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6.10.2012 - Voralphütte

Besuch bei einer weiteren SAC-Hütte

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Heute fahren ausnahmsweise mit dem Auto zum Start unserer Wanderung im Urner Land. Aufgrund des Herbstferienstarts herrscht bereits reges Verkehrsaufkommen auf der Autobahn Richtung Gotthard. Deshalb verlassen wir die A2 bereits beim Amsteg und fahren auf der Kantonsstrasse bis nach Göschenen. Eine schmale Strasse führt das Göschener Tal hinauf. Bei Parkplatz Wiggen auf knapp 1‘300 m.ü.M. stellen wir unser Auto ab.

Der Einstieg in den Wanderweg ist nicht ganz einfach zu finden und so bezwingen wir die ersten 100 Höhenmeter über steiles Weideland. Bald erreichen wir das Ufer der Voralpreuss. Das Wasser fliesst über fast weisse Felsbrocken in die Tiefe. Immer wieder treffen wir auf Wasserfälle und kleine, ausgewaschene Becken.

Der Wanderweg führt leicht ansteigend das Tal hinauf. Links und rechts erheben sich imposante Bergwände. Kleine und grössere Felszacken ragen schräg in den stahlbauen Himmel, was wären sie vom Winde verweht.

Bei einer kurzen Rast entdecken wir weit oben die Salbit-Hängebrücke. Der Wanderweg führt über diese schwindelregende Verbindung. Wir bestaunen das Werk von unten und setzten unsere Wanderung im Talboden fort.

Der Pfad führt uns durch ein wunderschönes Auengebiet. Das Bachbett der Voralpreuss ist nun bereiter und verzweigter. Sand- und Kiesbänke sowie kleine Tümpel prägen das Bild. Riesige Felsbrocken zeugen von gewältigen Bergstürzen und bei manchen Schuttkegeln scheint der Niedergang noch nicht lange her zu sein. Unterwegs begegnen wir noch einem kleinen, schwarzen Salamander.

Zwischen den grossen Steinen entdecken wir auch immer wieder Fichten, Arven und Lärchen, letztere zum Teil schon im herbstlichen Nadelkleid.

Wir lassen die Baumgrenze hinter uns und sehen in der Ferne bereits die SAC-Hütte Voralp (2'123 m.ü.M.).

Dahinter erstrahlen der Flachensteinfirst sowie das Vordere und das Hintere Sustenlimihorn. Eine beeindruckende Kulisse.

In der Hütte herrscht noch nicht viel Betrieb trotz frischem Zwetschgenkuchen, süsser Linzer Torte und wohlduftender Hafersuppe. Wir geniessen auf der Sonnenterrasse einen feinen Milchkaffee im Chacheli und die prächtige Aussicht. Mit andern Berggänger unterhalten wir uns über die Touren und Gipfel der Umgebung.

Den Rückweg nehmen wir auf der anderen Flussseite unter die Füsse. Die angekündigten Wolken ziehen bereits auf und auch der Südwestwind zieht langsam an. Wir sind froh, dass wir keine grössere Tour geplant haben und so auf der sicheren Seite sind. Bei einer bereits winterdichten Alphütte setzten wir uns auf die Bank an der Hauswand und picknicken.

Das Flussbett und die Felsformationen bieten zahlreiche Fotosujets und laden zum Verweilen ein. Die Sonne zeigt sich auch wieder und sorgt für angenehme Wärme.

Beim letzten Abstieg zum Parkplatz finden wir nun den richtigen Weg und erreichen so wieder die Strasse. Ein herrlicher Herbsttag in wunderbarer Natur!

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