dann auch der Blick hinunter ins Rheintal und auf die Berge des Montafon.

Nun steigen wir wieder ein paar Höhenmeter ab um ins Gebiet Gamperfin zu gelangen. Bei einem Berghaus kehren wir ein und trinken auf der Terrasse einen Kaffee. Die Temperaturen und ein aufkommender Wind lassen allerdings ein langes Verweilen nicht zu. So sind wir bald wieder auf dem Rückweg. An den schattigen Stellen liegt noch reichlich Schnee und die Tannen sind noch ein weisses Kleid gehüllt. Dort wo die Sonne schneit, ist der Schnee recht schwer und klebt an den Schuhen.

Zum Abstieg wählen wir eine Route über das Oberdorf. Von dort ist dann auch der Blick frei auf die mächtigen Sendeanlagen und Bauten auf dem Säntis. Auf den Pisten tummeln sich an diesem Neujahrstag unzählige Skifahrer/innen. Sie lassen sich von Sessel- und Schleppliften auf den Gamser Rugg und etwas weiter weg auf den Chäserrugg transportieren.

Zufrieden kehren wir nach der ersten Schneeschuhtour im 2014 ins Hotel zurück. Die wohlverdiente Pizza geniessen wir in einem Lokal im Dorfteil Lisighaus. Wohlweislich haben wir uns vorgängig einen Tisch reserviert, denn die Pizzeria ist bis auf den letzten Platz besetzt. Der Pizzaiolo kommt kaum nach mit Backen und in der Hektik landet eine fertige Pizza auf dem Boden. Glücklicherweise haben wir unsere schon gegessen.

Den zweiten Neujahrstag gehen wir ruhig an. Draussen nieselt es bei etwa 3 Grad Celsius und da kommt ein Besuch im kleinen Wellness-Bereich des Hotels gerade richtig. Im Dampfbad und in der Sauna tanken wir Wärme und anschliessend entspannen wir beim Lesen in bequemen Liegestühlen. Zum Schluss lassen wir uns im Bad noch sprudeln.

Auch heute Abend können wir zu Fuss zum Nachtessen gehen. Ein frischer Salat vom Buffet schmeckt fein und sorgt für die nötigen Vitamine. Zum Hauptgang darf es dann auch etwas gehaltvoller sein: Älpler Makronen und Sennenrösti mit Spiegelei!

Am 3. Januar 2014 packen wir dann die Koffer wieder und fahren nun über das Rheintal und die Strecke entlang dem Walensee nach Hause. 

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