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14.4. - 21.4.2012 - Portugal

Die Algarven - ein Wunschreiseziel seit langem.

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Da wir in der Vorsaison nach Portugal reisen, gibt es noch keine Direktflüge nach Faro an der Algarve. Deshalb fliegen wir zuerst nach Lissabon und erleben dort eine etwas mühselige Situation. Obwohl wir bereits in Zürich die Boardkarten erhalten haben, setzt man uns wegen Überbuchung auf die Warteliste. Der Weiterflug nach Faro ist somit lange ungewiss. Erst ganz zuletzt dürfen wir doch noch einsteigen. Allerdings sind wir über das ganze Flugzeug verteilt.

In Faro dauert es eine ganze Weile bis wir den Bus finden, der uns ins Hotel bringt. Schliesslich sitzen wir einem kleinen Van und werden in rasanter Fahrt nach Armaçâo de Pêra gefahren. Das Hotel macht einen guten Eindruck und die reservierten Zimmer sind bereit. Die Ferien können beginnen.

Dank der guten Lage direkt am Meer unternehmen wir in den nächsten Tagen viele Joggingtrainings und Küstenwanderungen. Entweder starten wir unsere Entdeckungstouren zu Fuss oder wir fahren mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu einem Ausgangsort und wandern dann ins Hotel zurück.

Die Küste ist geprägt von hohen Klippen, imposanten Steinformationen und Höhlen. Dazwischen liegen ruhige Buchten mit feinstem Sand und Muscheln. Ab und zu prescht ein Ausflugsboot mit Touristen über das tiefe blaue Meer, ansonsten treffen wir auf unseren Touren wenige Leute.

Dafür bietet die Natur umso mehr. Immer wieder tauchen phantastische Felsen auf, die über die Jahre von Wind und Wasser geformt wurden. Das Meer wechselt je nach Untergrund seine Farbe und auch die Flora entlang der Wege ist abwechslungsreich und spannend. Die Pfade sind in der Nähe von Ortschaften gut markiert, sobald wir aber von der Zivilisation wegkommen, fehlen oft Hinweise und wir müssen den Weg selber finden. Auf all unseren Touren begleitet uns immer ein mässig bis starker Wind.

In den Buchten, die auch mit den Autos erreicht werden, steht meistens ein kleines Restaurant und wenig Infrastruktur für Badegäste. Hier treffen wir dann auch andere Wanderer oder eben mutige, sich ins noch kalte Meer wagen.

Gleich gegenüber dem Hotel thront die bekannte Kapelle Nossa Senhora da Rocha auf einem Fels. Die Entstehung soll auf das achte Jahrhundert zurückgehen und die kleine Kirche ist ein beliebtes Fotosujet.

Bei uns ebenfalls beliebt, ist das kleine Fischrestaurant in der nahen Bucht. Bei einer ersten Einkehr lernen wir das Lokal kennen und sehen, wie die Fischer ihren Fang abliefern. Wir reservieren uns einen Tisch für den Abend und können uns dann einen Fisch aussuchen, der frisch für uns zubereitet wird. Das Gericht ist so herrlich, dass wir den letzten Abend der Reise auch hier verbringen.

Wegen der feinen Sandstrände haben sich entlang der portugiesischen Mittelmeerküste eine Vielzahl von Ferienanlagen und Hotelkomplexen entwickelt. Bei manchen Projekten scheint allerdings das Geld ausgegangen zu sein und es bleiben hässliche Bauruinen zurück.

Auch das ehemalige Fischerdorf Albufeira hat sich zu einem Touristenort gewandelt. Wir fahren mit dem Bus zu einem Wochenmarkt oberhalb der Ortschaft. Die Händler kommen vorwiegend aus Nordafrika und sind bei unserer Ankunft erst mit der Vorbereitung der Auslage beschäftigt. Wir besuchen noch die Fussgängerzone von Albufeira und schlendern durch die unzähligen Shops, die z. T. aufdringlich ihre Waren anpreisen.

Um auch das Hinterland der Algarve besuchen zu können, mieten wir uns für einen Tag ein kleines Auto. Unsere Erfahrungen mit den öffentlichen Bussen sind nicht so überzeugend, deshalb haben wir uns für die individuelle Variante entschieden.

Einen ersten Halt machen wir in Silves und besuchen dort das Städtchen, die Markthalle und das imposante Kastell mit seinen elf Türmen. Die Fahrt geht weiter in die Hügel der Serra de Monchique. Leider ist das Wetter sehr instabil und deshalb lassen wir einen Ausflug auf den höchsten Berg (Foia / 902 m.ü.M.) aus. Im Städtchen Monchique kaufen wir ein paar Souvenirs und Geschenke.

Um die Mittagszeit treffen wir in Aljezur ein und im Restaurant Ruth o Ivo geniessen wir unter vielen Portugiesen und Portugiesinnen ein authentisches Essen mit fangfrischem Fisch.

Gestärkt wollen wir nun wieder zurück ans Meer und zwar an den südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Westlich von Sagres liegt Cabo de São Vicente. Über den bis 60 Meter hohen Felsen stehen eine Festung und ein Leuchtturm. Das Wetter ist noch immer wechselhaft, doch wir haben Glück, dass der Regen nachlässt und wir eine kurze Erkundungstour starten können. Der Wind bläst noch immer stark und die Wellen peitschen mit einer unheimlich Wucht gegen die Felswände. Einfach beeindruckend diese Kraft!

In Lagos sind dann ein Stadtrundgang und eine kleine Einkaufstour angesagt. Die Fussgängerzone ist gepflegt und lädt zum Verweilen ein. Allerdings ist die Zeit schon recht vorgeschritten und wir müssen die Heimfahrt antreten. Mit diesem Ausflug haben wir einen kleinen Einblick vom Hinterland der Algarve gewonnen.

Nach einer Woche heisst es Abschied nehmen. Wir sind froh, die Algarve im Frühling und vor dem grossen Touristenansturm besucht zu haben. So haben wir die eindrückliche Natur und auch die Ortschaften optimal besuchen und geniessen können.




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